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Der EHEMALIGE Osten?

14. November, 11:12 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Die nach wie vor sehr verbreitete Redensart vom “ehemaligen” Osten spricht Bände kulturkolonialen Denkens, gerade auch, wenn Berliner so sprechen. Zur Klärung der Tatsache, dass Berlin wie eh und je komplett im Osten liegt und gerade deshalb seit Jahrhunderten über eine reiche, hochkomplexe und faszinierende Gegenwartsliteratur in allen nur denkbaren osteuropäischen Sprachen verfügt, haben wir Autor*innen, Expert*innen und Literaturaktivist*innen all dieser Szenen für einen ganzen Tag ins LCB eingeladen, um gemeinsam eine wissenschaftliche, literarische und atmosphärische Bestandsaufnahme zu starten, die Impulse für eine andere, realistischere Wahrnehmung des Ostens für die Literatur Berlins setzen könnte. 30 aktiv Beitragende aus 11 Sprachkreisen (darunter 22 Frauen) haben wir zu Panels und Lesungen eingeladen, damit Perspektiven und Kontakte ausgetauscht werden können, die uns vielleicht zu neuen Erkenntnissen, Projekten und Kooperationen führen…

Die vielsprachige Berliner Buchhandlung ostpost ergänzt das OSTPOL BERLIN Programm durch einen Büchertisch der literarischen Entdeckungen; der vielfältige Streetfood-Meister Mr P versorgt uns einen Tag lang mit östlichen Köstlichkeiten, und abends lesen drei großartige, auch international reüssierende Berliner Schriftstellerinnen, die nicht auf Deutsch schreiben, in ihren Literatursprachen sowie in deutscher Übersetzung! Der Eintritt für das Symposium-Tagesprogramm ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter: mail@lcb.de. Dieses Symposium erhebt keine Teilnahmegebühr, nur der Eintritt zur Abendlesung kostet 8/erm. 5 €. Herzlich willkommen im GEGENWÄRTIGEN Osten!

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