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Der EHEMALIGE Osten?

14. November, 11:12 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Die nach wie vor sehr verbreitete Redensart vom „ehemaligen“ Osten spricht Bände kulturkolonialen Denkens, gerade auch, wenn Berliner so sprechen. Zur Klärung der Tatsache, dass Berlin wie eh und je komplett im Osten liegt und gerade deshalb seit Jahrhunderten über eine reiche, hochkomplexe und faszinierende Gegenwartsliteratur in allen nur denkbaren osteuropäischen Sprachen verfügt, haben wir Autor*innen, Expert*innen und Literaturaktivist*innen all dieser Szenen für einen ganzen Tag ins LCB eingeladen, um gemeinsam eine wissenschaftliche, literarische und atmosphärische Bestandsaufnahme zu starten, die Impulse für eine andere, realistischere Wahrnehmung des Ostens für die Literatur Berlins setzen könnte. 30 aktiv Beitragende aus 11 Sprachkreisen (darunter 22 Frauen) haben wir zu Panels und Lesungen eingeladen, damit Perspektiven und Kontakte ausgetauscht werden können, die uns vielleicht zu neuen Erkenntnissen, Projekten und Kooperationen führen…

Die vielsprachige Berliner Buchhandlung ostpost ergänzt das OSTPOL BERLIN Programm durch einen Büchertisch der literarischen Entdeckungen; der vielfältige Streetfood-Meister Mr P versorgt uns einen Tag lang mit östlichen Köstlichkeiten, und abends lesen drei großartige, auch international reüssierende Berliner Schriftstellerinnen, die nicht auf Deutsch schreiben, in ihren Literatursprachen sowie in deutscher Übersetzung! Der Eintritt für das Symposium-Tagesprogramm ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter: mail@lcb.de. Dieses Symposium erhebt keine Teilnahmegebühr, nur der Eintritt zur Abendlesung kostet 8/erm. 5 €. Herzlich willkommen im GEGENWÄRTIGEN Osten!

Witaj! Добро пожаловать! გამარჯობა! Добре дошли! Vítejte …


… & was dann geschah

26. Oktober, 14:17 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Vor ziemlich genau einem Jahr, am 28. Oktober 2016, startete nach mehrjähriger Vorbereitung unser stadtweites STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins im Pfefferberg mit  einer bemerkenswerten Rede der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo sowie Beiträgen des serbischsprachigen Schriftstellers Bora Ćosić und der ungarischen Dichterin Kinga Tóth (u.a.m.). Erstmals rückten wir mit diesem Projekt explizit die in Berlin lebenden Literaten in den Fokus der kulturellen Öffentlichkeit, die ihre Texte nicht auf Deutsch verfassen, und machten mit Aktionen, Performances, Workshops und Präsentationen in mehr als 30 verschiedenen Sprachen zehn Tage lang die multilinguale Gegenwartsliteratur der Stadt sichtbar und hörbar. In einer bislang einmaligen Zusammenarbeit verschiedenster Akteure der Berliner Literaturszene mit uns aktiv waren u.a. die Literaturaktivist*innen von alba. Lateinamerika lesen e.V., ausland, kook e.V., La mer gelée, Latinale, Lettrétage, mikrotext, SAND und The Reader Berlin. Mit mehr als 100 Berliner Autor*innen, Übersetzer*innen und Kulturschaffenden und 42 verschiedenen Sprachen feierten wir zehn Tage lang gemeinsam und auf vielfältigste Weise die Multilingualität der Berliner Gegenwartsliteratur.

Heute, ein Jahr später, können wir uns über den großen Erfolg dieses Festivals und seine anhaltende Wirkung nur freuen: Alle großen Literaturhäuser und zahlreiche Festivals der Stadt (und nicht selten auch darüber hinaus) wurden auf die STADTSPRACHEN-Autor*innen aufmerksam und präsentieren sie inzwischen vielfach in ihren Programmen. Übersetzungen, Buchprojekte und neue Einladungen zu Projekten und Lesungen wurden für viele Teilnehmende zur nachhaltigen Folge unseres Projektes. Ein vielsprachiges Netzwerk wurde geknüpft und wächst beständig weiter, das die internationale Literaturszene Berlins auf ganz neuartige Weise durch gegenseitige Beachtung, Solidarität und Kooperation verbindet. Und mehr als wir erhofft hatten rückte die multilinguale Gegenwartsliteratur Berlins in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aus dem einmaligen Festival erwuchs die vom Berliner Senat geförderte zweijährige, stadtweite Veranstaltungsreihe PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins, mit der wir monatlich an wechselnden Orten und mit erweitertem Partnerkreis weiterhin neue nichtdeutsche Literaten Berlins präsentieren. Im Frühjahr wurde unser Projekt zur Matrix für ein thematisch vergleichbares auf der London Bookfair, und im LCB geriet unser Symposium zu den lateinamerikanischen Literaturen Berlins zu einem begeisternden „Klassentreffen“ der Autor*innen und Expert*innen. Im Juni gastierte unsere Afroberlin-„Abteilung“ als Ideenexport in Basel; mit unseren Partnern von den Berliner Osteuropatagen reisen wir an diesem Wochenende nach Stettin und Anfang November gibt es eine komplette PARATAXE-Lesung auf der Pisa Bookfair, bevor Ende November im LCB das Symposium zu den osteuropäischen Literaturen Berlins steigt. In der Lettrétage, dem English Theatre Berlin, dem Panda Theater, dem Maschinenhaus, im ausland und der Brotfabrik fanden neu übersetzte nichtdeutsche Autor*innen ein interessiertes Publikum, zahlreiche Fortsetzungen sind in Arbeit. Und der Berliner Senat schrieb, nicht unbeeindruckt von der Entwicklung, in diesem Herbst tatsächlich erstmals Schriftstellerstipendien explizit auch für nicht auf Deutsch schreibende Berliner*innen aus.

Dafür, dass all unsere Entdeckungen, Kontakte und literarischen Schätze nicht verloren gehen, sondern dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden, sorgt seit Januar 2017 das von uns weitgehend leider noch ohne Budget realisierte stadtsprachen magazin. Unsere Redakteure Joey Bahlsen und Birger Hoyer kümmern sich engagiert um mehrsprachige Biografien für alle beteiligten Autor*innen, Übersetzer*innen, Moderator*innen und Expert*innen – deren Kreis erfreulicherweise wöchentlich wächst, Berlins internationale Literaturszenen sind ein unerschöpflicher Brunnen an Kreativität! – sie kümmern sich um professionelle Übersetzungen und die Veröffentlichung literarischer Beiträge in allen nur denkbaren Sprachen. Dieses neuartige Online-Magazin der Berliner Gegenwartsliteraturen enthält derzeit Informationen und Links zu 121 Berliner Autor*innen, 40 Übersetzer*innen – sowie momentan 127 literarische Essays, Erzählungen oder Gedichtzyklen in 15 Sprachen (Stand Ausgabe #3). Etwa 5000 Leser hat das stadtsprachen magazin derzeit monatlich im Durchschnitt.

All dies ist Grund zu großer Freude, deswegen danke ich an dieser Stelle den vielen, leidenschaftlich beitragenden Mitwirkenden und Partnern von ganzem Herzen – und wünschen uns allen, dass diese positive Entwicklung anhalten und uns gemeinsam zu neuen Ufern und Möglichkeiten bringen möge.

Martin Jankowski

Blog

Editorial no. 3

15. September, 13:00 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Die Erzählungen und Gedichte, die wir für unsere dritte Ausgabe gesammelt, bearbeitet und übersetzt haben, scheinen wenig gemeinsam zu haben. 25 Texte von 24 Autoren (und 21 verschiedenen Übersetzern) in mehr als 10 Sprachen. Sie sind politisch und poetisch, mystisch und schelmisch, vage und spezifisch. Sie besitzen alle oder keine dieser Eigenschaften.

Wir haben Geschichten von blühenden und verwelkenden Sachen gesammelt. Blühender Hibiskus, schwärmende Wunderblumen durchweben die Zeilen und Absätze unserer neuesten Magazinausgabe. Flüssige Geschichten, die verschütten, beflecken, spritzen, sprudeln, verhüllen und aufklaren. Gedichte, die verwirren, Gedichte, die beleuchten und auflösen.

Was die Texte verbindet, ist die Verschiedenheit der Stimmen. Jede anders anders als die andern. Mit je eigenem Duft, wenn man so will.

Idealerweise, darum waren wir bemüht, sollen diese einzigartigen Stimmen das ästhetische Gewissen der Literaturstadt Berlin verkörpern.

 

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redaktion stadtsprachen magazin

 


GRANTS for „non-German“ Berlin-based authors …

22. August, 20:35 Uhr - Blog - Martin Jankowski

GOOD NEWS: Dear friends of STADTSPRACHEN, PARATAXE & Co: For the first time the senate of Berlin tenders grants for officially Berlin-based (fiction) authors of „non-German“ languages (meaning: other languages than German) for 2018.

They offer six annual grants for professional literary writers of up to 24,000,- € (12 x 2000,- €).  This is a great chance for all of you with grand plans and great literary skills. And it is the long-awaited result of our long struggle for equal rights for all the languages Berlin writes in.

Application form and exposé must be given in German language, the extract of the manuscript can be in ANY language! Details see link below. Fun fact: The Berlin senate of culture published the official text with a download link of the detailed conditions in German HERE and now also IN ENGLISH. Deadline is Oct 19 until 6 pm latest.

In case you need support and advice for your application or the application process, please send us your questions via e-mail or try to appoint a counseling interview with our office via info@stadtsprachen.de


VIMU

9. August, 16:00 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Leider ist der Eintrag nur auf Amerikanisches Englisch verfügbar. Der Inhalt wird unten in einer verfügbaren Sprache angezeigt. Klicken Sie auf den Link, um die aktuelle Sprache zu ändern.

Stadtsprachen-friends Elsye Suquilanda and Jarno Eerola introduce the new iOS app VIMU.

In their own words:

„Vimu is a free video app for iOS that translates the camera view into music.

You can record 16 second videos with music included and share them instantly on Facebook and Twitter.

Vimu has three visual filters (black and white, old school and alien).

Vimu detects the mood of the scene and creates unique music free for you to share anywhere!

You don’t need to narrate or edit your videos with Vimu – they are as good as they can get, ready for exposure!

You can create musical flyers or promotions of your performance and events. You can make videos of you working and it will sound great! You can easily get creative and come up with new stories to catch your audience.“

VIMU on Itunes
How to use VIMU

 

filmed at the PARATAXE presentation on the 8th of june 2017


Puerto Berlín, dokumentiert

14. Juli, 10:32 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen einst und jetzt wurde am 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium I „Puerto Berlín“ im LCB mit fast dreißig Autoren und wissenschaftlichen Experten sowie mehr als siebzig interessierten Besuchern aus verschiedensten Blickwinkeln erstmals überhaupt dargestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Berliner Literarische Aktion, das Literarische Colloquium Berlin und das Webportal Literaturport unter der Leitung der Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte von der Latinale präsentierten erstmalig einen vielstimmigen Tag lang Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin. Links zu den aufschlussreichsten Beiträgen und Ergebnissen des Symposiums finden sich ab sofort als Texte, Videos oder Audioaufnahmen (ggf. auch mehrsprachig) in unserer Programmdokumentation. Hochinteressant beispielsweise die Keynote von Patricia Cerda über die Geschichte der chilenischen Exilautoren in Berlin Ost wie West, die Panel-Beiträge von Susanne Klengel und Monika Walter oder auch Ricardo Domenecks im abendlichen Lesungsgespräch ausgeführte These, dass Lateinamerika eine europäische Fiktion sei, die es so in der Realität gar nicht gäbe.

Bitte beachten: Die deutschen Versionen einiger Beiträge, die derzeit noch nicht verlinkt sind, werden zunächst als Prints in der Septemberausgabe 2017 der Zeitschrift  Sprache im Technischen Zeitalter erscheinen (und zu gegebener Zeit ebenfalls verlinkt). Dennoch können alle Beiträge des Symposiums ab sofort vollständig als Audioaufnahmen nachgehört werden, unter den bei uns (s.o.) dokumentierten Audiolinks finden sich die einzelne Programmabschnitte jeweils so aufgeführt, dass man sich bestimmte Passagen ggf. auch heraussuchen kann.

Die Ergebnisse unserer Parataxe Symposien werden demnächst zudem auch auf writers@berlin dargestellt, dem neuen Bereich des LCB-Webportals Literaturport, unserem Parataxe-Kooperationspartner.


Milenko Goranovič liest aus seinem Roman „Vom Winseln der Hunde“

3. Juli, 13:47 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Milenko Goranovič liest in dem Berliner Buchladen ‚Another Country‘ aus seinem Roman „Vom Winseln der Hunde“. Violin played by Leo Clemens. Camera and editing by Graham Hains.


Editorial no. 2

14. Juni, 20:00 Uhr - Blog - Birger Hoyer

Was macht die Faszination der Literaturstadt Berlin aus? Was lockt die Literaturen aus aller Welt? Die neue Ausgabe des stadtspachen magazins spürt dieser und weiteren Fragen nach. 25 Autor*innen schreiben aus und über Berlin, unter anderem auf Spanisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Arabisch, Bosnisch, Portugiesisch, Italienisch und Polnisch. Die deutsche Gegenwartsliteratur spricht also keineswegs nur deutsch. Berlin ist die Stadt der vielen Sprachen und Kulturen. Dies zeigen die auf dieser Seite veröffentlichten Gedichte, Erzählungen, Romanauszüge, Non-Fictions und Illustrationen. Viele Texte sind Erstveröffentlichungen, insbesondere die Übersetzungen.

Das Licht der Sprachen erhellt die dunklen Umrisse des Berliner Stadtbildes und erweckt die Geschichten der Stadt zum Leben. Im stadtsprachen magazin wird die Poesie der Übersetzung neu dargestellt, die Grenzen zwischen originalen und übersetzten Texten verschwimmen. Aus jedem Winkel, entlang jeden Risses im Asphalt, sprudeln die Sprachen der Welt hervor, die gebündelt ein literarisches Reservoir bilden, aus dem Autor*innen ihre Ideen schöpfen. In ihrer Spracheuphonie gleicht die Lektüre des stadtsprachen magazins einem Spaziergang durch die Stadt Berlin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redaktion stadtsprachen magazin

 


Dämonen der Poesie

9. Juni, 14:30 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Am kommenden Mittwoch, den 14. Juni 2017, gibt es die einmalige Gelegenheit, eine der erstaunlichsten lyrischen Traditionen unseres Planeten kennenzulernen: Der balinesische Dichter-Brahmane SAMAR GANTANG kommt in Begleitung von Indonesiens wichtigster Gegenwartslyrikerin, DOROTHEA ROSA HERLIANY, für einen Abend nach Berlin, wo wir die beiden Poeten und ihre ungewöhnlichen Werke ab 20 Uhr bei freiem Eintritt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vorstellen: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens
.. Besonders die Vortragskunst von Samar Gantang dürfte für alle, die noch nie bei einer balinesischen Lesung oder Zeremonie dabei waren, etwas beeindruckend Neues und Ungewöhnliches sein. Er beherrscht die Kunst der balinesischen Mantra-Chanten, Modre genannt und ist dafür vor allem auf Bali und Java populär: Sprituelle balinesisch-hinduistische Tradition trifft hier auf postmoderne Dichtkunst und extatische Beat-Poetry-Techniken. Obwohl sehr spektakulär, sind seine Auftritte, die tief in der balinesischen Tradition verwurzelt sind, nicht ursprünglich für die Bühne entworfen, sondern gewissermaßen spirituelle Akte: Die Balinesen und vor allem ihre spirituellen Führer halten einen Dialog mit bösen und guten Geistern gleichermaßen sowie mit der Außenwelt und dem spirituellen Bereich. Die Mischung aus Gebet und Dialog soll für den Menschen eine reinigende Wirkung haben. Gantang hat viele Poesiebände und Kurzgeschichten in Balinesisch und Indonesisch veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Um seine Bedeutung zu ehren, hat der staatliche Fernsehsender Balis TVRI ein spezielles Programm für ihn eingerichtet, genannt Gatra Bali, in dem er täglich eines seiner Gedichte für „fünf Minuten jeden Tag“ vorträgt. Erstmals überhaupt ist Samar Gantang in Berlin zu Gast, eigens für seinen Besuch liegen auch deutsche Übertragungen seiner ungewöhnlichen Poesie vor.
.. Auch die Gedichte von DOROTHEA ROSA HERLIANY haben es in sich: Vielfach preisgekrönt, widmet sich diese Dichterin vor allem weiblichen Themen und hat mit ihrer wenig romantischen, eindringlichen Lyrik Maßstäbe für die Dichtkunst Südostasiens gesetzt: Nachzulesen in den hervorragenden Übersetzungen ihrer Gedichte im Band „Hochzeit der Messer“ (übersetzt von Brigitte Oleschinski und Ulrike Draesner), aus denen an diesem Abend zweisprachig gelesen wird.

Ein mehrsprachiger Abend mit Performance, Lesung und Gesprächen – mit Übersetzung. Eintritt frei! Selamat datang – herzlich willkommen!


PARATAXE Presentation im PANDA Theater

31. Mai, 12:00 Uhr - Blog - Theresa Rüger

Als Location ein „Nicht nur russisches Theater“, dazu die Poesie einer aus Kolumbien stammende Begründerin der ersten Frauen-Salsa-Band Berlins und eine Erzählung eines in Kanada geborenen Sohns ecuadorianischer und irischer Eltern – zum Launch der zweiten Ausgabe des stadtsprachen magazins lädt Parataxe – die internationalen Literaturszenen Berlins diesmal ins PANDA Theater ein: Am Donnerstag, den 08. Juni 2017 lesen um 20 Uhr Sonia Solarte Orejuela und Ian Orti in Originalsprache aus ihren Texten, sowie aus exklusiv für diesen Anlass vorbereiteten deutschen Übersetzungen. In familiärer Atmosphäre stellen sie sich zusammen mit ihren ÜbersetzerInnen, Christiane Quandt (Sonia S.) und Joey Bahlsen (Ian O.) Fragen zu ihrem literarischen Schaffen und ihren persönlichen Erfahrungen als AutorInnen in Berlin. Der Schriftsteller und Parataxe-Projektleiter Martin Jankowski führt durch den mehrsprachigen Abend (Deutsch, Englisch, Spanisch) mit Überraschungen – und Übersetzungen.

Die vielfach veröffentlichten und prämierten Gedichte von Solarte Orejuela sprühen vor Energie: Rhythmus stellt für die Kolumbianerin ein fundamentales Charakteristikum ihrer Texte dar, die Verbindung von Wort und Gesang ist ihr seit jeher ein Anliegen.
Ian Orti schreibt, weil er nicht anders kann – und was er geschrieben hat, das hat ihm neben dem ein oder anderen Preis bereits Anerkennung für seinen faszinierenden Stil eingebracht – und Vergleiche mit Namen wie Ondaatje und Cohen. Linearität spielt eher eine untergeordnete Rolle  in seinen komplexen Welten, die imaginativ und labyrinthisch daherkommen. Ortis Kurzgeschichten sind in verschiedenen nordamerikanischen und europäischen Zeitschriften erschienen – und nun erstmals überhaupt auf Deutsch und auch mehrsprachig bei unserem Parataxeabend und im stadtsprachen magazin zu finden.

Also liebe Leute, kommt gerne vorbei: Diese Texte sind definitiv etwas Neues und die Autoren eine echte Entdeckung…


Am Freitag im LCB …

23. Mai, 15:47 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

© Graham Hains

Gibt es Lateinamerika überhaupt? Wie diskutiert man die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen, ohne sie auf ihre Herkunft zu reduzieren? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Freitag, den 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium „Puerto Berlín“ im LCB ausgiebig beleuchtet. Mehr als siebzig Besucher und fast dreißig aktive Teilnehmer trugen erstmals systematisch zusammen, was Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin bedeuten.

Wunderschöne, gelassene Stimmung hatten wir am sonnigen Wannsee: Es wurde diskutiert, gelacht und gelernt, zwischendurch gab es leckere Empanadas zur Stärkung (dank Ramon Cuello alias Pichi). Sogar das Wetter war irgendwie lateinamerikanisch. Das Who’s Who der Lateinamerikanistik verschiedenster Generationen fand sich unter einem Dach ein, dazu die unterschiedlichsten Berliner Autor*innen spanischer und portugiesischer Sprache. Ein reger Austausch entstand von morgens bis abends, sowohl in den Panels als auch am Rande der offiziellen Gespräche – auf der Terrasse, am Büchertisch (Andenbuch) im schattigen Foyer oder auch auf den frühlingsgrünen Wiesenhängen zum Wannsee hin. (Fotos von Graham Hains.)

Die chilenische Autorin Patricia Cerda aus Berlin referierte zum Thema der lateinamerikanischen Literatur des Booms, der 60er und 70er in Ost und West. Später folgten die Literaturwissenschaftlerinnen Monika Walter (Ostberlin) und Susanne Klengel (Westberlin) sowie Herausgeber Jorge Locane (Argentinien) und Verleger Juan Sanz (Spanien) mit Beiträgen in Spanisch und Deutsch, sowie eine doppelbödige (und bilinguale) Poesie-Intervention der brasilianischen Berlinerin Érica Zíngano. Zwischendurch bereicherten Videobeiträge von Michi Strausfeld, Berthold Zilly und Ethel Barja das Programm mit fundierten Auskünften und Berichten. Die argentinische Berlinerin Esther Andradi brachte ihre Sicht ein und die Redakteure des Magazins „Alba – Lateinamerika lesen“ zeichneten ein differenziertes Bild der Berliner Lateinamerikaszene von heute.

Auf der abendlichen Lesung las der Brasilianer Ricardo Domeneck aus seinen Gedichten, die Chilenin Patricia Cerda aus ihrem noch unveröffentlichten Roman „Luz en Berlín“ und die vielfach preisgekrönte Argentinierin Samanta Schweblin stellte ihren im Herbst erscheinenden neuen Erzählungsband vor. Die deutschen Übersetzungen der Texte wurden mit beeindruckendem Verve performt von Schauspieler Denis Abrahams.

Alle Beiträge des Puerto Berlín wird man demnächst hier bei uns auch online nachlesen, nachsehen und nachhören können; alle Beitragenden werden in unserem WHO?-Lexikon (siehe button in der Kopfleiste) ausführlich mehrsprachig vorgestellt. Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich bei allen Mitwirkenden und Unterstützern für dieses rundum gelungene, ergebnisreiche Symposium  – vor allem auch bei unseren Fachkuratoren Rike Bolte und Timo Berger (von der Latinale) sowie dem wunderbaren Team des LCB mit Jürgen Becker, Marie Schöck & Co! Und natürlich bei den Parataxe-Förderern der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

***

Weiter geht es mit der Parataxe am 8. Juni mit Ian Orti und Sonia Solarte um 20 Uhr im Panda Theater! (Siehe hier.)

Außerdem präsentieren die Nächte des Ramadan & Berliner Literarische Aktion e.V. am 14. Juni um 20 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei gemeinsam einen PARATAXE Weltliteratursalon extra: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens mit Dorothea Rosa Herliany und Samar Gantang.

Am 23. und 24. Juni ist Stadtsprachen Afroberlin dann zu Gast in der Schweiz beim Image Afrique Festival in Basel! Unter anderem mit Henri-Michel Yéré, Steve Mekoudja und Wilfried N’Sondé. Eintritt frei! Moderationen: Acèle Nadale und Martin Jankowski.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Autor*innen auf unserer Terminseite.

Gerne veröffentlichen wir multilinguale literarische Berliner Termine.
Schickt sie uns an info@stadtsprachen.de !


PUERTO BERLÍN – die lateinamerikanischen Autor*innen Berlins

9. Mai, 10:33 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Im Rahmen unseres Projektes PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins findet am Freitag, den 19. Mai 2017 einmalig das Symposium “Puerto Berlín – Lateinamerikanische Autor*innen in Berlin” statt. Das Literarische Colloquium Berlin, Literaturport, die Berliner Literarische Aktion und die Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte präsentieren Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur Berlins. Keine Teilnahmegebühr, um Anmeldung wird gebeten unter: mail@lcb.de ! (Mittags und abends sind Pausen mit einem Imbissangebot  vorgesehen. Eintritt zur abendlichen Lesung: 8/5 €.)

>> Ab 10.30 Uhr setzen sich im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin) zahlreiche Wissenschaftler*innen, Autor*innen und Übersetzer*innen mit den Themen Exil, Migration und Literatur zwischen Lateinamerika und Berlin auseinander:

DAS detaillierte TAGESPROGRAMM FINDET SICH: HIER!

Um 20.00 Uhr findet abschließend die multimediale, mehrsprachige Lesung Briefe an die Amphibien statt: Rike Bolte und Timo Berger fassen die Beiträge und Diskussionen des Tages zusammen. Dann lesen zweisprachig: Ricardo Domeneck (Brasilien/Berlin), Samanta Schweblin (Argentinien/Berlin) und Patricia Cerda (Chile/Berlin). Durch den Abend führt Tobias Kraft (AdW/BB). Dazu werden Berlin-Poetryfilme lateinamerikanischer Dichter*innen gezeigt.

HERZLICH WILLKOMMEN.

***

PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarische Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Parataxe Symposien finden in Kooperation mit dem LCB und Literaturport statt.

 


Editorial

7. April, 10:36 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Berlin ist die Stadt der vielen Sprachen und Geschichten. Eine literarische Spannung, die schon von Isherwood und Nabokov aufgegriffen wurde und vergleichbar ist mit Kafkas Prag, Joyces Dublin und Pessoas Lissabon, geistert durch die Straßen Berlins. Diese Stadt ist seit Jahrhunderten Heimat für Menschen, die andere Sprachen als Deutsch sprechen. Die multilinguale Gegenwartsliteratur Berlins, dieses einzigartige Stimmengeflecht, wird nun mit dem Literaturmagazin stadtsprachen öffentlich gewürdigt. Ein Magazin, das das besondere Gefühl Berlins aufgreift und zelebriert.

Die verschiedensprachigen Literaturszenen der Stadt werden miteinander ins Gespräch gebracht und präsentiert. Es ist auch ein Versuch, dem sich konstant wandelnden Stadtbild Berlins gerecht zu werden: einer Stadt, in der von jeher mehr als nur Deutsch oder Englisch gesprochen und geschrieben wird, die ambivalent ist und vielfältig. Eine andere Sprache ist ein Einstieg in eine andere Kultur, in eine andere Welt.

Um die Kunst der Sprache (und Sprachen) wird es beim stadtsprachen magazin gehen, darum, die multilingualen Individuen der Berliner Literaturwelt, die schon lange Berlin durch ihre Prosa, Gedichte, Übersetzungen und ihr Verlagswerk literarisch bereichern, endlich ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Eine Zeitschrift, welche die verschiedenen multilingualen Fasern des Berliner Gewimmels miteinander verknüpft. Literarische Verbindungen werden erschaffen und bleiben erhalten. Berlin lernt sich kennen. Es zelebriert seine literarische Vielfalt. Im stadtsprachen magazin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redaktion stadtsprachen magazin

 


alba – ein internationales Literaturmagazin aus Berlin

4. April, 13:33 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Das Berliner Literaturmagazin Magazin ALBA feiert derzeit seine zehnte Ausgabe. Grund genug, unsere geschätzten Partner – Experten für die Gegenwartsliteratur vor allem Lateinamerikas – einmal genauer zu ihrer Arbeit zu befragen.

 Spanische Version des Interviews

Wie kam es zur Gründung des alba Magazins? Was ist die Grundidee hinter der Zeitschrift?

 

alba.lateinamerika lesen wurde 2011 mithilfe des Pariser Schwestermagazins in Berlin ins Leben gerufen. Das Konzept, das neben dem französischen und dem deutschen Magazin auch alba London und alba Peking verfolgen, besteht darin, Literatur aus Lateinamerika zu sondieren und in den jeweiligen Sprachräumen sichtbar zu machen. Wir Redaktionsmitglieder der Berliner alba, mittlerweile eingetragener Verein, durchforsten die Buchmärkte Lateinamerikas – insbesondere jene abseits des Mainstreams – nach aktuellen und literarisch hochkarätigen Texten und nach AutorInnen, die vielleicht bald groß werden. Neben Lyrik und Prosa aus Lateinamerika gibt es im Heft auch Rubriken für themenspezifische Essays. Beispielsweise über wichtige Vermittlerfiguren zwischen den Hemisphären, Avantgardebewegungen oder zu Unrecht vergessene AutorInnen oder literarische Gruppen. Das ganz Besondere an der Zeitschrift ist, dass wir alle Texte sowohl in der Ausgangssprache als auch in deutschen Übersetzungen publizieren. Hinzu kommen Illustrationen lateinamerikanischer KünstlerInnen, die von den Texten inspiriert sind. Neben der Publikation machen wir aber auch eine Menge Kulturarbeit. Wir organisieren Performances, Lesungen und Übersetzungsworkshops mit AutorInnen aus Lateinamerika, wir stellen Kontakte her, damit solche AutorInnen nach Berlin kommen können (manche bleiben auch hier) und haben auch schon eine Ausstellung mit Illustrationen aus alba organisiert. Wir präsentieren das Magazin auf der Frankfurter sowie der Leipziger Buchmesse, wir pflegen rege Kontakte zu AutorInnen, Kulturinstitutionen und unabhängigen Verlagen sowohl in Berlin als auch in Lateinamerika und haben immer ein Ohr am Puls der aktuellen Literatur-Entwicklungen.

Wer macht alba und wie finanziert sich die Zeitschrift?

alba lebt von dem ehrenamtlichen Engagement der Redaktion, die sich aus LiteraturwissenschaftlerInnen, Juristinnen, Übersetzerinnen, Grafikerinnen und Lateinamerikabegeisterten  zusammensetzt, und unserer AutorInnen, ÜbersetzerInnen, IllustratorInnen und anderen externen HelferInnen. Als eingetragener gemeinnütziger Verein, alba.lateinamerika lesen e.V., finanzieren wir uns zu einem kleinen Teil aus Mitgliedsbeiträgen und Abonnements, der Großteil wird aber von Förderern wie lateinamerikanischen Botschaften, Universitäten oder anderen Institutionen geleistet. Im Augenblick sind wir dabei, nach einer etwas langfristigeren Finanzierungsmöglichkeit zu suchen.

Welchen Stellenwert haben die Übersetzungen in alba.lateinamerika lesen?

Es gibt in alba einerseits eine Rubrik, die dem Übersetzen als kultureller Praxis gewidmet ist und die entweder wichtige ÜbersetzerInnen würdigt oder Essays über das Übersetzen einen Raum bietet. Auf der anderen Seite steht unsere permanente übersetzerische Tätigkeit. Unsere Lesungen finden mehrheitlich zweisprachig statt, unsere Homepage ist sogar teilweise dreisprachig und das Magazin selbst manchmal auch viersprachig, nämlich wenn wir indigene AutorInnen publizieren. Ohne die ganz praktische Tätigkeit des Übersetzens würde die Zeitschrift kaum Sinn ergeben. alba richtet sich primär an ein deutschsprachiges Publikum, aber es gibt auch unzählige LateinamerikanerInnen in Berlin und ganz Deutschland, für die diese Zeitschrift einen guten Überblick über die aktuelle Literaturlandschaft gibt.

Welche Entdeckungen hat alba für den deutschen Sprachraum gemacht?

alba konnte zahlreiche Erstveröffentlichungen großartiger LyrikerInnen und Prosa-AutorInnen publizieren, etwa bis dahin unveröffentlichte Gedichte des Kolumbianers Tomás González oder eine bis dahin unveröffentlichte Erzählung der Grande Dame der feministischen Prosa Cristina Peri Rossi. Viele der aufstrebenden jungen AutorInnen, die allmählich auch in Berlin und in Deutschland literarisch anerkannt sind und ausgezeichnet werden, hatten wir schon früh im Heft, etwa Luis Cháves, Nona Fernández, Andrea Jeftanovic, Valeria Luiselli oder Samanta Schweblin.

Wie ist die Situation der lateinamerikanischen Literatur in Berlin?

Insgesamt ist die nichtdeutschsprachige Berliner Literaturszene überaus bunt und lebendig. Es leben viele LateinamerikanerInnen hier in der Stadt und darunter sind zahlreiche Schreibende. Berlin ist für DoktorandInnen und DAAD-StipendiatInnen aus aller Welt ein sehr beliebtes Ziel, viele kommen hierher, um ihre Abschlussarbeiten fertigzustellen und bleiben dann. Andere ziehen sozusagen vorüber, bleiben für ein halbes Jahr, ein Jahr oder ein paar Monate, treten bei einigen Lesungen auf und sind ansonsten praktisch unsichtbar. Wieder andere gründen eine Zeitschrift wie alba, oder führen ihr poetisches Projekt erst hier richtig aus wie der Argentinier Cristian Forte. Hierbei sind das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) mit seiner außerordentlich gut sortierten Bibliothek zum iberischen Sprachraum ebenso wie das Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin zentrale „offizielle“ Anlaufstellen für ForscherInnen aus Lateinamerika. Auf der anderen Seite stehen die unzähligen mehr oder weniger ‚undergroundigen‘ Institutionen, die die lateinamerikanische Kulturszene in Berlin ausmachen und ihr einen Raum bieten. Darunter das mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale, das Figuren wie Ricardo Domeneck, Alan Mills oder der genannte Cristian Forte eine erste Bühne geboten hat, die vielen Kulturkneipen, die wunderbare Lettrétage und nicht zuletzt unser Literaturmagazin.

Kürzlich erschien die 10. Ausgabe von alba. Was sind die Schwerpunkte dieser Ausgabe?

alba10 ist im Dualen Jahr Mexiko-Deutschland angesiedelt und wir konnten die Ausgabe mithilfe der Botschaft von Mexiko in Berlin realisieren. Die Ausgabe hat einen starken, aber nicht exklusiven Mexiko-Fokus, ähnlich wie bei alba04 (Zentralamerika und Karibik), alba05 (Brasilien) und alba08 (Chile). Wir konnten wichtige aktuelle AutorInnen wie die Anna Seghers-PreisträgerInnen Yuri Herrera (2016) und Guadalupe Nettel (2009), die Lyrikerinnen Rocío Cerón, Maricela Guerrero, Paula Abramo und Xitlalitl Rodríguez Mendoza für die Zeitschrift gewinnen. Außerdem ist das 2016 tragisch verstorbene Mitglied der mexikanischen Crack-Gruppe Ignacio Padilla vertreten, ebenso die renommierte Autorin Ana García Bergua. Die Texte sind wie immer handverlesen, sie versetzen die LeserInnen in andere Welten und verwischen zum Teil Wahrnehmungs- und Realitätsebenen. Manche Texte verstören oder brechen Oberflächen auf, referieren auf Tierisches, halten den LeserInnen einen Spiegel vor oder sprechen die Beziehung von Literatur und Körper, Literatur und Wirklichkeit an. Alle Texte sind etwas Besonderes, auf das sich unsere LeserInnen freuen können!

Herzlichen Dank an die alba-Redaktion – und alles Gute für die nächsten zehn Ausgaben!

***

Weitere Informationen unter www.albamagazin.de

alba kaufen: http://www.albamagazin.de/archivo.php oder vertrieb@albamagazin.de


stadtsprachen EXPORT = AFROBERLIN zu Gast in Basel

30. März, 16:35 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Am 23. und 24. Juni 2017 wird das Stadtsprachen-Programm „Afroberlin“ für zwei Abende zu Gast beim IMAGE AFRIQUE Festival in Basel sein. Gemeinsam mit dem Literaturhaus Basel und dem Theater Basel gestalten wir zwei Literaturabende, für die wir eigens neue Texte übersetzt und weitere afrikanische Autoren aus der deutschsprachigen Schweiz dazu geladen haben. Mit dabei sein werden: Jùmọké Bọlanle Adéyanju (Nigeria/Berlin), Mohomodou Houssouba (Mali/Basel), Steve Mekoudja (Kamerun/Berlin), Fistan Mwanza Mujila (Kongo/Graz), Goitseone Montosho (Südafrika/Berlin), Wilfried N’Sondé (Kongo/Berlin/Paris/Bern) und Henri-Michel Yéré (Elfenbeinküste/Basel). Die Autoren werden vorgestellt und lesen – bzw. performen – Auszüge aus ihren Originaltexten, bekannte Baseler Schauspieler werden die deutschen Übersetzungen lesen. Moderiert werden die Abende von der Literaturwissenschaftlerin Acele Nadale (Kamerun/Berlin) und Martin Jankowski (Autor, Berliner Literarische Aktion).
Wir freuen uns auf diesen interessanten Export unserer Stadtsprachen-Idee und bedanken uns bei den Festivalmachern Livia Rutishauser und Benjamin Füglister von IMAGE AFRIQUE im Namen der Autoren sehr herzlich für die Einladung.


Zíngano liest

23. März, 15:57 Uhr - Blog - Joey Bahlsen

Érica Zíngano liest ihr Gedicht: „histórico / para solicitar uma placa / ontem / terça-feira, 31 de maio de 2016 “ mit Rafael Mantovani und Luísa Nóbrega. Demnächst ist Zíngano bei unserem Parataxe Symposium (I) Puerto Berlín im LCB zu sehen.

Gedicht in Hommage an Dora Barcelos

Übersetzt von Timo Berger und Odile Kennel

Lesung mit:
Rafael Mantovani
Luísa Nóbrega
Érica Zíngano

“stadtPOESIE / ciudadPOESÍA / cidadePOESIA“
10 JAHRE LATINALE

Projekt organisiert von Timo Berger

STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen

Instituto Cervantes Berlin, 29. Oktober 2016

Das Video wurde vom Kollektiv Dunckerstraße aufgenommen.


Stadtsprachen of London …?

10. März, 13:35 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Martin Jankowski schreibt anlässlich der London Bookfair (14-16 März 2017) und auf Einladung des britischen International Literature Showcase (ILS) von British Council und Writers‘ Centre Norwich über die Stadtsprachen Berlins und anderer Großstädte: THE LANGUAGES OF BERLIN.


Stadtsprachen wird Magazin – und präsentiert PARATAXE

17. Februar, 10:18 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Ab Frühjahr 2017 wird aus der STADTSPRACHEN Webseite ein multilinguales Literaturmagazin der Berliner Gegenwartsliteratur. Über 100 bedeutende Berliner Autoren werden mit ihren Texten (auch in deutscher Übertragung und ggf. anderen Sprachen) vorgestellt. Und laufend kommen neue hinzu. Das Stadtsprachen Magazin wird vorerst als vierteljährliches Online-Magazin erscheinen, der erste Release ist für April 2017 avisiert. (Die Redaktion besteht derzeit aus Birger Hoyer und Joey Bahlsen und ist jederzeit erreichbar unter: info@stadtsprachen.de)

DENN 2017 und 2018 führen das STADTSPRACHEN magazin und die Berliner Literarische Aktion das Konzept als Veranstaltungsreihe PARATAXE mit stadtweiten Aktionen, Veranstaltungen und Symposien  weiter, um die Geschichte und Gegenwart der vielsprachigen Literatur der deutschen Hauptstadt angemessen zu erkunden und zu präsentieren.

stadtsprachen präsentiert:
PARATAXE  – die Termine 2017

Mo, 13.2. 2017, 20 Uhr, Lettrétage: Stadtsprachen wird PARATAXE.

Di, 11. April, 20 Uhr, English Theater Berlin: PARATAXE 2.

Fr, 19. Mai, 10-22 Uhr, LCB: Symposium PUERTO BERLIN

Do, 8. Juni, 20 Uhr, PANDA Theater: PARATAXE 3.

Sa, 16. September, 20 Uhr, ausland: PARATAXE 4.

Mi, 25. Oktober, 20 Uhr, Brotfabrik: PARATAXE 5.

Do, 23. November, 10-22 Uhr, LCB: Symposium (Osteuropa)

Fr, 8. Dezember, 20 Uhr, Theater o.N.: PARATAXE 6.

PARATAXE (2017/18) wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und unterstützt durch das Literarische Colloquium Berlin.

Blog

2017 = Berlins internationale Literaturszenen

16. Januar, 15:11 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Wie geht es weiter mit den Berliner STADTSPRACHEN? Wir laden ein zum offenen Forum der polylingualen Autoren Berlins mit neuesten Infos und Gesprächen zur Fortführung des Berliner Programms der literarischen Vielsprachigkeit! Zu Gast u.a. Jürgen J. Becker und Claudia Schütze vom Projekt „Based in Berlin“. Mit literarischen Beiträgen in fremden Sprachen. Gastgeber Martin Jankowski (Projektleiter Parataxe). Eintritt frei! Am MONTAG, den 13. Februar um 20 Uhr in der Lettrétage (Mehringdamm 61, HH/EG). Wir freuen uns auf Euch!


3. Pressemitteilung, 07.11.2016

7. November, 10:25 Uhr - Pressemitteilung - Anna Giannessi

Pressemitteilung 

Berlin, 07.11.2016
STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen feierte die Vielfalt der Berliner Gegenwartsliteratur

Mehr als 100 Berliner Autor*innen, Übersetzer*innen und Kulturschaffende aus 36 Ländern mit 42 verschiedene Sprachen, 30 literarischen Veranstaltungen in unterschiedlichsten Formaten und fast 2000 Besucher: Das Literaturfestival STADTSPRACHEN feierte zehn Tage lang die Multilingualität und Vielfalt der Berliner Gegenwartsliteratur. Vom 28. Oktober bis 6. November lud das Festival mit Performances, Workshops, Lesungen und Diskussionen zur Entdeckungsreise durch die internationale Literaturszene der Stadt und zum interkulturellen Austausch mit Dichter*innen aus aller Welt. Im Fokus von STADTSPRACHEN standen in Berlin lebende Schriftsteller*innen, die ihre Texte nicht auf Deutsch verfassen, sowie die Veranstaltungsorte und ungewöhnlichen literarischen Formate der freien Literaturszene Berlins.
Die gestrige Abschlussveranstaltung lockte zahlreiche Autoren und Literaturfreunde ins ehemalige Stummfilmkino Gustav-Adolf-Straße 2 und bot unter dem Motto »STADTSPRACHEN EXPRESSIONAL« spoken word poetry von Lady Gaby (Australien), Videos & Poesie von Federico Federici (Italien) sowie eine Techno Noise Poetry Performance von Elsye Suquilanda (Ecuador) und Aitokaiku (Finnland) an ungewöhnlichem Ort. Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals gehörten u.a. der literarische Auftakt mit der diesjährigen Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, deren bemerkenswerte und bejubelte Rede das Festival inzwischen auf der Webseite www.stadtsprachen.de veröffentlicht hat, sowie die tägliche Diskursreihe des Festivals und das abschließende Autorenforum POLYLINGUALE.

 

»Trotz des großen Erfolgs und des überaus positiven Echos gerade auch unter den Autoren dieser Stadt haben wir nicht vor, die STADTSPRACHEN nun als jährliches Festival in dieser Form zu wiederholen. Wir werden uns künftig jedoch mit verschiedensten Konzeptveranstaltungen und Projekten dafür einsetzen, das Bewusstsein der Berliner für die vielsprachige Gegenwartsliteratur ihrer Stadt weiter zu schärfen«, so Martin Jankowski, der das Festival gemeinsam mit anderen Aktivisten des Netzwerks Freie Literaturszene Berlin e.V. ins Leben gerufen hat. Für die kommenden Jahre plant das Netzwerk weitere Aktionen, die die Vielfalt der Sprachen und die experimentellen Formate der Berliner Literaturlandschaft fördern, um der vielsprachigen Berliner Gegenwartsliteratur im kulturellen Alltag Berlins einen angemessenen Platz zu sichern.
STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins wurde initiiert von alba. Lateinamerika lesen e.V., ausland, Berliner Literarische Aktion, KOOK e.V., La mer gelée, Latinale, Lettrétage, mikrotext, SAND und The Reader Berlin.

 

Pressekontakt:
Anna Giannessi (Pressereferentin)
presse@stadtsprachen.de
STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins
c/o Berliner Literarische Aktion, Kastanienallee 2, 10435 Berlin
Tel.: 030 – 53 15 59 63

Martin Jankowski (Projektleiter)
programm@stadtsprachen.de
STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins
c/o Berliner Literarische Aktion, Kastanienallee 2, 10435 Berlin
Tel.: 030 – 53 15 59 63

 

Download Pressemitteilung 07-11-2016


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