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Editorial no. 3

15 septiembre, 13:00 - Blog - Joey Bahlsen

Disculpa, pero esta entrada está disponible sólo en Alemán y Inglés Estadounidense.

Die Erzählungen und Gedichte, die wir für unsere dritte Ausgabe gesammelt, bearbeitet und übersetzt haben, scheinen wenig gemeinsam zu haben. 25 Texte von 24 Autoren (und 21 verschiedenen Übersetzern) in mehr als 10 Sprachen. Sie sind politisch und poetisch, mystisch und schelmisch, vage und spezifisch. Sie besitzen alle oder keine dieser Eigenschaften.

Wir haben Geschichten von blühenden und verwelkenden Sachen gesammelt. Blühender Hibiskus, schwärmende Wunderblumen durchweben die Zeilen und Absätze unserer neuesten Magazinausgabe. Flüssige Geschichten, die verschütten, beflecken, spritzen, sprudeln, verhüllen und aufklaren. Gedichte, die verwirren, Gedichte, die beleuchten und auflösen.

Was die Texte verbindet, ist die Verschiedenheit der Stimmen. Jede anders anders als die andern. Mit je eigenem Duft, wenn man so will.

Idealerweise, darum waren wir bemüht, sollen diese einzigartigen Stimmen das ästhetische Gewissen der Literaturstadt Berlin verkörpern.

 

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redaktion stadtsprachen magazin

 


GRANTS for “non-German” Berlin-based authors …

22 agosto, 20:35 - Blog - Martin Jankowski

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GOOD NEWS: Dear friends of STADTSPRACHEN, PARATAXE & Co: For the first time the senate of Berlin tenders grants for officially Berlin-based (fiction) authors of “non-German” languages (meaning: other languages than German) for 2018.

They offer six annual grants for professional literary writers of up to 24,000,- € (12 x 2000,- €).  This is a great chance for all of you with grand plans and great literary skills. And it is the long-awaited result of our long struggle for equal rights for all the languages Berlin writes in.

Application form and exposé must be given in German language, the extract of the manuscript can be in ANY language! Details see link below. Fun fact: The Berlin senate of culture published the official text with a download link of the detailed conditions in German HERE and now also IN ENGLISH. Deadline is Oct 19 until 6 pm latest.

In case you need support and advice for your application or the application process, please send us your questions via e-mail or try to appoint a counseling interview with our office via info@stadtsprachen.de


VIMU

9 agosto, 16:00 - Blog - Joey Bahlsen

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Stadtsprachen-friends Elsye Suquilanda and Jarno Eerola introduce the new iOS app VIMU.

In their own words:

“Vimu is a free video app for iOS that translates the camera view into music.

You can record 16 second videos with music included and share them instantly on Facebook and Twitter.

Vimu has three visual filters (black and white, old school and alien).

Vimu detects the mood of the scene and creates unique music free for you to share anywhere!

You don’t need to narrate or edit your videos with Vimu – they are as good as they can get, ready for exposure!

You can create musical flyers or promotions of your performance and events. You can make videos of you working and it will sound great! You can easily get creative and come up with new stories to catch your audience.”

VIMU on Itunes
How to use VIMU

 

filmed at the PARATAXE presentation on the 8th of june 2017


Puerto Berlín, dokumentiert

14 julio, 10:32 - Blog - Joey Bahlsen

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Die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen einst und jetzt wurde am 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium I “Puerto Berlín” im LCB mit fast dreißig Autoren und wissenschaftlichen Experten sowie mehr als siebzig interessierten Besuchern aus verschiedensten Blickwinkeln erstmals überhaupt dargestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Berliner Literarische Aktion, das Literarische Colloquium Berlin und das Webportal Literaturport unter der Leitung der Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte von der Latinale präsentierten erstmalig einen vielstimmigen Tag lang Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin. Links zu den aufschlussreichsten Beiträgen und Ergebnissen des Symposiums finden sich ab sofort als Texte, Videos oder Audioaufnahmen (ggf. auch mehrsprachig) in unserer Programmdokumentation. Hochinteressant beispielsweise die Keynote von Patricia Cerda über die Geschichte der chilenischen Exilautoren in Berlin Ost wie West, die Panel-Beiträge von Susanne Klengel und Monika Walter oder auch Ricardo Domenecks im abendlichen Lesungsgespräch ausgeführte These, dass Lateinamerika eine europäische Fiktion sei, die es so in der Realität gar nicht gäbe.

Bitte beachten: Die deutschen Versionen einiger Beiträge, die derzeit noch nicht verlinkt sind, werden zunächst als Prints in der Septemberausgabe 2017 der Zeitschrift  Sprache im Technischen Zeitalter erscheinen (und zu gegebener Zeit ebenfalls verlinkt). Dennoch können alle Beiträge des Symposiums ab sofort vollständig als Audioaufnahmen nachgehört werden, unter den bei uns (s.o.) dokumentierten Audiolinks finden sich die einzelne Programmabschnitte jeweils so aufgeführt, dass man sich bestimmte Passagen ggf. auch heraussuchen kann.

Die Ergebnisse unserer Parataxe Symposien werden demnächst zudem auch auf writers@berlin dargestellt, dem neuen Bereich des LCB-Webportals Literaturport, unserem Parataxe-Kooperationspartner.


Milenko Goranovič liest aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”

3 julio, 13:47 - Blog - Joey Bahlsen

Milenko Goranovič liest in dem Berliner Buchladen ‘Another Country’ aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”. Violin played by Leo Clemens. Camera and editing by Graham Hains.


Editorial no. 2

14 junio, 20:00 - Blog - Birger Hoyer

¿Qué constituye la fascinación de la ciudad literaria de Berlín? ¿Qué atrae las literaturas del mundo entero? La edición nueva de la revista stadtsprachen magazin examina esta y otras preguntas. 25 autores escriben sobre y de Berlín; en español, inglés, francés, alemán, árabe, bosnio, portugués, italiano y polaco, entre otros. La literatura contemporánea alemana no se reduce a alemán de ningún modo. Berlín es la ciudad de la plentitud de idiomas y culturas. Eso se muestra en las consiguientes poemas, cuentos, extractos de novelas, no ficción y ilustraciones. Muchos de los textos son primeras publicaciones, las traducciones en particular.

La luz de los idiomas ilumina los contornos obscuros del paisaje urbano de Berlín y da vida a las historias de la ciudad. En la revista stadtsprachen, la poesía de la traducción se presenta de manera nueva, los márgenes entre textos originales y traducidos se desvanecen. Los idiomas del mundo brotan de cada angular, cada rasgón en el asfalto, forman aglutinadamente un reservorio literario de lo cual los autores pueden sacar ideas. En su eufonía lingüística, la lectura de la revista stadtsprachen es parecida a un paseo por la ciudad Berlín.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
editorial stadtsprachen magazin

 


Dämonen der Poesie

9 junio, 14:30 - Blog - Martin Jankowski

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Am kommenden Mittwoch, den 14. Juni 2017, gibt es die einmalige Gelegenheit, eine der erstaunlichsten lyrischen Traditionen unseres Planeten kennenzulernen: Der balinesische Dichter-Brahmane SAMAR GANTANG kommt in Begleitung von Indonesiens wichtigster Gegenwartslyrikerin, DOROTHEA ROSA HERLIANY, für einen Abend nach Berlin, wo wir die beiden Poeten und ihre ungewöhnlichen Werke ab 20 Uhr bei freiem Eintritt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vorstellen: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens
.. Besonders die Vortragskunst von Samar Gantang dürfte für alle, die noch nie bei einer balinesischen Lesung oder Zeremonie dabei waren, etwas beeindruckend Neues und Ungewöhnliches sein. Er beherrscht die Kunst der balinesischen Mantra-Chanten, Modre genannt und ist dafür vor allem auf Bali und Java populär: Sprituelle balinesisch-hinduistische Tradition trifft hier auf postmoderne Dichtkunst und extatische Beat-Poetry-Techniken. Obwohl sehr spektakulär, sind seine Auftritte, die tief in der balinesischen Tradition verwurzelt sind, nicht ursprünglich für die Bühne entworfen, sondern gewissermaßen spirituelle Akte: Die Balinesen und vor allem ihre spirituellen Führer halten einen Dialog mit bösen und guten Geistern gleichermaßen sowie mit der Außenwelt und dem spirituellen Bereich. Die Mischung aus Gebet und Dialog soll für den Menschen eine reinigende Wirkung haben. Gantang hat viele Poesiebände und Kurzgeschichten in Balinesisch und Indonesisch veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Um seine Bedeutung zu ehren, hat der staatliche Fernsehsender Balis TVRI ein spezielles Programm für ihn eingerichtet, genannt Gatra Bali, in dem er täglich eines seiner Gedichte für „fünf Minuten jeden Tag“ vorträgt. Erstmals überhaupt ist Samar Gantang in Berlin zu Gast, eigens für seinen Besuch liegen auch deutsche Übertragungen seiner ungewöhnlichen Poesie vor.
.. Auch die Gedichte von DOROTHEA ROSA HERLIANY haben es in sich: Vielfach preisgekrönt, widmet sich diese Dichterin vor allem weiblichen Themen und hat mit ihrer wenig romantischen, eindringlichen Lyrik Maßstäbe für die Dichtkunst Südostasiens gesetzt: Nachzulesen in den hervorragenden Übersetzungen ihrer Gedichte im Band “Hochzeit der Messer” (übersetzt von Brigitte Oleschinski und Ulrike Draesner), aus denen an diesem Abend zweisprachig gelesen wird.

Ein mehrsprachiger Abend mit Performance, Lesung und Gesprächen – mit Übersetzung. Eintritt frei! Selamat datang – herzlich willkommen!


Parataxe presentación

31 mayo, 12:00 - Blog - Theresa Rüger

Un „teatro no solamente russo“ como lugar, la poesía de una fundadora colombiana de la primera banda de salsa de mujeres en Berlín, y un cuento de un hijo de padres ecuatorianos e irlandeses nacido en Canadá – en el marco del lanzamiento de la segunda edición de la revista stadtsprachen magazin, Parataxe – las escenas internacionales de Belín invita en esta ocasion al teatro PANDA: El jueves, 8 de junio 2017 a las 20.00 horas, Sonia Solarte Orejuela e Ian Orti leen sus textos en los idiomas originales, así como traducciones alemanas preparadas exclusivamente para esta ocasión. En un ambiente familiar, dan respuesta a preguntas sobre su trabajo literario y sus experiencias personales como autores en Berlín, en conjunto con sus traductores, Christiane Quandt (Sonia S.) y Joey Bahlsen (Ian O.). Martin Jankowski, autor y director del proyecto Parataxe, moderará la noche (alemán, inglés, español) con sorpresas – y con traducciones.

Los poemas de Solarte Orejuela, publicados y premiados en muchas ocasiones rebosan de energia. Para la colombiana el ritmo constituye una característica fundamental de sus textos. Desde siempre el lazo entre la palabra y la musica ha sido su fuerte.                                                                                                    

Ian Orti escribe porque no puede sino escribir – y lo que ha escrito le ha aportado premios así como reconocimiento para su estilo fascinante – y también comparaciónes con nombres como Ondaatje y Cohen. La linealidad desempeña un papel subordinado en sus mundos complejos, de carácter imaginativo y laberíntico. Los cuentos breves de Orti fueron publicados en varias revistas norteamericanas y europeas – y ahora son disponibles por primera vez en alemán, durante la noche Parataxe y en la revista stadtsprachen.

Queridos amigos, sean cordialmente invitados! Estos textos son definitivamente una emocionante novedad y los autores un verdadero descubrimiento…


Am Freitag im LCB …

23 mayo, 15:47 - Blog - Joey Bahlsen

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© Graham Hains

Gibt es Lateinamerika überhaupt? Wie diskutiert man die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen, ohne sie auf ihre Herkunft zu reduzieren? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Freitag, den 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium “Puerto Berlín” im LCB ausgiebig beleuchtet. Mehr als siebzig Besucher und fast dreißig aktive Teilnehmer trugen erstmals systematisch zusammen, was Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin bedeuten.

Wunderschöne, gelassene Stimmung hatten wir am sonnigen Wannsee: Es wurde diskutiert, gelacht und gelernt, zwischendurch gab es leckere Empanadas zur Stärkung (dank Ramon Cuello alias Pichi). Sogar das Wetter war irgendwie lateinamerikanisch. Das Who’s Who der Lateinamerikanistik verschiedenster Generationen fand sich unter einem Dach ein, dazu die unterschiedlichsten Berliner Autor*innen spanischer und portugiesischer Sprache. Ein reger Austausch entstand von morgens bis abends, sowohl in den Panels als auch am Rande der offiziellen Gespräche – auf der Terrasse, am Büchertisch (Andenbuch) im schattigen Foyer oder auch auf den frühlingsgrünen Wiesenhängen zum Wannsee hin. (Fotos von Graham Hains.)

Die chilenische Autorin Patricia Cerda aus Berlin referierte zum Thema der lateinamerikanischen Literatur des Booms, der 60er und 70er in Ost und West. Später folgten die Literaturwissenschaftlerinnen Monika Walter (Ostberlin) und Susanne Klengel (Westberlin) sowie Herausgeber Jorge Locane (Argentinien) und Verleger Juan Sanz (Spanien) mit Beiträgen in Spanisch und Deutsch, sowie eine doppelbödige (und bilinguale) Poesie-Intervention der brasilianischen Berlinerin Érica Zíngano. Zwischendurch bereicherten Videobeiträge von Michi Strausfeld, Berthold Zilly und Ethel Barja das Programm mit fundierten Auskünften und Berichten. Die argentinische Berlinerin Esther Andradi brachte ihre Sicht ein und die Redakteure des Magazins “Alba – Lateinamerika lesen” zeichneten ein differenziertes Bild der Berliner Lateinamerikaszene von heute.

Auf der abendlichen Lesung las der Brasilianer Ricardo Domeneck aus seinen Gedichten, die Chilenin Patricia Cerda aus ihrem noch unveröffentlichten Roman “Luz en Berlín” und die vielfach preisgekrönte Argentinierin Samanta Schweblin stellte ihren im Herbst erscheinenden neuen Erzählungsband vor. Die deutschen Übersetzungen der Texte wurden mit beeindruckendem Verve performt von Schauspieler Denis Abrahams.

Alle Beiträge des Puerto Berlín wird man demnächst hier bei uns auch online nachlesen, nachsehen und nachhören können; alle Beitragenden werden in unserem WHO?-Lexikon (siehe button in der Kopfleiste) ausführlich mehrsprachig vorgestellt. Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich bei allen Mitwirkenden und Unterstützern für dieses rundum gelungene, ergebnisreiche Symposium  – vor allem auch bei unseren Fachkuratoren Rike Bolte und Timo Berger (von der Latinale) sowie dem wunderbaren Team des LCB mit Jürgen Becker, Marie Schöck & Co! Und natürlich bei den Parataxe-Förderern der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

***

Weiter geht es mit der Parataxe am 8. Juni mit Ian Orti und Sonia Solarte um 20 Uhr im Panda Theater! (Siehe hier.)

Außerdem präsentieren die Nächte des Ramadan & Berliner Literarische Aktion e.V. am 14. Juni um 20 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei gemeinsam einen PARATAXE Weltliteratursalon extra: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens mit Dorothea Rosa Herliany und Samar Gantang.

Am 23. und 24. Juni ist Stadtsprachen Afroberlin dann zu Gast in der Schweiz beim Image Afrique Festival in Basel! Unter anderem mit Henri-Michel Yéré, Steve Mekoudja und Wilfried N’Sondé. Eintritt frei! Moderationen: Acèle Nadale und Martin Jankowski.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Autor*innen auf unserer Terminseite.

Gerne veröffentlichen wir multilinguale literarische Berliner Termine.
Schickt sie uns an info@stadtsprachen.de !


PUERTO BERLÍN – die lateinamerikanischen Autor*innen Berlins

9 mayo, 10:33 - Blog - Martin Jankowski

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Im Rahmen unseres Projektes PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins findet am Freitag, den 19. Mai 2017 einmalig das Symposium “Puerto Berlín – Lateinamerikanische Autor*innen in Berlin” statt. Das Literarische Colloquium Berlin, Literaturport, die Berliner Literarische Aktion und die Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte präsentieren Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur Berlins. Keine Teilnahmegebühr, um Anmeldung wird gebeten unter: mail@lcb.de ! (Mittags und abends sind Pausen mit einem Imbissangebot  vorgesehen. Eintritt zur abendlichen Lesung: 8/5 €.)

>> Ab 10.30 Uhr setzen sich im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin) zahlreiche Wissenschaftler*innen, Autor*innen und Übersetzer*innen mit den Themen Exil, Migration und Literatur zwischen Lateinamerika und Berlin auseinander:

DAS detaillierte TAGESPROGRAMM FINDET SICH: HIER!

Um 20.00 Uhr findet abschließend die multimediale, mehrsprachige Lesung Briefe an die Amphibien statt: Rike Bolte und Timo Berger fassen die Beiträge und Diskussionen des Tages zusammen. Dann lesen zweisprachig: Ricardo Domeneck (Brasilien/Berlin), Samanta Schweblin (Argentinien/Berlin) und Patricia Cerda (Chile/Berlin). Durch den Abend führt Tobias Kraft (AdW/BB). Dazu werden Berlin-Poetryfilme lateinamerikanischer Dichter*innen gezeigt.

HERZLICH WILLKOMMEN.

***

PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarische Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Parataxe Symposien finden in Kooperation mit dem LCB und Literaturport statt.

 


Editorial

7 abril, 10:36 - Blog - Joey Bahlsen

Berlín es la ciudad de varios idiomas e historias. Un suspenso literario, ya retomado por Isherwood y Nabakov, comparable con la Praga de Kafka, el Dublín de Joyce y la Lisboa de Pessoa, ronda por las calles de Berlín. Durante siglos, esta ciudad ha constituido una patria de gente hablando una multitud de idiomas además del alemán. La literatura multilingüe del presente de Berlín, esta polifonía única, ahora es valorizada públicamente por la revista literaria stadtsprachen. Una revista que sirve para capturar y celebrar el sentimiento especial de Berlín.

Es un objetivo presentar las diferentes escenas literarias de lenguas diferentes de la ciudad y estabelecer un diálogo entre ellas. Es también una tentativa de pagar tributo al paisaje urbano de Berlín constantemente en transformación: una ciudad, en la cual se hablan más lenguas que el alemán e inglés, desde los orígines. Es una ciudad que es ambivalente y diversa. Otras lenguas constituyen la entrada a otras culturas, a otro mundo.

Es el arte de la lengua (y lenguas) lo principal a ser tratada en la stadtsprachen magazin. Es elemental exponer a la luz del público los individuos multilingües del mundo literario berlinense que hace ya mucho tiempo enriquecen literariamente la ciudad con su prosa, sus poemas, traducciones y mundo editorial. Una revista que liga todas las fibras multilingües del hervidero que es Berlín. Ligazónes literarias son estabelecidas y conservadas. Berlín se conoce a si mismo. Celebra su diversidad literaria. En la stadtsprachen magazin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redacción de la stadtsprachen magazin


alba – una revista literaria internacional de Berlín

4 abril, 13:33 - Blog - Martin Jankowski

La revista literaria alba.lateinamerika lesen está celebrando la publicación de su décimo número, razón suficiente para preguntar a nuestras compañeras – expertas en literatura contemporánea, sobre todo de Latinoamérica – acerca de su trabajo.

 

-¿Cómo se fundó la revista alba? ¿Cuál es la idea central del proyecto?

 

alba.lateinamerika lesen se fundó en el año 2011 gracias a la revista homóloga de París. El objetivo de ambas – así como el de alba Londres y alba Pekín – es sondear las literaturas de América Latina y darle visibilidad en otros espacios lingüísticos. Lxs redactorxs de alba en Berlín, que entretanto nos hemos registrado como asociación sin fines de lucro, investigamos los mercados editoriales de América Latina – especialmente los que están fuera del mainstream – en busca de textos literarios actuales de gran valor y en busca también de autorxs que puedan volverse más visibles en un futuro próximo. Además de poesía y prosa latinoamericanas, la revista incluye secciones de ensayos sobre cuestiones específicas – por ejemplo sobre figuras que desarrollan una labor importante de mediación entre ambos hemisferios, sobre movimientos de vanguardia o sobre autorxs y grupos literarios injustamente olvidados. Lo especial de la revista es que todos los textos se publican en su lengua original acompañados de una traducción al alemán. Vienen además ilustrados por artistas latinoamericanxs, inspiradxs por los propios textos. Junto a la publicación de la revista desarrollamos una intensa actividad de difusión cultural: organizamos performances, lecturas y talleres de traducción con autorxs de América Latina; generamos contactos que les permiten venir a Berlín (algunxs se quedan aquí) y ya hemos curado una exposición con ilustraciones de alba; presentamos además la revista en las Ferias del libro de Frankfurt y Leipzig; mantenemos un intenso contacto con autorxs, instituciones culturales y editoriales independientes, tanto en Berlín como en América Latina, y seguimos de cerca el acontecer literario.

 

– ¿Quién hace alba y cómo se financia la revista?

 

alba vive gracias a la iniciativa voluntaria de la redacción, compuesta por filólogas, juristas, traductorxs, diseñadoras gráficas, y por entusiastas de América Latina, así como de nuestrxs autorxs, traductorxs, ilustradorxs y otrxs colaboradorxs externxs. Como asociación sin fines de lucro, alba.lateinamerika lesen e.V. obtiene la mayor parte de su presupuesto de patrocinadores como las embajadas latinoamericanas y otras instituciones; sólo en menor medida nos financiamos con subscripciones y aportaciones de miembros de la asociación. En estos momentos estamos buscando posibilidades de financiación más constantes y a largo plazo.

 

– ¿Qué relevancia tienen las traducciones en alba.lateinamerika lesen?

 

Por un lado, alba tiene una sección dedicada a la traducción como práctica cultural, que rinde homenaje a importantes traductorxs y donde tienen cabida ensayos sobre la traducción. Por otro lado está nuestra permanente labor como traductorxs: nuestras lecturas son en su mayoría bilingües, nuestra página web es en parte incluso trilingüe y la propia revista contiene textos en cuatro idiomas cuando publicamos a autorxs indígenas. Sin este énfasis en la práctica de la traducción, la revista apenas tendría sentido. alba se dirige en primer lugar al público de lengua alemana, pero hay también muchxs latinoamericanxs en Berlín y en toda Alemania a quienes la revista puede proporcionar una buena visión de conjunto del panorama literario actual.

 

– ¿Qué descubrimientos ha aportado alba al ámbito de lengua alemana?

 

alba ha tenido la oportunidad de sacar a la luz muchos textos inéditos de autorxs excepcionalxs en prosa y poesía, como sucedió con varios poemas del colombiano Tomás González o un relato hasta entonces inédito de Cristina Peri Rossi, la Grande Dame de la prosa feminista en América Latina. Por la revista han pasado muchxs de lxs jóvenxs autorxs en alza, que con el paso del tiempo son cada vez más reconocidxs y galardonadxs también en Berlín y en Alemania, entre ellxs Luis Cháves, Nona Fernández, Andrea Jeftanovic, Valeria Luiselli o Samanta Schweblin.

 

¿Cuál es la situación de la literatura latinoamericana en Berlín?

 

En general, Berlín tiene una escena literaria amplia y diversa, incluso en lenguas aparte del alemán. Aquí viven muchxs latinoamericanxs, entre las que hay muchxs escritorxs. Berlín es, además, un destino muy solicitado por investigadorxs de doctorado y becarixs del DAAD u otras instituciones procedentes de todo el mundo: muchxs vienen aquí a terminar su proyecto de investigación y luego se quedan; otrxs, por decirlo así, están de paso: se quedan aquí un semestre, un año o un par de meses, aparecen en alguna que otra lectura y por lo demás son prácticamente invisibles. Pero también hay quienes fundan una revista como alba, o quienes al llegar aquí logran desarrollar realmente el proyecto de su obra poética, como es el caso del argentino Cristian Forte. En este contexto, los lugares de referencia “oficiales” para investigadorxs de América Latina son el Instituto Ibero-Americano (IAI) con su biblioteca extraordinariamente dotada en el ámbito ibérico y latino además del Instituto de Estudios Latinoamericans de la Freie Universität Berlin. Por otro lado, hay muchas instituciones más o menos “underground”, que forman parte de la escena cultural latinoamericana y ofrecen otro tipo de espacios. Entre ellas está el festival móvil de poesía Latinale, que fue el primero en ofrecer un escenario a figuras como Ricardo Domeneck, Alan Mills o el ya mencionado Cristian Forte. Hay también muchos bares que organizan actividades culturales, además del maravilloso Lettrétage, y existe, finalmente, nuestra revista.

 

– Se ha publicado recientemente el décimo número de alba ¿A qué temas está dedicada esta nueva entrega?

 

alba10 se enmarca en el Año Dual México-Alemania y hemos podido publicarla gracias a la ayuda de la Embajada de México en Berlín. México tiene un papel central en este número, aunque no exclusivo, como ya sucedió con alba04 (América central y el Caribe), alba05 (Brasil) y alba08 (Chile). Para esta entrega hemos podido conseguir autorxs importantes como Yuri Herrera y Guadalupe Nettel, galardonadxs con el premio Anna Seghers en 2016 y 2009 respectivamente; también a las poetas Rocío Cerón, Maricela Guerrero, Paula Abramo y Xitlalitl Rodríguez Mendoza. Están presentes, además, el mexicano Ignacio Padilla, miembro del grupo literario “Crack” y fallecido trágicamente en 2016, así como la renombrada autora Ana García Bergua. Como siempre, los textos han sido cuidadosamente seleccionados y trasladan a lxs lectorxs a otros mundos, desdibujando parcialmente realidad y percepción. Algunos perturban o quiebran las superficies, remiten a lo animal, nos ponen un espejo delante o explicitan la relación entre literatura y cuerpo, literatura y realidad. Todos tienen algo especial que nuestrxs lectorxs podrán disfrutar.

 

Muchas gracias a la redacción de alba – ¡les deseamos lo mejor en los próximos diez números!

 

***

www.albamagazin.de

http://www.albamagazin.de/archivo.php


stadtsprachen EXPORT = AFROBERLIN zu Gast in Basel

30 marzo, 16:35 - Blog - Martin Jankowski

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Am 23. und 24. Juni 2017 wird das Stadtsprachen-Programm “Afroberlin” für zwei Abende zu Gast beim IMAGE AFRIQUE Festival in Basel sein. Gemeinsam mit dem Literaturhaus Basel und dem Theater Basel gestalten wir zwei Literaturabende, für die wir eigens neue Texte übersetzt und weitere afrikanische Autoren aus der deutschsprachigen Schweiz dazu geladen haben. Mit dabei sein werden: Jùmọké Bọlanle Adéyanju (Nigeria/Berlin), Mohomodou Houssouba (Mali/Basel), Steve Mekoudja (Kamerun/Berlin), Fistan Mwanza Mujila (Kongo/Graz), Goitseone Montosho (Südafrika/Berlin), Wilfried N’Sondé (Kongo/Berlin/Paris/Bern) und Henri-Michel Yéré (Elfenbeinküste/Basel). Die Autoren werden vorgestellt und lesen – bzw. performen – Auszüge aus ihren Originaltexten, bekannte Baseler Schauspieler werden die deutschen Übersetzungen lesen. Moderiert werden die Abende von der Literaturwissenschaftlerin Acele Nadale (Kamerun/Berlin) und Martin Jankowski (Autor, Berliner Literarische Aktion).
Wir freuen uns auf diesen interessanten Export unserer Stadtsprachen-Idee und bedanken uns bei den Festivalmachern Livia Rutishauser und Benjamin Füglister von IMAGE AFRIQUE im Namen der Autoren sehr herzlich für die Einladung.


Zíngano liest

23 marzo, 15:57 - Blog - Joey Bahlsen

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Érica Zíngano liest ihr Gedicht: “histórico / para solicitar uma placa / ontem / terça-feira, 31 de maio de 2016 ” mit Rafael Mantovani und Luísa Nóbrega. Demnächst ist Zíngano bei unserem Parataxe Symposium (I) Puerto Berlín im LCB zu sehen.

Gedicht in Hommage an Dora Barcelos

Übersetzt von Timo Berger und Odile Kennel

Lesung mit:
Rafael Mantovani
Luísa Nóbrega
Érica Zíngano

“stadtPOESIE / ciudadPOESÍA / cidadePOESIA”
10 JAHRE LATINALE

Projekt organisiert von Timo Berger

STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen

Instituto Cervantes Berlin, 29. Oktober 2016

Das Video wurde vom Kollektiv Dunckerstraße aufgenommen.


Stadtsprachen of London …?

10 marzo, 13:35 - Blog - Martin Jankowski

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Martin Jankowski schreibt anlässlich der London Bookfair (14-16 März 2017) und auf Einladung des britischen International Literature Showcase (ILS) von British Council und Writers’ Centre Norwich über die Stadtsprachen Berlins und anderer Großstädte: THE LANGUAGES OF BERLIN.


Stadtsprachen wird Magazin – und präsentiert PARATAXE

17 febrero, 10:18 - Blog - Martin Jankowski

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Ab Frühjahr 2017 wird aus der STADTSPRACHEN Webseite ein multilinguales Literaturmagazin der Berliner Gegenwartsliteratur. Über 100 bedeutende Berliner Autoren werden mit ihren Texten (auch in deutscher Übertragung und ggf. anderen Sprachen) vorgestellt. Und laufend kommen neue hinzu. Das Stadtsprachen Magazin wird vorerst als vierteljährliches Online-Magazin erscheinen, der erste Release ist für April 2017 avisiert. (Die Redaktion besteht derzeit aus Birger Hoyer und Joey Bahlsen und ist jederzeit erreichbar unter: info@stadtsprachen.de)

DENN 2017 und 2018 führen das STADTSPRACHEN magazin und die Berliner Literarische Aktion das Konzept als Veranstaltungsreihe PARATAXE mit stadtweiten Aktionen, Veranstaltungen und Symposien  weiter, um die Geschichte und Gegenwart der vielsprachigen Literatur der deutschen Hauptstadt angemessen zu erkunden und zu präsentieren.

stadtsprachen präsentiert:
PARATAXE  – die Termine 2017

Mo, 13.2. 2017, 20 Uhr, Lettrétage: Stadtsprachen wird PARATAXE.

Di, 11. April, 20 Uhr, English Theater Berlin: PARATAXE 2.

Fr, 19. Mai, 10-22 Uhr, LCB: Symposium PUERTO BERLIN

Do, 8. Juni, 20 Uhr, PANDA Theater: PARATAXE 3.

Sa, 16. September, 20 Uhr, ausland: PARATAXE 4.

Mi, 25. Oktober, 20 Uhr, Brotfabrik: PARATAXE 5.

Do, 23. November, 10-22 Uhr, LCB: Symposium (Osteuropa)

Fr, 8. Dezember, 20 Uhr, Theater o.N.: PARATAXE 6.

PARATAXE (2017/18) wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und unterstützt durch das Literarische Colloquium Berlin.

Blog

2017 = Berlins internationale Literaturszenen

16 enero, 15:11 - Blog - Martin Jankowski

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Wie geht es weiter mit den Berliner STADTSPRACHEN? Wir laden ein zum offenen Forum der polylingualen Autoren Berlins mit neuesten Infos und Gesprächen zur Fortführung des Berliner Programms der literarischen Vielsprachigkeit! Zu Gast u.a. Jürgen J. Becker und Claudia Schütze vom Projekt „Based in Berlin“. Mit literarischen Beiträgen in fremden Sprachen. Gastgeber Martin Jankowski (Projektleiter Parataxe). Eintritt frei! Am MONTAG, den 13. Februar um 20 Uhr in der Lettrétage (Mehringdamm 61, HH/EG). Wir freuen uns auf Euch!


Eröffnungsrede von Sharon Dodua Otoo

6 noviembre, 16:48 - Blog - Anna Giannessi

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Stadtsprachen – Festival der internationalen Literaturen Berlins

Eröffnungsrede von Sharon Dodua Otoo (Veröffentlichung auch in Auszügen nur mit Genehmigung.)

Berlin, Freitag, den 28. Oktober 2016

STADTSPRACHEN – ein Literaturfestival, eine Eröffnung mit Geschichten, mit Gedichten und mit mir dazwischen…

Once upon a time there lived a circle in a community of squares. The circle spoke like the squares and behaved like them too. In many ways, the circle was very capable of looking like a square when the situation called for it – as it very often did. Gradually, the squares began to see past the formal difference of shape and treated the circle as an equal. The circle’s roundness was hardly ever mentioned. It did not have to be. The squares considered the circle to be ‘one of them’.

Manchmal – aber wirklich nur manchmal – fühle ich mich wie ein Kreis, der zwischen lauter Vierecken lebt. Und mit Vierecken kenne ich mich bestens aus. Ich gewinne sogar Preise für die Geschichten, die ich über sie schreibe …

The circle was well-versed in the history of the square. For example, the circle knew that the sum of all the square’s angles equalled 360 degrees. It was only when one day another circle showed up in the community of squares that the first circle realised that there was something different about it. It took a long time for the circles to pluck up the courage to talk to each other – but eventually they did meet up.

Was passiert aber, wenn in einer Gemeinschaft, die fast ausschließlich aus Vierecken besteht, ein Kreis plötzlich und ganz unverhofft einen anderen Kreis kennenlernt?

„Ein Hoch auf WoMANtís RANDom!“ Ein Gedicht von Jayrôme C. Robinet

(in: das licht ist weder gerecht noch ungerecht. w_orten und meer, Berlin 2015)

Wer ein spontanes Picknick mit dir auf dem Tempelhofer Feld je gemacht hat, kann das sicher nicht vergessen
Es war ein Nachmittag auf unserer Blickhöhe
ein Picknick auf der Höhe unseres Blickes
ein Picknick, das unserem Blick gewachsen war
ein Picknick, aus deiner Idee herausgewachsen

Um uns herum murmelten Gespräche
und plötzlich zauberten wir
Forellen, Tomaten und Bier aus Aldi
und ich, überrascht draußen zu sitzen
mit dem echten Gesang der Vögel
und dem echten Geruch vom Grill

Ich weiß nicht mehr, welchen Tag oder welche Stadt wir hatten
es war eine Art und Weise, die Dinge anders zu entscheiden
die Wünsche anders kreisen zu lassen
und die Details zu begrüßen
Die Pappverpackung, die sich in einen Thron für unsere Forellen verwandelte
Tomaten, mit fein gehacktem Knoblauch vor dem tiefblauen Himmel
eine Sonne, wie durch die Wiese ausgebaucht
die Flamme des Feuerzeugs, die mit der Hitze der Luft konkurrierte
und ein kühles Bier
Der plötzliche Wunsch, meine Gedanken durchzustrecken
zur Horizontlinie
in der Ferne funkelten die vorbeifahrenden Aufbauten
Und der Park wurde zu woanders
zu einem Feld am Meer
Dafür reichte, an einen Ort zurückzukehren, wo alles möglich scheint
Danke Dir
Fürs wegweisend sein
Es passiert nicht jeden Tag, so eine majestätische Begegnung auf seinem Weg zu haben.

The conversation was full of wonderful new vocabulary like ‘round’ and ‘smooth’ and the word ‘angle’ was never mentioned once. The circles laughed long and hard into the night. The next day a group of squares asked the circles why they had been making so much noise that night. The first circle tried to explain about ‘round’ and ‘smooth’ and found the squares staring blankly at it. The second circle twirled around and tried to demonstrate what it meant. Again the squares did not understand.

Wie haben ja immer gelernt, es ist wichtig Deutsch zu sprechen, um in Deutschland klarzukommen. Aber was ist, wenn Sprache zur Verständigung doch nicht ausreicht?

„Die zweite Person Ich“ – Ein Gedicht von Yoko Tawada

(in: Abenteuer der deutschen Grammatik. Konkursbuchverlag, Tübingen 2010)

Als ich dich noch siezte,
sagte ich ich und meinte damit
mich.
Seit gestern duze ich dich,
weiß aber noch nicht,
wie ich mich umbenennen soll. 

Eventually they reached a compromise that the circles were in fact ‘funny triangles’. One of the squares had travelled once and had discovered an entirely different shaped community. They had called themselves triangles. The circles were also different, so they were called ‘funny triangles’. The circles were happy with this new distinction because at last it had been recognised that they were ‘also’ shapes.

Also: Genauigkeit in der Sprache ist nicht so wichtig. Hauptsache integriert. Oder?

„Sprachfelder“ – Ein Gedicht von Franco Biondi

(in: Eine nicht nur deutsche Literatur. Zur Standortbestimmung der „Ausländerliteratur“. Herausgegeben von Irmgard Ackermann und Harald Weinrich. Piper, München 1986)

In meinem Kopf
haben sich
die Grenzen zweier Sprachen
verwischt

doch
zwischen mir
und mir
verläuft noch
der Trennzaun
der Wunden zurückläßt

jedesmal
wenn ich ihn öffne

Many years later, in a community of all different shapes (but still predominantly squares), the ‘funny triangles’ began to see that the term ‘funny triangle’ was in fact an error. They were not ‘funny triangles’, but they were circles. And they were not ‘angle-less’ or ‘bendy-straight’ but they were round and smooth.

„grenzenlos und unverschämt – ein gedicht gegen die deutsche sch-einheit [1990]“ von May Ayim

(in: Grenzenlos und unverschämt. Orlanda Verlag, Berlin 1997)

ich werde trotzdem
afrikanisch
sein
auch wenn ihr
mich gerne
deutsch
haben wollt
und werde trotzdem
deutsch sein
auch wenn euch
meine schwärze
nicht paßt
ich werde
noch einen schritt weitergehen
bis an den äußersten rand
wo meine schwestern sind
wo meine brüder stehen
wo
unsere
FREIHEIT
beginnt
ich werde
noch einen schritt weitergehen und
noch einen schritt
weiter
und wiederkehren
wann
ich will
wenn
ich will
grenzenlos und unverschämt
bleiben

The debate over the re-naming raged for many years. Many squares laughed at the ‘funny triangles’ because, they said, it was just semantics. They argued that it didn’t matter what was said, as long as it was agreed that everyone meant the same thing. Some ‘funny triangles’ were too old, or too aligned to the views of the squares to care about these new-fangled circles. It was only a few squares who sat down with the circles and really listened.

Also: Zuhören ist wichtig. Wirklich zuhören, um dazu zu gehören?

„Nicht fertig werden“ ein Gedicht von Rose Ausländer

(in: Gedichte. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2001)

Die Herzschläge nicht zählen
Delphine tanzen lassen
Länder aufstöbern
Aus Worten Welten rufen
horchen was Bach
zu sagen hat
Tolstoi bewundern
sich freuen
trauern
höher leben
tiefer leben
noch und noch

Nicht fertig werden

Many years later, circles and squares and triangles lived in a community and all knew what ‘straight’, ‘curved’, ‘smooth’ and ‘corner’ meant. Each shape was self-defined and able to speak without causing another shape offence.

The End.

Vielen Dank für die Einladung, für die wunderbare Organisation, fürs zahlreiche Kommen, vor allem aber fürs hartnäckig bleiben. Festhalten an Sprachen. Festhalten an der Kommunikation. Das brauchen wir in diesen Zeiten – mehr als je zuvor.

Ich habe in meinem Bachmann-Text Sprachen mit Gefängnissen verglichen. Wir brauchen Sprachen, davon bin ich fest überzeugt. Ich sehe sie allerdings nicht als Ziel an sich, sondern als Mittel zum Zweck. Was können – was wollen wir mit Sprache bewirken?

Was ich mit Sprache und Kommunikation erreichen will, kann ich am besten mit Kunst erreichen: eine Annäherung aneinander, Menschlichkeit feiern, Empathie wachsen lassen. Deswegen schreibe ich. Um Sachen auszudrücken, die eigentlich nicht mit Sprache auszudrücken sind. Um Wahrheiten zu erzählen, die meist überhört, verleugnet oder ignoriert werden, weil sie schmerzhaft sind, weil sie unbequem sind.

Ich habe gerade Gedichte auf Deutsch vorgelesen, von verschiedenen auf-Deutsch-schreibenden-Personen, die nicht, oder nicht ausschließlich, deutsch sind. Ich beende meinen Beitrag heute Abend mit einem Gedicht von mir. Eine Premiere! Ich möchte sagen, ich widme dieses Gedicht allen anwesenden Frauen. Denn dieses Gedicht kommuniziert diverse Wahrheiten von mir übers Frau sein, übers Schwarze Frau sein. Ein Gedicht auf Englisch. Es heißt:

“all cognitive functions”

i am close to the point of no return

which means that when you leave it:
will hurt a lot. full stop.

as opposed to when you leave i:
may be a little distracted… ellipsis.

logical thought, recent qualitative research and repeated experience shows it would be completely cishet of me to trust you.

you are a man. your kind.

you are a man who could kill me with his bare hands

in the act of making love you could ignore my wish to stop and simultaneously not hear my heart breaking and you could put your hands around my throat and squeeze until your fingers ached and call it kinky.

you are a man.

who can tell me he loves me without caring if i hear or feel it and you will always not phone me back until it is almost too late because you can do that. empathy will never be your strongest asset.

open brackets. (actuallyiamsoterrifiedithinkmyboundingheartmightburstthroughmychestandlandatyourfeet) close brackets.

i rub my sweating hands together for i am a little nervous

but you don’t know-tice ‘cause i am able to hide it behind my funny yet intelligent jokes and seductive body

open brackets. (isitaparticularlybadcaseofjunglefever? question mark. Hashtag! #doblackmeninwhitecountriescatchthattoo? question mark.) close brackets.

you don’t do the between the lines, you didn’t realise how much i meant it – you just lusted after the smell of me. greed is more than a word to you.

you are.

a man – whatever kind – who wants me to quotation marks “trust me baby” quotation marks would have to prove it over days, weeks, months and years over and over again and over days, weeks, months and years over and over again

but, my love,

one word answers are not text messages are not emails are not letters are not loving stories read to me by candlelight as i fall asleep

a wank is not a blow job is not a quickie is not a fuck is not making love is not the first time we hold hands when you look in my eyes and tell me you have a very important question to ask me

you are a

man. your kind. i wish i were you how easy it would be for a part of me to rise hard then flop soft again and all the while i would not have to worry about whether or not one moment of – haaa – irresponsible coming would lead to nine months of responsible planning and a life time of responsibility

you

do not really need to think about contraception

you

do not really need to worry about gender issues, sexism or harassment

you

can wear what you like and say what you like even if it is suggestive even if it is a come-on even if it is a tease you would not deserve it if you were assaulted not even sexually it is never your fault

you are the kind of man who can go through the world with his eyes shut tight and still have people slap him on the back to congratulate him i would love to be you i would love to be like you i would love to try it just once… ellipsis.

but

a woman. my kind. i am.

with the courage to overcome

and the desire to lie by your side

and the patience to feel you grow inside me

to pleasure me with your touch, your kiss, your sex, your intimacy –

and while my trust in you kindles (fledging and frail)

my fear of you dies (one jagged piece at a time)

and i presently am left with

– against my better knowledge and experience and judgment and research and with all cognitive functions screaming against it –

unconditional love

Ich wünsche uns ein wunderschönes Festival.

Ich wünsche uns viele schöne Momente.

Und ich wünsche uns eine multilinguale, bewegende Zeit.

***

(Veröffentlichung auch in Auszügen nur mit Genehmigung.)

Das Cover ist der Code

26 octubre, 9:33 - Blog - Anna Giannessi

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Egal, wo wir heute im Netz lesen, also weltweit, wir lesen durch einen Code hindurch. Auch hier auf dieser Webseite. Mal ist es HTML, mal ist es, beim Publizeren von E-Books, EPUB. Mal ist es etwas ganz anderes. Mittlerweile schreiben sogar Autoren, wie z.B. Hannes Bajohr und Gregor Weichbrodt von 0x0a http://0x0a.li/de/ erst ein kleines Programm, meist in PYTHON, dann generiert dieses Programm, gefüttert mit Datenbanken, den literarischen Text. Code ist also Schrift, die wiederum andere Schrift sichtbar, lesbar macht. Er ist eine Art technologische Zauberspruch, der im Hintergrund herumwerkelt. Für die Anthologie zum Schreiben und Veröffentlichen im Netz, die begleitend zur Veranstaltung “Global und beta” http://stadtsprachen.de/event/global-beta/ am 2. November in der Blogfabrik erscheint, haben wir nun ein bisschen Code nach vorne geholt. Die Cover der deutsch- und der englischsprachigen Ausgabe zeigen als Screenshot den EPUB-Code der jeweiligen Ausgabe. Und so wie dieses kluge Coverdesign das Unsichtbare-Digitale an uns heranrückt, so sollen die Texte, von Kathrin Passig, Assaf Alassaf, Alan Mills, Chloe Zeegen, Ansgar Warner, Christiane Frohmann und meiner Wenigkeit die Möglichkeitsräume des Webs aufzeigen. Für die Literatur. Für Lesende. Für TXT. Und PS: Statt Christiane Frohmann wird Gregor Weichbrodt beim Gespräch über das digitale Publizieren auftauchen, kurzfristige Änderung, aber eine sehr spannende.

Deutsche Version als ePub, mobi oder PDF kostenlos herunterladen: http://www.mikrotext.de/books/global-beta-e-book-code-berlin/

Free download of English version as ePub, mobi or PDF: http://www.mikrotext.de/english-titles

 

ISBN: 978-3-944543-41-3

ISBN: 978-3-944543-41-3


Latinale feiert 10. Ausgabe!

25 octubre, 9:38 - Blog - Anna Giannessi

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In einer Friedenauer Hinterhofwohnung vor wenigen Tagen: Vier, fünf, dann sechs Menschen mal konzentriert und ruhig, mal schwungvoll mit Kraft. Es werden die Partituren für ein Verskonzert gedruckt, das im Rahmen des Festivals Stadtsprachen erklingen wird. Die mitwirkenden Dichterinnen und Dichter legen selbst Hand an, um die Partitur zu vollenden: Sie falzen, schneiden, stempeln, sortieren und kleben die Umschläge. Und das alles in der Küche, in der normalerweise der Verlag hochroth Berlin funktioniert bzw. der Toaster! Érica Zíngano, ursprünglich aus Brasilien, seit Jahren in Neukölln, leitet die anderen an, sie stempelt die Nummern in die Partituren (es wird 100 geben, für jeden Zuschauer eine, falls mehr kommen, dann muss man zu zweit hineinschauen). Rafael Mantovani öffnet das Fenster und blickt auf den Hinterhof. Elsye Suquilanda lächelt zufrieden, Luísa Nóbrega hat schon wieder neue Ideen für ihren Auftritt und Vera Kurlenina denkt an die vierzig weiteren Partituren, die noch herzustellen sind – ein produktives Zusammentreffen, allemal. Das Verskonzert will Gemeinschaft stiften (in diesen Zeiten wie diesen): Zu allererst zwischen Dichterinnen und Dichtern, von denen 2 Spanisch, 3 Portugiesisch sprechen; dann zwischen Dichterinnen und Dichtern und Kuratorinnen und Kuratoren, Festivalmacherinnen und Festivalmachern, Übersetzerinnen und Übersetzern und: dem Publikum! Die schwarzen Kladden die an jenem Abend an der Rheinstraße gefertigt wurden, liegen nun wohlverstaut in Kisten, bereit für ihren Einsatz am 29. Oktober im Instituto Cervantes um 19 Uhr 30. Die Gäste sind bis auf Luísa Nóbrega in den vergangenen Jahren auf der Latinale aufgetreten, das lateinamerikanische Poesiefestival, gegründet von Rike Bolte und Timo Berger, das dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert.
Zwei Tage vor dem Verskonzert, am 27. Oktober, eröffnet die Latinale im Ibero-Amerikanischen Institut.

Donnerstag, 27. Oktober 2016
19h – animalPOESÍA. Offizielle Eröffnung.
Poetische Performance (sp./dt.)
Mit: Monika Rinck, Amaranta Caballero Prado, Maricela Guerrero, Ricardo Castillo
Moderation: Alexandra Ortiz Wallner
Ibero-Amerikanisches Institut, Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin
EINTRITT FREI
Das ganze Programm unter www.latinale.de


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