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Auf halbem Weg

Andrej Hočevar (2013)

Die Häuser, in denen ich nicht mehr lebe,
sind bis auf die Unterwäsche nackt.
Die Bäume erröten, weil sie keinen Mund haben,
dem Vergangenheit entströmen könnte.
Die Stadt stieg schon am Abend
einige Stockwerke ab. Ich sitze da,
umgeben vom Raum,
der mich in dem Maß verkleinert, in dem ich
meine Ideen in ihm erkennen kann.
Das Hemd umgreift mich kindlich und sanft.
Das gerade richtige Maß des Guten
würgt dich ab, von Innen
durch deine Ohren schiebt es die entsprossenen Krallen,
Licht nicht gewohnt. Es gab keine
Ankündigungen, und darin verwirklichten sie sich.
Vieles an Sichtbarem bleibt
gesehen. Mehr Zeit brauche ich
nicht, will aber doch
etwas tun. Etwas erzählen
und im Gesagten einen Verbündeten haben.
Solange ich verlasse, bin ich lebendig.

 

Übersetzung von Urška P. Černe und Steffen Popp

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