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Die Zeit bleibt gelassen

Thế Dṻng (2006)

1
Wo ist´s eisig kalt, an welchem Längengrad?
Wo ist´s sengend heiß, an welchem Breitengrad?
Und die Liebe unter Menschen, gleichsam Illusionen!
Nur die Zeit, sie durchzieht alles auf Erden …

2
Wie oft schon ist im Frühling ausgesät worden?
Graues Haar hat bereits das jugendliche überdeckt!
Bleibt der Wunsch, wieder Kind zu sein …
Aber die Zeit kennt keine Liebschaft!

3
Die Zeit bleibt gelassen, wie sie stillsteht
Die Zeit bleibt gelassen, wenn sie fortrieselt
Vulkane werden gewiss erlöschen!
Menschen gehen auseinander
und bleiben doch unzertrennt!

4
Die Zeit bleibt gelassen, wie sie auf uns zukommt!
Die Zeit bleibt gelassen, wenn sie davon rast!
Im Takt der großen Zehe:
In den Wolken pochend mein Herz!

5
Wie viele Hauptstädte sind schon zerfallen?
Wie viele Tyrannen sind aufs weite Feld vertrieben?
Wie viele sind es, all die abgefallenen Leitsterne?
Wohl erhalten bleibt einzig: das Reich der Menschen!

6
Die Zeit, gelassen: Ja !
Die Zeit, gelassen: Nein !

 

Aus dem Vietnamesischen von Le Trong Phuong

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