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Zu Graham Hains

Martin Jankowski (2018)

© berliner literarische aktion

Seit einigen Jahren porträtiert der in Australien geborene Berliner Fotograf Graham Hains die Autor*innen und Aktivist*innen der internationalen Literaturszene Berlins. Unsere Zusammenarbeit im Umfeld verschiedener Projekte der Berliner Literarischen Aktion hatte 2010 in Jakarta begonnen, wo Hains beeindruckende Porträtbilder von Einwohnern der indonesischen Millionenmetropole für eine Ausstellung unseres Jakarta Berlin Arts Festivals schuf, die 2011 im Roten Rathaus Berlin unter dem Titel „Inhabitants – Gesichter Jakartas“ zu sehen war. Für die Stadtsprachen wurde diese Zusammenarbeit erfolgreich fortgesetzt: Begleitend zum Entstehungsprozess dieses Literaturfestivals, das 2016 gemeinsam mit vielen Partnern der freien Berliner Literaturszene zu Ehren der internationalen, „nicht auf Deutsch schreibenden“ Autor*innen Berlins realisiert wurde, begann Hains Dichterinnen, Schriftsteller und Aktivist*innen abseits des Festivalgeschehens auf individuellen Sessions in aller Ruhe und mit großem Einfühlungsvermögen zu porträtieren.

Schon damals veröffentlichte er peu a peu ausgewählte Bilder dieser Stadtsprachen-Serie auf seiner fotodokumentarischen Webseite The Peerless Portrait Company. Etliche dieser Porträts fanden zudem ihren Weg in Magazine und Buchumschläge der Autor*innen; andere findet man seit Langem in verschiedenen Varianten und beachtlicher Zahl auf den Seiten und Bildergalerien des digitalen stadtsprachen magazins, für das Hains nach Ende des Festivals seine vielversprechende Arbeit fortsetzte und (neben den Bilddokumentationen der themenverwandten Veranstaltungsserie PARATAXE) auch seine selbstständige Arbeit an den künstlerisch anspruchsvollen Autor*innenporträts weiterführte. Hains ist seinem Selbstverständnis nach ein expliziter Porträtist mit hohem künstlerischem Anspruch. Für seine Personenbildnisse nimmt er sich sehr viel Zeit, schon bei der Anbahnung und Vorbereitung, und verwendet bei der Umsetzung ein umfangreiches, professionelles Equipment. Die Orte der Aufnahmen, ganz egal ob indoor oder open air  sind in erster Linie bedeutsam für die Porträtierten und werden von ihnen selbst ausgewählt. Auf den Bildern dieser Serie ist zumeist die ganze Person in einer für sie wichtigen Umgebung zu sehen. Beide Elemente im Dialog erst ergeben das Bild. Farben werden sparsam verwendet, mitunter wird die Person auch in klarem Schwarzweiß dargestellt. Für den on-location-Fotografen Hains steht die Wirkung der Person im Vordergrund; um ihren Ausdruck zu erfassen verwendet er das gesamte Instrumentarium heutiger Bildkunst, von klassisch mechanischen Verfahren über digitale Bearbeitung bis zu speziellen Bildentwicklungsverfahren und besonderen oder auch ungewöhnlichen Papieren und Formaten. So individuell wie die Dargestellten sind deshalb auch die Ergebnisse dieser fotografischen Begegnungen.

Für die Ausstellung INK – The Stadtsprachen Portraits hat Hains fünfundfünfzig Bilder aus dem umfangreichen Fundus der fortlaufenden Serie ausgewählt. Er produzierte sie in den unterschiedlichsten Formaten und Materialien und ließ sie bewusst in der von ihm favorisierten „Petersburger Hängung“ im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) platzieren. Die Stadtsprachen Projekte, in deren Umfeld die Bilder entstanden, erkunden die erstaunliche Vielfalt der internationalen Literaturszenen Berlins literarisch – Graham Hains geht mit seinen Porträts darüber hinaus und erkundet auf visuell-künstlerische Weise die Stadt und die Menschen, die ihre literarische Gegenwart prägen.

Der australische Berliner bereiste schon als Kind die Welt, da sein Vater in verschiedenen Ländern (u.a. in Malaysia), arbeitete. Folgende autobiografische Kurzbeschreibung seines Lebens fügte er dem Ausstellungswegweiser (im Original in Englisch) bei:  >> Graham Hains wurde 1951 in Australien geboren. 1983, gelangweilt vom Leben, kaufte er sich eine sehr gebrauchte Pentax K1000 und ein paar Objektive für das, was er damals für einen tollen Preis hielt, bis die Zeit ihn von dieser Eitelkeit heilte. Später, nachdem er einen kurzen New-Wave-Film namens Genesis gesehen hatte, dachte er daran, sich in der Kunstfotografie zu versuchen. Die Erfahrung lehrte ihn bald, dass es schwerer war als er gedacht hatte. Mittlerweile vom Medium besessen, ging er in die Abendschule, um zu lernen, wie man Schwarzweißfilme entwickelt und um die Grundlagen des Fotodrucks zu verstehen. Seine Frau, die anfangs froh war, dass er ein Hobby hatte, wurde zunehmend unzufriedener, als das Hobby anfing, sowohl sein Arbeitsleben als auch das Familieneinkommen negativ zu beeinflussen. Ein Wochenendausflug zur Problembewältigung erwies sich als erfolglos; denn sie stellte Ultimaten für das Wochenende und er kaufte eine Kamera. Sie trennten sich und wurden zwei Jahre später geschieden.
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1990 verließ Graham die geschäftige Welt für ein kleines und kaltes Holzfällerhaus in den Farmgebieten im Süden Westaustraliens, wo er eine Dunkelkammer einrichtete und fleißig begann mehr über sein Handwerk zu lernen. Als Schulabbrecher nahm er den Rat eines Freundes an und absolvierte die Reifeprüfung für die Universität mit einem Ergebnis, das ihn in die Lage versetzte, 1993 an der Edith Cowan University in den ersten Foto-Media-Kurs einzusteigen. Im ersten Semester begab er sich mit einem Freund in ein verfallenes innerstädtisches Haus, von dem sie dachten, dass es verlassen sei, um es für eine Kursaufgabe zu fotografieren – nur um überrascht feststellen zu müssen, dass das Haus von Straßenkindern und Alkoholikern bewohnt war. Mit ihrer Zustimmung fotografierte er sie für eine Serie über soziale Probleme der Stadt. Fotografien aus dieser Serie brachten ihm den Studentenpreis der City of Perth International Photo Awards ein. Im dritten Jahr an der Universität nahm er erneut am Wettbewerb teil und gewann den City of Perth International Photo Award. Während dieses Jahres verbrachte er auch sechs Monate an der Illinois State University im Rahmen des internationalen Austauschprogramms. Er schloss sein Studium mit Auszeichnung ab und absolvierte ein Ehrenjahr am Edith Cowans Fine Art Department.
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1998 besuchte er New York, um einen Freund zu treffen und traf eine Deutsche, die in Berlin lebte und später seine Frau werden sollte. 1999, auf dem Weg sich als Fotograf in London zu versuchen, nutzte er eine Zwischenstopp-Option auf seinem Ticket und kam nach Berlin, um seine zukünftige Frau zu besuchen. Sie heirateten im Jahr 2000. Im Jahr 2007 zogen sie nach Jakarta, wo sie sechs Jahre blieben. Im Sommer 2011 stellte er 32 großformatige Porträts von Einwohnern Jakartas  im Rahmen des Jakarta Berlin Arts Festivals aus. Diese Porträts wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten entweder in der Wohnung oder am Arbeitsplatz der Protagonisten fotografiert.
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Im Jahr 2016 fragte ihn Martin Jankowski, ob er daran interessiert sei, Autoren für die Webseite und die Autorenprofile des Stadtsprachen Festivals zu fotografieren. Die Porträts dieser Ausstellung entstanden im Umfeld des Stadtsprachen Festivals, der Parataxe und des stadtsprachen magazins. <<

Graham Hains Fotografieren wurden in den letzten Jahren in vielen Ländern ausgestellt und u.a. von Berliner Galerien wie der Galerie Bassenge, dem Altenburg Photographie Auktionshaus, der Another Country Bookshop Galerie, der Wally Woods Galerie für Gegenwartskunst und der Bago Galerie gezeigt. Hains ist Mitglied der Künstlergruppe Brücken Kunst. Seine Bilder befinden sich in bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen. Dank des Vorschlags der Berliner Literarischen Aktion und der Vorbereitungen zur aktuellen INK-Ausstellung wurde auch die Leitung des LCB am Wannsee auf die besondere künstlerische Handschrift und die Qualität seiner Arbeiten aufmerksam gemacht, sodass er inzwischen Aufträge von Berlins ältestem Literaturhaus erhält und sich seine Arbeit auch über diese Ausstellung hinaus mit dem Haus verbindet.

Persönlich kennengelernt hatte ich Graham Hains im Sommer 2005 in einem Berliner Straßencafé, als es darum ging, ihn und seine Frau bei der Entscheidung zu beraten, ob sie für einige Jahre in die indonesischen Mega-City Jakarta (derzeit ca. 20 Millionen Einwohner) ziehen sollten, wo ich damals diverse Literaturprojekte realisierte und zeitweise lebte. Später besuchte ich Graham und seine Frau mehrfach in Jakarta und bekam erst dort Gelegenheit, seine künstlerische Arbeit als Fotograf kennenzulernen. Sein unübersehbares Talent und seine persönliche künstlerische Handschrift begeisterten mich außerordentlich, deshalb schlug ich ihm spontan vor, für ein größeres Berliner Ausstellungsprojekt zusammenzuarbeiten. Damals bereitete ich im Auftrag von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit ein umfangreiches Jakarta Berlins Arts Festival zu Ehren der Städtepartnerschaft der deutschen und der indonesischen Hauptstadt vor und ich bat Graham Hains, eine Serie großformatiger Einwohner-Porträts zu schaffen, die dem Berliner Publikum einen konkreten Eindruck von dem sehr anderen Alltagsleben ihrer weitgehend unbekannten Zeitgenossen in der indonesischen Mega-Metropole vermitteln könnten.
.. Von Hains‘ gründlicher und technisch geradezu perfektionistischer Arbeitsweise war ich ebenso beeindruckt und überrascht wie von den starken Ergebnissen. Seine Ausstellung Inhabitants vom Sommer 2011 im Roten Rathaus wurde zu einem ersten Erfolg unserer Kooperation, der seinen Namen in der Berliner Literaturszene bekannt machte. Insofern war es keineswegs mehr zufällig oder überraschend, als beim Konzipieren eines Projektes für die internationale Autorenszene Berlins wenige Jahre später bei der Frage nach einem geeigneten fotografischen Begleiter sein Name fiel. Dass Graham Hains sofort Interesse hatte, die Literaturszene Berlins mit der Kamera auf seine Weise zu erkunden, spricht sowohl für seinen künstlerischen Abenteuergeist als auch für seine Verbundenheit mit dieser Stadt und ihren außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten. Er bat sich jedoch aus, neben den üblichen Dokumentationsaufnahmen für das Festival auch Porträts nach seinen eigenen Vorstellungen realisieren zu können – ein Vorschlag, den wir gerne annahmen und dessen Ergebnisse inzwischen nicht nur die Berliner Literaturszene begeistern.

Anlässlich der INK-Ausstellung von mir angesprochen auf den ebenso erfreulichen wie erstaunlichen Entwicklungsweg unserer freundschaftlichen Zusammenarbeit, schrieb Graham Hains mir im Januar 2018 dies: >> Zunächst mag es wie Übertreibung klingen, aber bedenke: Umfangreiche Nachforschungen haben mich davon überzeugt, dass das, was wir mit dieser Porträtserie tun, noch nie zuvor gemacht wurde, niemals… Ich konnte kein Literaturfestival, keine Versammlung, kein Ereignis, keine Gruppierung, kein großes Meeting, kein kleines Meeting  oder was auch immer finden, das allen Autoren oder Festivalteilnehmern die Möglichkeit gegeben hat, eine kostenlose Porträt-Session, insbesondere eine Session außerhalb eines Studios, an einem Ort ihrer Wahl zu veranstalten. Ich habe weithin nichts anderes gefunden als die üblichen Kopf-und-Schulter- oder Studioaufnahmen der Festival-Stars. Die Ausstellung dieser Porträts im St. Petersburger Stil, die die Wände bedecken und den Raum vollständig ausfüllen, wird eine weitere Premiere. Dieser Stil steht in völligem Gegensatz zum vorherrschenden Ausstellungsmodus ordentlicher Kopfschüsse in einer Reihe. Von wesentlich größerer Relevanz ist die nicht unwichtige Unterscheidung, dass sowohl die wichtigen als auch die kommenden Autoren gemeinsam an diesem historisch aufgeladenen Ort gezeigt werden, der auch die Heimat der ersten literarischen Institution des Landes in der Landeshauptstadt ist.
.. Alles in allem sind wir mit dem Stadtsprachen-Projekt aus dem Reich der Fiktion in Reich der Phantasie übergegangen: Nein, es wurde noch nie zuvor gemacht. Je mehr man sich mit literarischen Porträts beschäftigt, desto mehr erkennt man, dass es sogar noch weiter geht: Diese Porträts sind so weit entfernt von Dominique Nabokovs Kanon literarischer Porträts, dass sie eine andere Sprache sind; gemeinsam haben wir mit dieser Serie das literarische Porträt ins 21. Jh. geholt.
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Aber was noch interessanter ist, ist, dass für diese Ausstellung eine Verbindung von Menschen (Du, der Du diese Dinge ermöglichst; Anna, die die Autorenkontakte organisiert und mir auf den Kopf klopft, wenn ich sie brauchte, und ich als agierender Künstler) mit solchen spezialisierten Talenten, Zielen und Ambitionen herangingen, dass es schwierig und horrend teuer wäre, dergleichen andernorts zu realisieren – was erklärt, warum es noch nie zuvor gemacht wurde und warum es möglicherweise nie wieder geschehen wird. Deshalb ist meine Idee, die Ausstellung auch Die Stadtsprachen Porträts zu nennen – dies ist eine Aussage über etwas Einzigartiges, nämlich Fotoporträts internationaler Autor*innen aus Berlin als Dokument von Prozessen, die andernfalls meiner Meinung nach ignoriert würden.
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Bitte sei dir bewusst, dass ich weiß, dass sich all dies nach Übertreibung anhören könnte und dass ich mit zunehmendem Alter auch ein wenig wahnhaft geworden bin, aber das ist es nicht und ich bin es auch nicht. Ich kenne die Fotogeschichte besser als die meisten anderen: Diese Porträtserie ist ein einzigartiges Projekt. <<

Wer verstehen will, was diese Bilder so besonders macht, wer sich für die theoretischen Hintergründe von Grahams Hains Arbeit interessiert und seine künstlerische Entwicklung nachvollziehen möchte, dem sei hiermit der ebenso unterhaltsame wie gehaltvolle Blog des Künstlers ans Herz gelegt: Unter dem Titel  The Day Diaries of a Photography Addict gibt Hains fortlaufend Auskunft, erklärt und bespricht ihm wichtige Bilder seines alltäglichen Schaffensprozesses in unnachahmlicher Weise – hier wird Graham Hains selbst zu einem originellen und im zweifachen Sinne horizonterweiternden Autor seiner eigenen Schule des Sehens.

Die aktuelle INK-Ausstellung zeigt übrigens nur einen kleinen Bruchteil dessen, was Graham Hains in den letzten zwei Jahren an einzigartigen Autorenporträts an den unterschiedlichsten Orten unter diversesten Umständen geschaffen hat. Ein erster Ausschnitt dieser Arbeiten erschien bereits Ende 2016 als Privatdruck eines Bildbandes in wenigen Exemplaren – und es ist sehr zu vermuten, dass weitere Teile dieser noch immer fortlaufenden Serie in den nächsten Jahren in die Öffentlichkeit gelangen werden. Derzeit im LCB ausgestellt sind „nur“ einige ausgewählte Porträts folgender Berliner Autor*innen (zu beachten ist, dass Hains in der Regel pro Session von jeder Person etliche sehr verschiedene Motive realisiert): Ewa-Maria Slaska, Scott Martingell alias MC Jabber, Cristian Forte, Dario Deserri, Haukur Már Helgason, John Peck, Lars Jongeblod, Kenny Fries, Milenko Goranovic, Rafael Mantovani, Rajvinder Singh, Jerome Robinet, Wilfried N’Sondé, Martin Jankowski, Andrea Scrima, Ekaterina Vassilieva, Elsye Suquilanda, Erica Zingano, Esther Andradi, Göksu Kunak, Irina Bondas, Isabel Fargo Cole, Junona Guruli, Katy Derbyshire, Marie-Pascale Hardy, Maroula Blades, Elina Mikkilä, Samanta Schweblin, Tzveta Sofronieva, Valentina Uribe, Yimeng Wu und Luísa Nóbrega (die Namen sind mit den Biografien der Autor*innen im stadtsprachen magazin verbunden, nicht selten auch fotografiert von Graham Hains).

Zu jedem Bild, zu jeder Begegnung zwischen Autor/in und dem Fotografen gibt es eine spezielle Geschichte; nicht selten haben die Foto-Sessions auch zu intensiven Freundschaften geführt und in jedem Fall Graham Hains zu einem angesehenen und beliebten Protagonisten der internationalen Literaturszene Berlins gemacht. Diese Geschichten werden irgendwann erzählt werden müssen, die Bekanntschaften und Verflechtungen sind jedoch derzeit noch immer im intensiven Wachsen und Werden und es ist keineswegs absehbar, wohin all dies in Zukunft führen wird. Klar ist nur, dass diese Ausstellung ein erster, hochinteressanter Zwischenbericht eines außergewöhnlichen Fotokünstlers ist, der dabei ist, die Gegenwartsliteratur Berlins in einer Weise sichtbar zu machen, wie wir sie bisher noch nie gesehen haben.

***
Berlin, 16. Februar 2018
Martin Jankowski

Die Ausstellung INK – The Stadtsprachen Portraits von Graham Hains ist vom 16. Februar bis zum 25. Mai 2018 im Literarischen Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin bei freiem Eintritt zu sehen (vor und nach den Abendveranstaltungen oder nach Terminvereinbarung unter 030-8169960).

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