Sprachen
Inhalt Wer? Über uns Termine Submissions Untermenü
« zurück

Latinale Nr 12

10. Oktober '18, 12:58 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Zum 12. Mal lädt das mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale Dichterinnen und Dichter aus Lateinamerika und der Karibik vom 18.-21. Oktober 2018 nach Berlin ein!

Die diesjährige Latinale bietet mit Diana Garza Islas (Mexiko), Ethel Barja (Peru, USA) und Valentina Ramona de Jesús (Kolumbien/Berlin) besonders jungen Künstlerinnen eine Plattform. Kulturell und sprachlich zeichnen sich die Festivalgäste durch vielfältige Ausdrucksformen aus. Bei Autorinnen und Autoren wie Queen Nzinga Maxwell (Costa Rica) oder Mayda Colón (Puerto Rico) aus der Karibik werden indigene oder afroamerikanische und weitere kulturelle Einflüsse spürbar, Bonafide Rojas (USA/Puerto Rico) ist in New York zu Hause und schreibt auf Englisch mit spanischen Einsprengseln.

Die fruchtbare Verquickung von Lyrik und Musik ist kennzeichnend für mehrere Teilnehmende. Speziell die Arbeiten von Bonafide Rojas und Queen Nzinga sowie von Gabriela Bejerman (Argentinien) und María Paz Valdebenito (Chile) beweisen, dass es sich bei Poesie um eine flexible, generationenübergreifende, lebendige und aufnahmefähige Literaturform handelt, die Elemente des Salsa, Rap, HipHop oder der oralen Sprache mit Leichtigkeit zu ihren eigenen macht. Dabei ist die künstlerische Form nicht losgelöst von der Bedeutung der Worte zu denken. Die Arbeiten der Gäste der Latinale 2018 loten auf rastlose wie präzise, metaliterarische wie körperlich spürbare und persönliche Weise Themen wie Politik, Gewalt, wirtschaftliche Dilemmata, gesellschaftliche Ansprüche und zwischen­menschliche Beziehungen aus und verorten sie in ihrer regionalen Geografie und Geschichte.

Programm Berlin:

Donnerstag, 18. Oktober, 18 h
Eröffnung: ¡Música!
¡Poesía! ¡Salsa! Un Tributo al Nuyorican (Poets) Café
Lesung mit Gespräch (span./engl.) mit Bonafide Rojas (USA), Queen Nzinga Maxwell (Costa Rico), Mayda Colón (Puerto Rico), Valentina Ramona de Jesús (Kolumbien/Berlin)
Moderation: Andrea Juliana Enciso

Ibero-Amerikanisches Institut, Simón-Bolívar-Saal, Potsdamer Str. 37, 10785 Berlin
Eintritt frei

Die Latinale 2018 eröffnet mit einer Hommage an das Nuyorican Poets Café sowie seinen unvergleichlichen Spiegel in Puerto Rico: das Nuyorican Café. Das ersterwähnte wurde 1973 von puerto-ricanischen Dichtern in New York gegründet und ist heute weltberühmte Kulturstätte für Slam Poetry, HipHop und Latin Jazz. Das Café in Puerto Rico gehört zu den besten Salsa-Clubs in San Juan und ist obligatorische Station für die Gäste des Festival de la Palabra, mit dem die Latinale kooperiert. Die Dichterinnen und Dichter der Latinale 2018 zollen diesen beiden legendären Einrichtungen, die an den Zwischenräumen von Sprachen und Kulturen wirken, Tribut: Bonafide Rojas aus New York widmet sich dem Spoken Word und der Musik; die puerto-ricanische Autorin Mayda Colón bezieht sich auf die mündliche Poesie, der man in der Karibik häufig lauschen kann. Queen Nzinga Maxwell aus Costa Rica verbindet Poesie mit musikalischen Elementen und die in Berlin lebende Kolombianerin Valentina Ramona de Jesús lotet die Fehler und Missverständnisse aus, die sich erfreulicherweise beim Aufeinandertreffen von Sprachen ergeben.

Freitag, 19. Oktober, 14-18 h
Latinale Übersetzungswerkstatt
Mit Alejandro Tarrab, Queen Nzinga Maxwell, Ethel Barja, Gabriela Bejerman (span./dt./engl.)

Pablo-Neruda-Bibliothek, Frankfurter Allee 14 A, 10247 Berlin
Anmeldung bis 10.10.: laura.haber@web.de

 

Samstag, 20. Oktober, 19 h
Poetas aparte
Große Lesung (span./dt.) mit Mayda Colón (Puerto Rico), Gabriela Bejerman (Argentinien), Diana Garza Islas (Mexiko), Alejandro Tarrab (Mexiko), Ethel Barja (Peru), Andrea Juliana Enciso (Kolumbien), María Paz Valdebenito (Chile)
Moderation: Laura Haber
Instituto Cervantes, Rosenstr. 18, 10178 Berlin
Eintritt: 5/3 €

Poesie ist die Kunst, sich schreibend von der Welt zu entfernen und sich ihr doch gleichzeitig anzunähern. Die Lesung “Poetas aparte” bittet Dicher*innen aus Argentinien, Mexiko, Kolumbien, Chile, Puerto Rico und Peru auf die Bühne, die Poesie als Wort- und Erfahrungsoperation betreiben.  Was bedeutet es, die Welt von poetischer Warte aus zu betrachten und doch auch zu bewohnen?
Die von der Latinale 2018 ausgewählte Dichtung aus Lateinamerika ist vielfach inspiriert: von der klassischen chinesischen Lyrik, von buddhistischen Schriften, von der lateinamerikanischen Avantgarde sowie der ‚peripheren‘  Urwald-Prosodie , aber auch vom deutschen Expressionismus und Hermetismus oder gar den entfremdeten und zugleich intimen Dynamiken des modernen Tanzes, etwa den Choreographien Pina Bauschs.

Latinale 2018 präsentiert Dichtung als Welt-Raum-Laboratorium:  Poesie wirkt entrückt und zugleich leuchtend nah, wie ein Stern.

 

Sonntag, 21. Oktober, 19 h

Notas al margen – Randnotizen
Maria Paz Valdebenito (Chile), Bonafide Rojas (USA/Puerto Rico) und Alejandro Tarrab (Mexiko) lesen im Zusammenspiel mit Daniel “El Congo” Allen

(Percussion, Trompete) als spezial guest – ein Gespräch zwischen

Musik und Poesie.

Moderation: Isabel Aguirre
Buchhändlerkeller, Carmerstr. 1, 10623 Berlin
Eintritt: 7/3 €

Weitere Veranstaltungen finden in Osnabrück und Hamburg am 23. und 24.10. 2018 statt.

Weitere Informationen: http://latinale.blogsport.eu/

≡ Menü ≡
Startseite Inhalt
Termine Submissions
Autor_innen Übersetzer_innen Moderator_innen
Über uns Partner Galerie
Kontakt Blog Facebook
Festival 2016 Events Presse