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Keine Sache der Vergangenheit …

14. Oktober '19, 18:34 Uhr - Blog - Martin Jankowski

Sehr geehrte Redaktion,

vielen Dank, dass das Stadtsprachen-Magazin an den Esperanto-Übersetzer Manfred Retzlaff erinnert. Ein wenig überrascht war ich, dass im Editorial  das Esperanto als eine Sache der Vergangenheit dargestellt wird. Es heißt: “Die bekannteste Plansprache mit simpler Struktur und Anleihen aus vielen Weltsprachen war das Esperanto.” Ich denke eher, das _ist_ Esperanto. Schließlich erscheinen jährlich etwa 120 (gedruckte) Esperanto-Bücher. Ein paar tausend Lieder sind bisher in Esperanto veröffentlicht worden, viele sind auf youtube zu hören: Suchwort Esperanto muziko. Die Esperanto-Wikipedia enthält jetzt 269 438 Artikel in Esperanto, https://eo.wikipedia.org , etwa so viel wie die Wikipedia-Versionen auf Dänisch oder Slowakisch (253.462 für Dänisch und 231 260 für Slowakisch)

Das Esperanto-PEN-Zentrum ist Mitglied von PEN International, https://www.pen-international.org/centres/esperanto-centre/ , seit 1993. China veröffentlicht seit 2001 täglich Nachrichten in Esperanto, http://esperanto.china.org.cn/. Polen und Kroatien haben Esperanto 2014 bzw. 2019 als immaterielles Kulturerbe oder Kulturgut anerkannt.

Esperanto wird auch zunehmend gelernt. Duolingo gibt in der Summe mehr als 800.000 neue Esperanto-Lerner pro Jahr an, auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch.

Zu den weitgehend unbekannten Phänomenen des Esperanto gehört im übrigen die Gemeinschaft der Esperanto-Muttersprachler. Die Zahl der Muttersprachler wird auf etwa 2000 geschätzt, Tendenz wachsend; vielleicht gehört die muttersprachliche Esperanto-Sprachgemeinschaft sogar zu den am schnellsten wachsenden muttersprachlichen Gemeinschaften, weil nicht nur Esperanto-Muttersprachler sich entscheiden, mit ihren Kindern Esperanto zu sprechen, sondern weit überwiegend Nicht-Muttersprachler (so wie ich vor 26 Jahren mit meiner Tochter).

Ein paar Ereignisse der jüngeren und älteren Esperanto-Geschichte sind hier zusammengestellt: http://esperantoland.org/dosieroj/Esperanto-Geschichte_Chronologie.pdf

Vermutlich ist Esperanto auch ein zweites Mal ein interessantes Thema gerade für Ihre internationale Leserschaft – je mehr Sprachen die Menschen sprechen, desto faszinierender pflegt für sie das Thema Esperanto zu sein. Dass man eine Sprache in einem Viertel der Zeit lernen kann, die man für ethnische Sprachen braucht, dass man ein Niveau erreichen kann, auf dem man praktisch ohne Fehler schreiben kann – das ist immer wieder hoch attraktiv gerade für Mehrsprachige, die sich sehr bewusst sind, wie lange Zeit man in der Regel wirklich für fremde (ethnische) Sprachen braucht und wie fern das eigene Sprechen noch von einer korrekten Sprache ist, sehr lange.

Mit freundlichen Grüßen

Louis v. Wunsch-Rolshoven
EsperantoLand, Vorsitzender
Deutscher Esperanto-Bund, Pressesprecher


Lu Wunsch-Rolshoven
EsperantoLand
Por la kreskigo de Esperantujo!
Für das Wachstum der Esperanto-Sprachgemeinschaft!

Internaciaj ferioj
http://www.esperanto.land

Novjara Renkontiĝo (NR)
Novjara Internacia Semajno (NIS)

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