{"id":2985,"date":"2016-10-17T17:17:48","date_gmt":"2016-10-17T15:17:48","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtsprachen.de\/?p=2985"},"modified":"2018-11-21T13:14:56","modified_gmt":"2018-11-21T12:14:56","slug":"die-sprachen-berlins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/die-sprachen-berlins\/","title":{"rendered":"Berliner Stadtsprachen"},"content":{"rendered":"<p>Hugenotten, Russen, Polen, T\u00fcrken, Viertnamesen &#8211; schon seit Jahrhunderten kommen Menschen verschiedenster Sprachen in unsere Stadt, deren Geschichte vor Urzeiten einst als slawische Siedlung begann. Heute wird Berlin immer internationaler: Fast jeder dritte Einwohner hat mittlerweile seine Wurzeln im Ausland. Damit liegt die Hauptstadt weit \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Und die Zahl der deutschen Berliner mit Migrationsgeschichte w\u00e4chst, wenn auch weniger stark als die der Berliner mit nicht-deutschem Pass. Derzeit gitb es\u00a0 etwa 423.000 Berliner Deutsch-T\u00fcrken, Deutsch-Araber, Deutsch-Vietnamesen und Kinder aus binationalen Partnerschaften sowie ca. 550.000 Berliner Ausl\u00e4nder.<\/p>\n<p>.<br \/>\nMigrantenfamilien pr\u00e4gen inzwischen ganze Kieze der deutschen Hauptstadt: In Mitte hat fast jeder Zweite (47,2 Prozent) der 351.000 Einwohner einen ausl\u00e4ndischen Hintergrund. In Neuk\u00f6lln sind es 41,6 Prozent, in Friedrichshain-Kreuzberg 38,4 Prozent. Auch die Einwohnerschaft von Charlottenburg-Wilmersdorf besteht zu mehr als einem Drittel (35,9 Prozent) aus Migranten. Bei den \u00f6stlichen Bezirken liegt Lichtenberg mit 17 Prozent vorne (die wenigsten Menschen mit ausl\u00e4ndischen Wurzeln leben in Treptow-K\u00f6penick mit 8,7 Prozent). In Stadtteilen wie Neuk\u00f6lln, Kreuzberg und Wedding findet man typische Berliner Kieze, in denen deutlich mehr als jeder zweite Bewohner ein Migrant ist.<\/p>\n<p>.<br \/>\nBerlin hat 2016 zum ersten Mal seit 1944 wieder mehr als 3,5 Millionen Einwohner. Ende 2015 waren 3,52 Millionen Menschen in der Stadt gemeldet, gut 50.000 (1,4%) mehr als ein Jahr zuvor. (Die Zahl der Wohnungen wuchs im selben Zeitraum jedoch nur um rund 10.900.) 182.000 Menschen zogen im vergangenen Jahr nach Berlin, 139.000 zogen weg. Hinzu kam ein Geburten\u00fcberschuss: 38.000 Kinder wurden geboren, 34.300 Menschen starben. (Neben Hamburg ist Berlin damit das einzige Bundesland, in dem mehr Menschen geboren werden als sterben.)<\/p>\n<p>.<br \/>\nUnd Berlin wird internationaler: Unter den im vergangenen Jahr Zugezogenen finden sich vor allem Ausl\u00e4nder. Syrer machen mit gut 11.000 Neuberlinern die gr\u00f6\u00dfte Gruppe aus, es folgen Afghanen, Bulgaren, Rum\u00e4nen, Iraker und Albaner mit jeweils rund 2.000. Polen liegt als st\u00e4rkstes EU-Land mit einem Plus von 1.800 an siebter Stelle. Die Zukunft Berlins ist (ebenso wie seine Entstehung, Geschichte und Gegenwart) ohne Migranten schlicht nicht vorstellbar. Von den Berliner den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren haben heute bereits 44,7 Prozent ausl\u00e4ndische Wurzeln.<\/p>\n<p>.<br \/>\nIm Dezember 2015 lebten insgesamt 621.075 ausl\u00e4ndische Einwohnerinnen und Einwohner in Berlin. Die nachfolgende Aufz\u00e4hlung gibt Auskunft \u00fcber die 25 h\u00e4ufigsten Staatsangh\u00f6rigkeiten in Berlin. Sie geben gleichzeitig ein Abbild der insgesamt mehr als einhundertzwanzig Sprachen, die in unserer Stadt gesprochen werden: T\u00fcrkei (97.960), Polen (54.951), Italien (26.715), Bulgarien (24.214), Russische F\u00f6deration (20.962), Serbien (einschlie\u00dflich ehemaliges Serbien und Montenegro sowie einschlie\u00dflich Kosovo = 19.950), Frankreich (17.683), USA (16.846), Rum\u00e4nien (16.546), Vietnam (15.517), Vereinigtes K\u00f6nigreich (13.995), Spanien (13.875), Griechenland (12.954), Kroatien (11.851), Bosnien und Herzegowina (11.806), Ukraine (10.946), \u00d6sterreich (10.938), China (8.812), Libanon (7.600), Niederlande (6.094), Iran (5.465), Mazedonien (5.460), Schweiz (5.324), Ungarn (5.171), Thailand (4.872).<\/p>\n<p><em>(Alle Zahlenangaben laut Amt f\u00fcr Statistik Berlin-Brandenburg.)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hugenotten, Russen, Polen, T\u00fcrken, Viertnamesen &#8211; schon seit Jahrhunderten kommen Menschen verschiedenster Sprachen in unsere Stadt, deren Geschichte vor Urzeiten einst als slawische Siedlung begann. 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