{"id":4691,"date":"2017-04-04T13:33:14","date_gmt":"2017-04-04T11:33:14","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtsprachen.de\/?p=4691"},"modified":"2017-04-21T16:13:20","modified_gmt":"2017-04-21T14:13:20","slug":"alba-ein-internationales-literaturmagazin-aus-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/alba-ein-internationales-literaturmagazin-aus-berlin\/","title":{"rendered":"alba &#8211; ein internationales Literaturmagazin aus Berlin"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/alba\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1203 alignleft\" src=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent-300x213.png\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent-300x213.png 300w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent-500x355.png 500w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent-768x545.png 768w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent-425x302.png 425w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/logo_berlin_transparent.png 904w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><\/a><strong>Das Berliner Literaturmagazin Magazin ALBA feiert derzeit seine zehnte Ausgabe. Grund genug, unsere gesch\u00e4tzten Partner &#8211; Experten f\u00fcr die Gegenwartsliteratur vor allem Lateinamerikas &#8211; einmal genauer zu ihrer Arbeit zu befragen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bibliography\"><strong>\u00a0<span style=\"color: #000000;\">*\u00a0<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/es\/2017\/04\/alba-ein-internationales-literaturmagazin-aus-berlin\/\">Spanische Version des Interviews<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Wie kam es zur Gr\u00fcndung des <\/em>alba<em> Magazins? Was ist die Grundidee hinter der Zeitschrift?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>alba.lateinamerika lesen<\/em> wurde 2011 mithilfe des Pariser Schwestermagazins in Berlin ins Leben gerufen. Das Konzept, das neben dem franz\u00f6sischen und dem deutschen Magazin auch alba London und alba Peking verfolgen, besteht darin, Literatur aus Lateinamerika zu sondieren und in den jeweiligen Sprachr\u00e4umen sichtbar zu machen. Wir Redaktionsmitglieder der Berliner alba, mittlerweile eingetragener Verein, durchforsten die Buchm\u00e4rkte Lateinamerikas \u2013 insbesondere jene abseits des Mainstreams \u2013 nach aktuellen und literarisch hochkar\u00e4tigen Texten und nach AutorInnen, die vielleicht bald gro\u00df werden. Neben Lyrik und Prosa aus Lateinamerika gibt es im Heft auch Rubriken f\u00fcr themenspezifische Essays. Beispielsweise \u00fcber wichtige Vermittlerfiguren zwischen den Hemisph\u00e4ren, Avantgardebewegungen oder zu Unrecht vergessene AutorInnen oder literarische Gruppen. Das ganz Besondere an der Zeitschrift ist, dass wir alle Texte sowohl in der Ausgangssprache als auch in deutschen \u00dcbersetzungen publizieren. Hinzu kommen Illustrationen lateinamerikanischer K\u00fcnstlerInnen, die von den Texten inspiriert sind. Neben der Publikation machen wir aber auch eine Menge Kulturarbeit. Wir organisieren Performances, Lesungen und \u00dcbersetzungsworkshops mit AutorInnen aus Lateinamerika, wir stellen Kontakte her, damit solche AutorInnen nach Berlin kommen k\u00f6nnen (manche bleiben auch hier) und haben auch schon eine Ausstellung mit Illustrationen aus alba organisiert. Wir pr\u00e4sentieren das Magazin auf der Frankfurter sowie der Leipziger Buchmesse, wir pflegen rege Kontakte zu AutorInnen, Kulturinstitutionen und unabh\u00e4ngigen Verlagen sowohl in Berlin als auch in Lateinamerika und haben immer ein Ohr am Puls der aktuellen Literatur-Entwicklungen.<\/p>\n<p><em><strong>Wer macht alba und wie finanziert sich die Zeitschrift?<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>alba lebt von dem ehrenamtlichen Engagement der Redaktion, die sich aus LiteraturwissenschaftlerInnen, Juristinnen, \u00dcbersetzerinnen, Grafikerinnen und Lateinamerikabegeisterten \u00a0zusammensetzt, und unserer AutorInnen, \u00dcbersetzerInnen, IllustratorInnen und anderen externen HelferInnen. Als eingetragener gemeinn\u00fctziger Verein, <em>alba.lateinamerika lesen e.V.,<\/em> finanzieren wir uns zu einem kleinen Teil aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen und Abonnements, der Gro\u00dfteil wird aber von F\u00f6rderern wie lateinamerikanischen Botschaften, Universit\u00e4ten oder anderen Institutionen geleistet. Im Augenblick sind wir dabei, nach einer etwas langfristigeren Finanzierungsm\u00f6glichkeit zu suchen.<\/p>\n<p><em><strong>Welchen Stellenwert haben die \u00dcbersetzungen in <\/strong><\/em><strong>alba.lateinamerika<\/strong><em><strong> lesen?<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Es gibt in <em>alba<\/em> einerseits eine Rubrik, die dem \u00dcbersetzen als kultureller Praxis gewidmet ist und die entweder wichtige \u00dcbersetzerInnen w\u00fcrdigt oder Essays \u00fcber das \u00dcbersetzen einen Raum bietet. Auf der anderen Seite steht unsere permanente \u00fcbersetzerische T\u00e4tigkeit. Unsere Lesungen finden mehrheitlich zweisprachig statt, unsere Homepage ist sogar teilweise dreisprachig und das Magazin selbst manchmal auch viersprachig, n\u00e4mlich wenn wir indigene AutorInnen publizieren. Ohne die ganz praktische T\u00e4tigkeit des \u00dcbersetzens w\u00fcrde die Zeitschrift kaum Sinn ergeben. <em>alba<\/em> richtet sich prim\u00e4r an ein deutschsprachiges Publikum, aber es gibt auch unz\u00e4hlige LateinamerikanerInnen in Berlin und ganz Deutschland, f\u00fcr die diese Zeitschrift einen guten \u00dcberblick \u00fcber die aktuelle Literaturlandschaft gibt.<\/p>\n<p><em><strong>Welche Entdeckungen hat alba f\u00fcr den deutschen Sprachraum gemacht?<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>alba<\/em> konnte zahlreiche Erstver\u00f6ffentlichungen gro\u00dfartiger LyrikerInnen und Prosa-AutorInnen publizieren, etwa bis dahin unver\u00f6ffentlichte Gedichte des Kolumbianers Tom\u00e1s Gonz\u00e1lez oder eine bis dahin unver\u00f6ffentlichte Erz\u00e4hlung der Grande Dame der feministischen Prosa Cristina Peri Rossi. Viele der aufstrebenden jungen AutorInnen, die allm\u00e4hlich auch in Berlin und in Deutschland literarisch anerkannt sind und ausgezeichnet werden, hatten wir schon fr\u00fch im Heft, etwa Luis Ch\u00e1ves, Nona Fern\u00e1ndez, Andrea Jeftanovic, Valeria Luiselli oder Samanta Schweblin.<\/p>\n<p><strong><em>Wie ist die Situation der lateinamerikanischen Literatur in Berlin?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt ist die nichtdeutschsprachige Berliner Literaturszene \u00fcberaus bunt und lebendig. Es leben viele LateinamerikanerInnen hier in der Stadt und darunter sind zahlreiche Schreibende. Berlin ist f\u00fcr DoktorandInnen und DAAD-StipendiatInnen aus aller Welt ein sehr beliebtes Ziel, viele kommen hierher, um ihre Abschlussarbeiten fertigzustellen und bleiben dann. Andere ziehen sozusagen vor\u00fcber, bleiben f\u00fcr ein halbes Jahr, ein Jahr oder ein paar Monate, treten bei einigen Lesungen auf und sind ansonsten praktisch unsichtbar. Wieder andere gr\u00fcnden eine Zeitschrift wie <em>alba<\/em>, oder f\u00fchren ihr poetisches Projekt erst hier richtig aus wie der Argentinier Cristian Forte. Hierbei sind das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) mit seiner au\u00dferordentlich gut sortierten Bibliothek zum iberischen Sprachraum ebenso wie das Lateinamerika-Institut der Freien Universit\u00e4t Berlin zentrale \u201eoffizielle\u201c Anlaufstellen f\u00fcr ForscherInnen aus Lateinamerika. Auf der anderen Seite stehen die unz\u00e4hligen mehr oder weniger \u201aundergroundigen\u2018 Institutionen, die die lateinamerikanische Kulturszene in Berlin ausmachen und ihr einen Raum bieten. Darunter das mobile lateinamerikanische Poesiefestival Latinale, das Figuren wie Ricardo Domeneck, Alan Mills oder der genannte Cristian Forte eine erste B\u00fchne geboten hat, die vielen Kulturkneipen, die wunderbare Lettr\u00e9tage und nicht zuletzt unser Literaturmagazin.<br \/>\n<em><br \/>\n<strong>K\u00fcrzlich erschien die 10. Ausgabe von alba. Was sind die Schwerpunkte dieser Ausgabe?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>alba10 ist im Dualen Jahr Mexiko-Deutschland angesiedelt und wir konnten die Ausgabe mithilfe der Botschaft von Mexiko in Berlin realisieren. Die Ausgabe hat einen starken, aber nicht exklusiven Mexiko-Fokus, \u00e4hnlich wie bei alba04 (Zentralamerika und Karibik), alba05 (Brasilien) und alba08 (Chile). Wir konnten wichtige aktuelle AutorInnen wie die Anna Seghers-Preistr\u00e4gerInnen Yuri Herrera (2016) und Guadalupe Nettel (2009), die Lyrikerinnen Roc\u00edo Cer\u00f3n, Maricela Guerrero, Paula Abramo und Xitlalitl Rodr\u00edguez Mendoza f\u00fcr die Zeitschrift gewinnen. Au\u00dferdem ist das 2016 tragisch verstorbene Mitglied der mexikanischen Crack-Gruppe Ignacio Padilla vertreten, ebenso die renommierte Autorin Ana Garc\u00eda Bergua. Die Texte sind wie immer handverlesen, sie versetzen die LeserInnen in andere Welten und verwischen zum Teil Wahrnehmungs- und Realit\u00e4tsebenen. Manche Texte verst\u00f6ren oder brechen Oberfl\u00e4chen auf, referieren auf Tierisches, halten den LeserInnen einen Spiegel vor oder sprechen die Beziehung von Literatur und K\u00f6rper, Literatur und Wirklichkeit an. Alle Texte sind etwas Besonderes, auf das sich unsere LeserInnen freuen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>Herzlichen Dank an die alba-Redaktion &#8211; und alles Gute f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Ausgaben!<\/strong><\/p>\n<p>***<\/p>\n<p class=\"bibliography\"><strong>Weitere Informationen unter <em><a href=\"http:\/\/www.albamagazin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.albamagazin.de<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"bibliography\"><strong>alba kaufen: <a href=\"http:\/\/www.albamagazin.de\/archivo.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.albamagazin.de\/archivo.php<\/a> oder vertrieb@albamagazin.de<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Berliner Literaturmagazin Magazin ALBA feiert derzeit seine zehnte Ausgabe. 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