{"id":6381,"date":"2017-10-26T14:17:11","date_gmt":"2017-10-26T12:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtsprachen.de\/?p=6381"},"modified":"2020-12-17T15:59:02","modified_gmt":"2020-12-17T14:59:02","slug":"ein-jahr-stadtsprachen-was-dann-geschah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/ein-jahr-stadtsprachen-was-dann-geschah\/","title":{"rendered":"&#8230; &#038; was dann geschah"},"content":{"rendered":"<p>Vor ziemlich genau einem Jahr, am 28. Oktober 2016, startete nach mehrj\u00e4hriger Vorbereitung unser stadtweites\u00a0<strong>STADTSPRACHEN \u2013 Festival der internationalen Literaturen Berlins<\/strong> im Pfefferberg mit\u00a0 einer bemerkenswerten <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/text\/stadtsprachen-ein-literaturfestival-eine-eroeffnung-mit-geschichten-mit-gedichten-und-mit-mir-dazwischen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rede<\/a> der Bachmann-Preistr\u00e4gerin Sharon Dodua Otoo sowie Beitr\u00e4gen des serbischsprachigen Schriftstellers Bora \u0106osi\u0107 und der ungarischen Dichterin Kinga T\u00f3th (u.a.m.). Erstmals r\u00fcckten wir mit diesem Projekt explizit die in Berlin lebenden Literaten in den Fokus der kulturellen \u00d6ffentlichkeit, die ihre Texte nicht auf Deutsch verfassen, und machten mit Aktionen, Performances, Workshops und Pr\u00e4sentationen in mehr als 30 verschiedenen Sprachen zehn Tage lang die multilinguale Gegenwartsliteratur der Stadt sichtbar und h\u00f6rbar. In einer bislang einmaligen Zusammenarbeit verschiedenster Akteure der Berliner Literaturszene mit <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/berliner-literarische-aktion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">uns<\/a> aktiv waren u.a. die Literaturaktivist*innen von <em><a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/alba\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">alba. Lateinamerika lesen e.V.<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/ausland-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ausland<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/kook-e-v\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kook e.V.<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/la-mer-gelee\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">La mer gel\u00e9e<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/latinale\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Latinale<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/lettretage-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lettr\u00e9tage<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/mikrotext\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mikrotext<\/a>, <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/sand\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SAND<\/a><\/em> und <em><a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/location\/the-reader-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Reader Berlin<\/a>. <\/em>Mit mehr als 100 Berliner Autor*innen, \u00dcbersetzer*innen und Kulturschaffenden und 42 verschiedenen Sprachen feierten wir zehn Tage lang gemeinsam und auf vielf\u00e4ltigste Weise die Multilingualit\u00e4t der Berliner Gegenwartsliteratur.<\/p>\n<p>Heute, ein Jahr sp\u00e4ter, k\u00f6nnen wir uns \u00fcber den gro\u00dfen Erfolg dieses Festivals und seine anhaltende Wirkung nur freuen: Alle gro\u00dfen Literaturh\u00e4user und zahlreiche Festivals der Stadt (und nicht selten auch dar\u00fcber hinaus) wurden auf die STADTSPRACHEN-Autor*innen aufmerksam und pr\u00e4sentieren sie inzwischen vielfach in ihren Programmen. \u00dcbersetzungen, Buchprojekte und neue Einladungen zu Projekten und Lesungen wurden f\u00fcr viele Teilnehmende zur nachhaltigen Folge unseres Projektes. Ein vielsprachiges Netzwerk wurde gekn\u00fcpft und w\u00e4chst best\u00e4ndig weiter, das die internationale Literaturszene Berlins auf ganz neuartige Weise durch gegenseitige Beachtung, Solidarit\u00e4t und Kooperation verbindet. Und mehr als wir erhofft hatten r\u00fcckte die multilinguale Gegenwartsliteratur Berlins in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aus dem einmaligen Festival erwuchs die vom Berliner Senat gef\u00f6rderte zweij\u00e4hrige, stadtweite Veranstaltungsreihe <strong>PARATAXE &#8211; die internationalen Literaturszenen Berlins<\/strong>, mit der wir monatlich an wechselnden Orten und mit erweitertem Partnerkreis weiterhin neue nichtdeutsche Literaten Berlins pr\u00e4sentieren. Im Fr\u00fchjahr wurde unser Projekt zur Matrix f\u00fcr ein thematisch vergleichbares auf der <em>London Bookfair<\/em>, und im LCB geriet unser Symposium zu den lateinamerikanischen Literaturen Berlins zu einem begeisternden &#8222;Klassentreffen&#8220; der Autor*innen und Expert*innen. Im Juni gastierte unsere Afroberlin-&#8222;Abteilung&#8220; als Ideenexport in Basel; mit unseren Partnern von den Berliner Osteuropatagen reisen wir an diesem Wochenende nach Stettin und Anfang November gibt es eine komplette PARATAXE-Lesung auf der <em>Pisa Bookfair,<\/em> bevor Ende November im LCB das Symposium zu den osteurop\u00e4ischen Literaturen Berlins steigt. In der <em>Lettr\u00e9tage<\/em>, dem <em>English Theatre Berlin<\/em>, dem <em>Panda Theater<\/em>, dem <em>Maschinenhaus<\/em>, im <em>ausland<\/em> und der <em>Brotfabrik<\/em> fanden neu \u00fcbersetzte nichtdeutsche Autor*innen ein interessiertes Publikum, zahlreiche <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/dates\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fortsetzungen<\/a> sind in Arbeit. Und der Berliner Senat schrieb, nicht unbeeindruckt von der Entwicklung, in diesem Herbst tats\u00e4chlich erstmals Schriftstellerstipendien explizit auch f\u00fcr nicht auf Deutsch schreibende Berliner*innen aus.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass all unsere Entdeckungen, Kontakte und literarischen Sch\u00e4tze nicht verloren gehen, sondern dauerhaft \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden, sorgt seit Januar 2017 das von uns weitgehend leider noch ohne Budget realisierte <em><strong>stadtsprachen magazin<\/strong><\/em>. Unsere Redakteure <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/author\/joey-bahlsen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joey Bahlsen<\/a> und <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/author\/birger-hoyer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Birger Hoyer<\/a> k\u00fcmmern sich engagiert um mehrsprachige Biografien f\u00fcr alle beteiligten Autor*innen, \u00dcbersetzer*innen, Moderator*innen und Expert*innen &#8211; deren Kreis erfreulicherweise w\u00f6chentlich w\u00e4chst, Berlins internationale Literaturszenen sind ein unersch\u00f6pflicher Brunnen an Kreativit\u00e4t! &#8211; sie k\u00fcmmern sich um professionelle \u00dcbersetzungen und die Ver\u00f6ffentlichung literarischer Beitr\u00e4ge in allen nur denkbaren Sprachen. Dieses neuartige Online-Magazin der Berliner Gegenwartsliteraturen enth\u00e4lt derzeit Informationen und Links zu <strong>121 Berliner Autor*innen, 40 \u00dcbersetzer*innen &#8211; sowie momentan 127 literarische Essays, Erz\u00e4hlungen oder Gedichtzyklen in 15 Sprachen<\/strong> (Stand Ausgabe #3). Etwa 5000 Leser hat das <em>stadtsprachen magazin<\/em> derzeit monatlich im Durchschnitt.<\/p>\n<p>All dies ist Grund zu gro\u00dfer Freude, deswegen danke ich an dieser Stelle den vielen, leidenschaftlich beitragenden Mitwirkenden und Partnern von ganzem Herzen &#8211; und w\u00fcnschen uns allen, dass diese positive Entwicklung anhalten und uns gemeinsam zu neuen Ufern und M\u00f6glichkeiten bringen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Martin Jankowski<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-531\" src=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/farbe-300x243.png\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"113\" srcset=\"https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/farbe-300x243.png 300w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/farbe-768x622.png 768w, https:\/\/stadtsprachen.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/farbe-1024x829.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor ziemlich genau einem Jahr, am 28. 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