{"id":16776,"date":"2021-09-07T10:00:46","date_gmt":"2021-09-07T08:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/?post_type=stsp_text&#038;p=16776"},"modified":"2021-09-30T13:13:08","modified_gmt":"2021-09-30T11:13:08","slug":"aeon","status":"publish","type":"stsp_text","link":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/text\/aeon\/","title":{"rendered":"Aeon"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re diese Stimme jeden Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin die, die zuh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind nicht die, die hier sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe ist nicht hier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stimme sagt, wir werden auf die Stra\u00dfe gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben nichts von der Stra\u00dfe geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind die, die da sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind die, die auf der Stra\u00dfe sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier ist nicht die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind woanders.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme sagt, wir werden auf die Stra\u00dfe gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe, sagt die Stimme, ist eine gerade Linie unter freiem Himmel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf die Stra\u00dfe, sagt die Stimme, werden wir sehr fr\u00fch am Morgen gehen. Wir werden nicht geschlafen haben und hellwach sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden geradeaus gehen. Uns wird niemand entgegenkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden mitten auf der Stra\u00dfe gehen. Links und rechts von uns werden die H\u00e4user weit weg sein. Hinter uns, sagt sie, wird nichts kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme holt die Worte aus dem Bauch. Gegen die Schwerkraft pumpt sie sie durch die Brust in den Kopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kein Auto. Die Stra\u00dfe wird leer sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme sagt, wir werden durch eine Stadt gehen, in der wir noch nie waren.<\/p>\n<p>Es wird Winter sein. Die B\u00e4ume werden kahl, die V\u00f6gel werden weg und die Leute werden woanders sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe, sagt die Stimme, wird es still sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re, wie die Stimme auf- und absteigt. Wie ein Minenarbeiter bewegt sie sich zwischen Bauch, Brust und Kopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden weder zusammen gehen noch getrennt voneinander.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Abst\u00e4nde zwischen uns werden gr\u00f6\u00dfer sein und wieder kleiner werden. Weder begegnen wir einander, noch sind wir von einander isoliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Bauch sammelt sie sie, in der Kehle sp\u00fclt sie sie aus. Im Kopf beh\u00e4lt die Stimme die Worte. Ich h\u00f6re sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe, sagt sie, werden wir immer einen Fu\u00df vor den anderen setzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden den Atemz\u00fcgen der Stra\u00dfe folgen. Sie werden unsere Schritte heben und senken wie die Silben in einem Gedicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Asphalt unter unseren Sohlen wird glatt sein. Bei jedem Schritt werden wir ihn kaum ber\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden \u00fcber die Autobahnbr\u00fccke gehen ohne Strom darunter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden geradeaus in die Leere gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Arme werden schwingen. Der Brustkorb wird sich heben. Der Atem wird leicht. Die Stra\u00dfe ist lang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden durchsichtig werden und unsichtbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme verdaut die Worte in die Gegenrichtung. Sie lebt vom Bauch in den Mund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe, sagt die Stimme, werden wir alle fortgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich sehe in die Gesichter der anderen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit tagweiten Augen schauen wir einander an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich kann die Stimme hinter ihren Pupillen sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob sie die Stimme auch h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber ich h\u00f6re diese Stimme jeden Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir gehen auf die Stra\u00dfe. Als wir aufbrechen, sind wir 12. Der Geist ist als letzte dazugekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stille<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stimme sagt, wir werden in die Stille gehen. Sie kommt aus einem weit entfernten Mund. Ich h\u00f6re sie durch fremde Haut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt einen Weg, sagt sie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dort, wo das Rohr einen Knick macht und beim Eintritt in den Boden eine Delle hat<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dort, wo der Sand und die Steine scharf voneinander getrennt sind<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dort, wo die Pflanzen den Beton aufrei\u00dfen und eine gerade Linie entlangwachsen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dort, wo die Raben \u00fcber den Kies gehen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dort, wo die Wurzeln des Baums nach Wasser graben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Stille, sagt die Stimme, ber\u00fchrt der Boden den Mund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme kriecht durch die Lungen nach au\u00dfen. Sie l\u00e4sst die T\u00f6ne in die Luft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Worte leuchten wie die Farben in den letzten Strahlen vor dem Gewitter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im Blick der anderen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im fernen Mund<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>in ihrem Ohr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme zieht mich zu sich hin<\/p>\n<p>in einem Moment der mir entgeht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>hat sich der Kopf gedreht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>der Nacken nach hinten gebeugt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>der Mund ge\u00f6ffnet<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>der Baum Knospen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>die Hand gehoben, wenige Zentimeter \u00fcber dem Boden schwebt sie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ihr R\u00fccken streift die Sicht<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>der Ausgang ist frei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich schaue in ihre Kehle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>die Stille atmet im Wort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein schmaler Spalt in L\u00e4rm und Hitze<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>und wir mittendrin h\u00f6ren. Die Ger\u00e4usche der Stra\u00dfe<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>sehen den Strom der Autos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das spurlose Gehen der drei Kr\u00e4hen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>unter dem Boden verbinden sich die d\u00fcnnen F\u00e4den<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Licht f\u00e4llt vom Himmel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>der Abend hallt aus der Maschine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Insel im Sch\u00e4del.<\/p>\n<p>Das Wachsen der Knochen.<\/p>\n<p>Das F\u00fchlen unserer Nerven.<\/p>\n<p>In der Stille wehen die K\u00f6rper.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Weite dr\u00fcckt die Luft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>ballt sich zu einer Faust.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir tragen sie aus, sagt die Stimme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie spricht und ich sp\u00fcre meinen Mund. Die Stimme ber\u00fchrt meine Lippen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die wei\u00dfe Schicht auf den Bl\u00e4ttern<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>kein Staub<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>wird sich auf unsere Zungen legen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme holt Luft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Himmel sieht wie Haut aus, sagt sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir gehen aus der Zeit auf Sand, Gras, Beton<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>in den Spitzen der Zehen ist stilles Chaos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Nackte Erde<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind woanders.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind die, die nicht hier sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind auf der nackten Erde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier ist keine nackte Erde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Stimme sagt, wir werden auf die nackte Erde gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re diese Stimme jeden Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben von der nackten Erde geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind die, die da sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind die, die auf der nackten Erde sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin die, die zuh\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nackte Erde ist nicht hier.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme sagt, wir werden auf die nackte Erde gehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nackte Erde, sagt die Stimme, ist ganz drau\u00dfen. Ihre Oberfl\u00e4che ist unbedeckt. Kein Gras, keine Steine, kein Beton, kein Wasser, kein Sand, keine Pflanzen, kein Lehm, kein Boden liegt auf ihr. Der Wind, der \u00fcber sie streift, sagt die Stimme, ist das br\u00fcchige Stehen der Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden auf die nackte Erde gehen, sagt die Stimme. Ich h\u00f6re sie weit unten in meinem Kopf, sie klingt hinten im Nacken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nackte Erde ist offen. Wir werden uns n\u00e4hern, sagt sie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An ihren R\u00e4ndern werden wir kriechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit unseren H\u00e4nden werden wir sie ber\u00fchren. Die Fingerspitzen, sagt die Stimme, werden \u00fcber die Erde tasten. In den Kuppen wird es surren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit den Handfl\u00e4chen, sagt sie, werden wir \u00fcber die Erde streichen wie \u00fcber den Kopf eines Kindes. In unseren H\u00e4nden wird es pulsieren. Die feinen Blutbahnen werden sich weiten, die Haut wird sich r\u00f6ten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stimme wandert hinten meinen K\u00f6rper nach unten. Ich h\u00f6re sie zwischen meinen Schulterbl\u00e4ttern. Sie hallt in den Knochen. Sie pocht gegen die Rippen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nackte Erde, sagt die Stimme, wird weder warm sein noch kalt. Sie wird nicht karg und nicht d\u00fcrr sein. Nicht Meer und kein Berg. Die nackte Erde wird trockener sein als die W\u00fcste und nasser als der Ozean.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter unseren Knien wird sich die nackte Erde strecken. In unseren Knochen werden wir das Echo h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wo sie ganz unbedeckt ist, sagt die Stimme, werden wir uns hinlegen. Die Arme weit ausgestreckt, den Bauch, die Brust, das Geschlecht auf die nackte Erde betten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden feine Stiche sp\u00fcren, sagt sie. Von etwas, das weicher ist als Steine, aber h\u00e4rter als Gras.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Ohr auf der offenen Erde werden wir das Gleiten im Inneren h\u00f6ren. Rauschen, zerbrechliches Grollen, sagt sie, wird sich mischen mit einem Surren aus geschmolzenen Steinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden auf der nackten Erde schlafen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re die Stimme aus dem Herzschlag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nackte Erde, sagt sie, wird ihr Gesicht in unsere Haut dr\u00fccken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie wird uns offene Augen t\u00e4towieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich schaue in die Gesichter der anderen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Blicke h\u00e4ngen unter blo\u00dfen Lidern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, ob sie die Stimme auch h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber ich h\u00f6re diese Stimme jeden Tag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir gehen auf die nackte Erde. Als wir aufbrechen, sind wir 12. Das Kind ist als letztes dazugekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind die, die da sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit unseren K\u00f6rpern decken wir sie zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis junge Haut nachw\u00e4chst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind woanders.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In ihrer Urzeit wird die Erde weich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stra\u00dfe &nbsp; &nbsp; Ich h\u00f6re diese Stimme jeden Tag. &nbsp; Ich bin die, die zuh\u00f6rt. &nbsp; Sie sind nicht die, die hier sind. &nbsp; Sie sind auf der Stra\u00dfe. &nbsp; Die Stra\u00dfe ist nicht hier. &nbsp; Eine Stimme sagt, wir werden auf die Stra\u00dfe gehen. &nbsp; Wir haben nichts von der Stra\u00dfe geh\u00f6rt. &nbsp; Wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":15877,"template":"","categories":[11,41],"class_list":["post-16776","stsp_text","type-stsp_text","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-lyrik","category-texthelden"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.7 - 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