{"id":6730,"date":"2017-11-07T09:40:31","date_gmt":"2017-11-07T08:40:31","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtsprachen.de\/?post_type=stsp_text&#038;p=6730"},"modified":"2020-11-29T14:49:13","modified_gmt":"2020-11-29T13:49:13","slug":"geist-und-geister-der-russischen-literatur-in-berlin","status":"publish","type":"stsp_text","link":"https:\/\/stadtsprachen.de\/de\/text\/geist-und-geister-der-russischen-literatur-in-berlin\/","title":{"rendered":"Geist und Geister der russischen Literatur in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>In der Schlusspassage seines ber\u00fchmten Romans \u201eDer Idiot\u201c l\u00e4sst Fjodor Michailowitsch Dostojewski eine seiner Protagonistinnen, die als Russin Europa bereist, das n\u00e4mliche Europa, ja, das ganze Ausland, als blo\u00dfe Phantasie bezeichnen. Es kommt noch besser: Auch die Russen im Ausland seien nicht mehr als eine Phantasie. Rund ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter wird eine gar nicht fiktionale Pers\u00f6nlichkeit des russischen Literaturlebens in Berlin, Viktor Schklowski, bemerken, dass er sich unter anderen russischen Emigranten als ein \u201eSchatten unter Schatten\u201c f\u00fchlt. Und schlie\u00dflich stellt sein Zeitgenosse und Kollege (aber keinesfalls ein Gleichgesinnter), der Dichter Sergej Esenin fest, als er sich an seinen Berliner Aufenthalt erinnert: \u201eDas Leben ist nicht hier, es ist bei uns.\u201c<\/p>\n<p>So scheint das Gef\u00fchl des Realit\u00e4tsverlustes eines der wichtigsten Probleme zu sein, mit dem sich Russen im Ausland, und sei es auch in den ihnen geographisch und kulturell vermeintlich so nahe stehenden europ\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern, konfrontiert sehen. Doch, dieser Umstand birgt auch eine Chance, und zwar: die Chance, sich neu, praktisch aus dem Nichts, zu erfinden. Eine M\u00f6glichkeit, die gerade von den Schriftstellern dankbar ergriffen wird. Denn fern von der Heimat lassen sich die bisher als selbstverst\u00e4ndlich hingenommenen Lebens- und Denkentw\u00fcrfe besser hinterfragen. So kann die \u201eEntfremdung\u201c, die sich spontan einstellen mag, schnell einer \u201eVerfremdung\u201c weichen, also jener literarischen Strategie, die, um nochmals Schklowski zu zitieren, den \u201eAutomatismus der Wahrnehmung\u201c durchbricht und einen frischen, unverbrauchten Blick auf die Wirklichkeit erlaubt.<\/p>\n<p>Es ist deshalb durchaus kein Wunder, dass die ersten uns bekannten Aufenthalte der russischen Literaten in Westeuropa und speziell in Berlin in die Zeit der Aufkl\u00e4rung fallen, in der das Bed\u00fcrfnis erwachte, sich \u00fcber die Verh\u00e4ltnisse, sowohl im eigenen Lande als auch grunds\u00e4tzlich \u00fcberall auf der Welt, Klarheit zu verschaffen. In seinen \u201eBriefen eines russischen Reisenden\u201c (1791-1792) beschreibt Nikolaj Michailowitsch Karamzin ausf\u00fchrlich die kulturellen Eindr\u00fccke aus der damaligen preu\u00dfischen Hauptstadt. Vor allem interessiert ihn der aktuelle Zustand des Theaters, der Architektur, der Wissenschaft und nat\u00fcrlich der Literatur. Als er sich zu einem gelehrten Gespr\u00e4ch mit dem deutschen Schriftsteller Karl Philipp Moritz trifft, lobt der letztere Karamzins Neugier auf die fremden L\u00e4nder, wobei er sich wie folgt recht optimistisch \u00fcber die Perspektiven der deutsch-russischen Kulturbeziehungen \u00e4u\u00dfert: \u201eVielleicht wird die Zeit kommen, dass wir auch die russische Sprache lernen werden. Aber daf\u00fcr m\u00fcssen Sie zuerst etwas Herausragendes schreiben\u201c. Karamzin selbst sowie seine literarischen Nachfolger in Russland scheinen dies als Herausforderung verstanden zu haben und waren nun die n\u00e4chsten Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte damit besch\u00e4ftigt, die Werke zu schaffen, die das damals erst in Aussicht gestellte Interesse Westeuropas rechtfertigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Damit beginnt auch ernsthaft ein Wettbewerb der beiden Kulturen und auch ganz konkret der beiden damaligen Hauptst\u00e4dte. Tats\u00e4chlich wird Spree-Athen in der russischen Literatur des 19. und der ersten H\u00e4lfte des 20. Jh.s. oft mit dem Venedig des Nordens verglichen. Vielfach f\u00e4llt der Vergleich zugunsten von St. Petersburg aus, das irgendwie gr\u00f6\u00dfer, mond\u00e4ner und einfach pr\u00e4chtiger als Berlin erscheint. So bemerkt Ivan Sergeevich Turgenev, der nach einer l\u00e4ngeren Pause 1847 wieder in Berlin antrifft, dass sich das Aussehen der Stadt in den letzten sieben Jahren kaum ver\u00e4ndert habe. Er f\u00fcgt aber auch einschr\u00e4nkend hinzu, dass wohl nur St. Petersburg von all den St\u00e4dten die Eigenschaft besitzt, so rasant zu wachsen. Doch, was die \u201einnere Entwicklung\u201c angeht, so l\u00e4sst sich aus Turgenevs Bericht ablesen, ist Berlin, das ja am Vorabend der Revolution von 1848 steht, schon viel weiter als die russische Hauptstadt, die erst im 20. Jh. in dieser Hinsicht aufholen wird.<\/p>\n<p>Als Dostojewski 15 Jahre sp\u00e4ter als erste europ\u00e4ische Stadt Berlin kennenlernt, hat er dagegen \u00fcberhaupt keine Lust, auf innere Befindlichkeiten zu achten und f\u00fchlt sich stattdessen direkt von denselben unsch\u00f6nen \u201e\u00c4u\u00dferlichkeiten\u201c einer modernen Metropole abgesto\u00dfen, die ihm schon an St. Petersburg missfielen: \u201edieselben schnurgeraden Stra\u00dfen, dieselben D\u00fcfte\u201c und sonst noch einiges, was er mit Auslassungspunkten nur andeutet. Jedenfalls m\u00f6chte er sich nicht l\u00e4nger, als f\u00fcr eine Durchreise n\u00f6tig, in Berlin aufhalten, nicht einmal um die ber\u00fchmten Fresken des Wilhelm von Kaulbach im Neuen Museum zu sehen. \u00dcberhaupt scheinen sich die russischen Schriftsteller, die nach Karamzin in Berlin landen, recht wenig f\u00fcr Kunst zu interessieren. Lew Nikolajewitsch Tolstoi, der sich 1860 zum zweiten Mal nach Europa begibt, findet es in Berlin viel spannender, die Abendkurse des Handwerksvereins sowie das Moabiter Gef\u00e4ngnis zu besuchen, als das \u00fcberaus reiche kulturelle Angebot der preu\u00dfischen Hauptstadt zu erkunden. Nur zu verst\u00e4ndlich f\u00fcr einen Schriftsteller realistischer Schule, der, lange vor Michelle Foucault begriffen hat, dass nicht das Museum oder Theater, sondern das Gef\u00e4ngnis zur wichtigsten Institution des 20. Jh.s. werden wird.<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert nat\u00fcrlich nichts daran, dass Tolstois Dramen, allen voran \u201eDie Macht der Finsternis\u201c, mit gro\u00dfem Erfolg gerade auf Berliner Theaterb\u00fchnen liefen. Doch war Tolstoi zu dem Zeitpunkt offenbar so fest davon \u00fcberzeugt, auf den Spuren der universellen Wahrheit zu wandeln, dass er sich nicht mehr f\u00fcr, scheinbar unbedeutende, regionale Unterschiede begeistern konnte. Darum hat Tolstoi, als ein deutscher Gast in Moskau ihm die Reise nach Berlin schmackhaft machen wollte, es strikt abgelehnt und kurzentschlossen vorgeschlagen, \u201edas Reisen ohne Not\u201c dem Katalog der Tods\u00fcnden beizuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Dieser S\u00fcnde haben sich die russischen Schriftsteller, die sich in den 1920er Jahren f\u00fcr kurze oder lange Zeit in Berlin niederlie\u00dfen, definitiv nicht schuldig gemacht, denn es war ausgerechnet eine gro\u00dfe Not, die sie nach der Oktober Revolution au\u00dfer Landes f\u00fchrte. Einige versuchten so, dem ideologischen Druck in der frisch etablierten Sowjetrepublik zu entkommen und die Reste ihrer geistigen Unabh\u00e4ngigkeit zu retten, andere sahen sich in Russland schlicht vor den Tr\u00fcmmern ihrer ehemaligen Existenz und hofften, sie irgendwo anders wieder aufzubauen. Deutschland, das Anfang der 1920er Jahre eine gewaltige Inflationsphase durchmachte, schien f\u00fcr die Inhaber einer ausl\u00e4ndischen W\u00e4hrung die bessere, also vor allem die billigste Wahl zu sein. Und in einer Gro\u00dfstadt wie Berlin, so war zumindest die Erwartung, w\u00fcrde die Umstellung der Lebensweise f\u00fcr die ehemaligen Petersburger bzw. Petrograder und Moskauer nicht so gro\u00df sein. Trotzdem zeugen die literarischen Texte und Briefe der Neuank\u00f6mmlinge von einigen \u00dcberraschungen: Besonders die Lichtreklame und die asphaltierten Stra\u00dfen, die in Russland wohl noch nicht so allgegenw\u00e4rtig waren, scheinen das \u201eexotische\u201c Bild der deutschen Hauptstadt in den Augen der russischen Emigranten von damals gepr\u00e4gt zu haben.<\/p>\n<p>Auch sonst haben sich die Interessenschwerpunkte der schreibenden Russen in Berlin gegen\u00fcber den vorigen Jahrhunderten etwas verschoben. Nicht mehr die Wissenschaft oder die Kunst, auch nicht die Gef\u00e4ngnisse, haben auf sie die st\u00e4rkste Anziehungskraft ausge\u00fcbt (obwohl es zu einigen polizeilichen Anzeigen wegen der angeblichen Ruhest\u00f6rung in den gemieteten Wohnungen kam), sondern die zahlreichen Caf\u00e9s, Bierstuben und Tanzlokale, mit denen Berlin der 1920er Jahre so gro\u00dfz\u00fcgig ausgestattet war, und nat\u00fcrlich das Einkaufsparadies KaDeWe. Das galt jedoch nicht unbedingt f\u00fcr den damals wohl namhaftesten \u201eBotschafter\u201c der russischen Literatur in Deutschland, Maxim Gorki. Der Autor von \u201eNachtasyl\u201c lebte eher zur\u00fcckgezogen in einer Stadtwohnung auf dem Kurf\u00fcrstendamm und sp\u00e4ter in einer gro\u00dfz\u00fcgigen Villa in Bad Saarow und umgab sich vornehmlich nur mit engsten Verwandten und Freunden. Auf die \u00f6ffentliche Wirkung hatte er deshalb noch lange nicht verzichten wollen: Zusammen mit einigen in seinem Vertrauen stehenden Kollegen hat er 1923 \u201eBeseda. Die Zeitschrift f\u00fcr Literatur und Wissenschaft\u201c gegr\u00fcndet, die auf Russisch erschien. Ihre Zielgruppe war allerdings nicht allein der interessierte, aber doch etwas zu enge Emigrantenkreis, sondern vor allem die daheimgebliebenen Russen, die durch anspruchsvolle und ideologisch unbelastete Beitr\u00e4ge zum sch\u00e4rferen Nachdenken \u00fcber die Ereignisse im eigenen Land gebracht werden sollten. Dazu ist es jedoch nicht gekommen: Die Zeitschrift bekam keine Einfuhrgenehmigung und wurde nach wenigen Ausgaben eingestellt.<\/p>\n<p>\u201eBeseda\u201c war aber bei weitem nicht das einzige russischsprachige Presseorgan im damaligen Berlin. Dies haben wir der \u00e4sthetischen und politischen Heterogenit\u00e4t unter den russischen Emigranten zu verdanken, die, gerade in der Beziehung zum bolschewistischen Regime, keinesfalls eine einheitliche Front bildeten. Einige, wie Alexej Tolstoi, Ilja Ehrenburg oder Viktor Schklowski, hielten sich mit der Kritik am Kreml weitgehend zur\u00fcck, da sie sich den R\u00fcckweg in die Heimat nicht endg\u00fcltig versperren wollten. Um den Schwankenden \u201ezu helfen\u201c und ihnen die \u201erichtige\u201c Entscheidung abzuringen, wurde aus Moskau heraus viel \u00dcberzeugungsarbeit investiert. Der proletarische Vorzeigepoet Vladimir Majakovskij reiste 1922 nach Berlin, um h\u00f6chstpers\u00f6nlich f\u00fcr die neue Macht zu werben. Doch konnte auch er den Verf\u00fchrungen der kapitalistischen Wirtschaft nicht ganz fernbleiben, wie die umfangreiche Liste der Eink\u00e4ufe zeigt, die er bei einer der sp\u00e4teren Europareisen, f\u00fcr seine Geliebte Lilja Brik t\u00e4tigen sollte.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt waren aber die meisten russischen Exilschriftsteller nicht mehr in Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich gebessert, was das Leben f\u00fcr die Emigranten zunehmend teurer machte. Einige zogen nach Paris, andere kehrten tats\u00e4chlich in das sowjetische Russland zur\u00fcck, wo sie entweder, wie Maxim Gorki oder Alexej Tolstoi, einen respektablen Platz im sowjetischen Kulturbetrieb einnehmen konnten, oder, wie Andrej Bely, ein Publikationsverbot erhielten. Am tragischsten war wahrscheinlich das Schicksal der Dichterin Marina Cvetaeva, die nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin ihrem Mann nach Prag, Paris und schlie\u00dflich nach Russland folgte, wo er zusammen mit ihrer \u00e4ltesten Tochter verhaftet wurde. Beim Ausbruch des zweiten Weltkriegs nahm sich Cvetaeva, v\u00f6llig mittellos und verzweifelt, das Leben.<\/p>\n<p>Die Perspektive der R\u00fcckkehr in die bolschewistische Heimat, egal unter welchen Bedingungen, kam f\u00fcr einen anderen schreibenden Russen in Berlin, Vladimir Nabokov, dagegen nie in Frage. Als Sohn eines f\u00fchrenden Mitglieds der Konstitutionell-Demokratischen Partei, die sich sowohl gegen Monarchie als auch gegen die proletarische Diktatur einsetzte, hatte er in Bezug auf das sowjetische Regime keine Illusionen. Obwohl er keine explizit politischen Texte verfasste, war ihm klar, dass sich die raffiniert-modernistische \u00c4sthetik seiner Werke nicht mit der sozialistischen Kunstdoktrin vereinbaren l\u00e4sst. Und noch ein Umstand machte ihn vom Geschehen in Moskau relativ unabh\u00e4ngig: Im Gegensatz zu der Mehrheit seiner literarisch t\u00e4tigen Landesgenossen hat er sich als Schriftsteller erst in Berlin entwickelt. Hier sind seine besten russischsprachigen Werke entstanden, die zugleich zum Besten geh\u00f6ren, was die russische Literatur des 20. Jh.s. \u00fcberhaupt hervorgebracht hat. So wie der Roman \u201eDie Gabe\u201c, dessen Handlung in Berlin spielt und der unter anderem das damalige literarische Leben in Emigrantenzirkeln aus einer ironischen, aber auch sympathisierenden Perspektive beschreibt.<\/p>\n<p>Nabokov war auch einer der letzten russischen Autoren, die das zunehmend brauner werdende Berlin verlie\u00dfen: 1937 \u00fcbersiedelt er mit seiner Familie nach Frankreich und flieht 1940 weiter in die USA, wo er mit seinem Bestseller \u201eLolita\u201c zu einem ber\u00fchmten amerikanischen Schriftsteller wird. Nach Berlin wollte er nie wieder zur\u00fcckkehren, nicht einmal f\u00fcr eine Lesereise, als der Zweite Weltkrieg schon vorbei war. Die Schatten der j\u00fcngsten Vergangenheit waren damals offenbar noch so m\u00e4chtig, dass sie keine literarischen Phantasien, keine poetischen Entw\u00fcrfe der Gegenwart neben sich duldeten. Das Schreiben, und insbesondere das Schreiben auf Russisch, musste in Berlin erst wieder erlernt werden.<\/p>\n<p>So ist es kein Zufall, dass eine neue Generation schreibender Russen in die deutsche Hauptstadt kam, als Berlin sich nach der Wiedervereinigung gerade in eine riesige Baustelle verwandelte und die Zukunft so offen schien, dass man sie v\u00f6llig frei imaginieren konnte. Es liegt eine gro\u00dfe Herausforderung und zugleich eine historische Aufgabe darin, dieser Stadt eine eigene Signatur aufzupr\u00e4gen und sie mit neuen Helden zu bev\u00f6lkern, die vielleicht nicht mehr als Geister sind, sich aber deshalb umso besser dazu eigenen, es mit alten Gespenstern aufzunehmen und zu einer Vision beizutragen, mit der es sich zu leben lohnt.<\/p>\n<p>Keynote-Vortrag f\u00fcr das <a href=\"http:\/\/stadtsprachen.de\/event\/ostpol-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">PARATAXE SYMPOSIUM II: OSTPOL BERLIN<\/a><\/p>\n<p>Die russische Fassung dieses Textes ist zu lesen beim Magazin\u00a0\u201e<a href=\"http:\/\/berlin-berega.de\/nur-bei-uns\/vassilieva-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u0411\u0435\u0440\u043b\u0438\u043d.\u0411\u0435\u0440\u0435\u0433\u0430<\/a>\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schlusspassage seines ber\u00fchmten Romans \u201eDer Idiot\u201c l\u00e4sst Fjodor Michailowitsch Dostojewski eine seiner Protagonistinnen, die als Russin Europa bereist, das n\u00e4mliche Europa, ja, das ganze Ausland, als blo\u00dfe Phantasie bezeichnen. 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