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La Grieta: spanischsprachiges kreatives Schreiben und Poesie aus Berlin

1 April 2020, 2:41 pm - Blog - Luisa Mendoza

Sorry, this entry is only available in German and European Spanish.

Es ist Mittwoch im Café Madame. Wie seit zwei Jahren üblich, trifft sich hier La Grieta, eine Gruppe für kreatives Schreiben und Poesie. Umarmungen, Gelächter und Küsse feiern den Beginn des Treffens. Getränke werden bestellt, meistens Rotwein. Bleistifte und Notizbücher werden vorbereitet. Nach einer kurzen und intensiven Unterweisung durch Maria, Lehrerin und Schöpferin des Kurses, beginnen die Worte durch den Raum zu schweben. Alle schreiben pausenlos, während sie leise das Geschriebene aussprechen, das Echo einiger schwingt im Schreiben anderer mit. Alle schaffen, teilen und erzeugen gemeinsam.

La Grieta ist eine Gruppe, die aus einem Kurs für kreatives Schreiben von Maria Sanchez Alonso hervorgegangen ist. Der Name bedeutet auf Spanisch Riss, und dies bezieht sich auf den Ort, an dem sie schreiben wollen. Während des kreativen Prozesses wollen sie durch einen Riss bis in die Tiefe gehen, dorthin, wo es dunkel ist, um die poetische Dimension der Wörter zu suchen. Zu den Mitgliedern gehören Irene Marquez Lopez, Sara Martin Mateo, Ana Ruiz Laguna, Andrea Mendez, Nuria Vila Clavell, Gergana Karaboycheva und Luisa Mendoza. Spanischsprachige Frauen, die in Berlin leben, alle mit unterschiedlichen Hintergründen und Berufen, alle verführt von der Kraft des Unausgesprochenen, des poetischen Wortes.

Feedback als Grundlage für Selbstschöpfung

Es muss in Berlin Hunderte kreativer Schreibgruppen in Hunderten von Sprachen geben. Was unterscheidet diese Gruppe von den anderen? In La Grieta ist die Rückmeldung, das positive Feedback, die Grundlage für die Selbstschöpfung. Die einzelnen Texte, die während des Kurses geschrieben werden, entstehen aus verschiedenen Übungen, die subtil und bereichernd die Worte, Bilder und Gefühle des anderen einbeziehen. Während dieser fast zwei Jahre hat sich La Grieta mit den Werken großer Dichter befasst, darunter die Spanier Antonio Gamoneda und José Angel Valente sowie die Argentinierin Alejandra Pizarnik befasst.

Bis heute hat die Gruppe zwei Lesungen veranstaltet, in denen die Gedichte aus dem Kursvorgestellt wurden. Wie María beschreibt, sind es „neugeborene“ Gedichte, die ihr Licht teilweise dank der gemeinsamen Arbeit und der gegenseitigen Beeinflussung in der Gruppe gefunden haben.

Doch La Grieta repräsentiert nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch eine Berliner Gemeinschaft, die kulturelle Ausdrucksformen in anderen Sprachen als Deutsch unterstützt: Die Buchhandlung Andenbuch war die erste, die ihre Türen geöffnet und La Grieta unterstützt hat, indem sie am 17. Mai 2019 ihre Räume für die erste Lesung bereitgestellt hat. Das Café Madame war nicht nur Gastgeber der zweiten Veranstaltung am 13. Dezember 2019, sondern begrüßt auch jeden Mittwoch diese Gruppe, die aus Empathie, Gegenseitigkeit und – warum nicht? – aus Schwesternschaft heraus Poesie schreibt.

Wenn du mehr über La Grieta, ihre Texte und andere Kurse für kreatives Schreiben wissen willst, besuche ihre Webseite.

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