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Call for Submissions

17 August 2018, 12:01 pm - Blog - Joey Bahlsen

We are now open to submissions for our forthcoming release! Send us your prose, poetry or non-fiction. All languages (other than German) are welcome! Take your place in Berlin’s Echelon of multilingual and contemporary literature and poetry. Reach us at info@stadtsprachen.de. Our deadline is the 17th of September. We look forward to taking this literary endeavour with you.


Berlin New York = URBAN DICTIONARY

15 July 2018, 11:09 pm - Blog - Martin Jankowski

8 days, 47 guest authors and experts and 6 legendary art locations in Berlin: From July 8 to 15 2018, the Berlin New York = URBAN DICTIONARY literary festival appeared all over the city, bringing together writers and poets of Berlin’s and New York’s literary scenes for the first time in many years: The contemporary US-literature visited Berlin – in person. The aim of the festival was to revitalize the cultural links between the “capitals of arts” and their literature scenes in order to start a new chapter of exchange and cooperation. Artistic energies were newly linked, language and genre boundaries were rescinded in times of cultural drift. Berlin New York = URBAN DICTIONARY left the beaten track of literature and consciously choose Berlin’s internationally renowned art spaces and galleries as venues for bilingual public readings, discussions and workshops. First photos of the events are already online:
www.nyb-festival.de


AFROBERLIN = cool …

1 May 2018, 1:06 pm - Blog - Martin Jankowski

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Is there an African literary scene in Berlin? Is there any African literature at all? No, says Taiye Selasi. We say: But what about all those wonderful writers & texts we found…? Highly interesting texts, books and great writers and activists from all over Berlin were our guests: On May 24th we discussed together with more than 30 authors and experts at our PARATAXE Symposium III AFROBERLIN and it was fantastic! By the shores of Lake Wannsee we went on a spectacular discovery tour on this wonderful May day – which included a party…. Many thanks to everyone who contributed and to the great audience and our friendly hosts at the LCB. The results (photos, texts, audio files of all contributions) of this unforgettable day will be published here a.s.a.p.!

Gibt es eine afrikanische Literaturszene in Berlin? Gibt es überhaupt afrikanische Literatur? Nein, sagt Taiye Selasi. Wir sagen: Aber sind all die wunderbaren Autoren & Texte, die wir gefunden haben….? Hochinteressante Texte, Bücher und große Schriftsteller und Aktivisten aus ganz Berlin waren unsere Gäste: Am 24. Mai haben wir gemeinsam mit 30 Autor*innen und Expert*innen auf unserem PARATAXE Symposium III AFROBERLIN diskutiert und es war: wirklich, wirklich erstaunlich! Für einen wunderschönen Maitag ging es auf eine wirklich tolle Entdeckungsreise an den Ufern des Wannsees – inklusive einer Party…… Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben und auch an das tolle Publikum und unsere freundlichen Gastgeber im LCB. Die Ergebnisse (Fotos, Texte, Audiodateien aller Beiträge) dieses unvergesslichen Tages werden hier baldmöglich veröffentlicht!

 

 


Interview mit Grigorii Arosev, Chefredakteur von Berlin.Berega

11 April 2018, 4:30 pm - Blog - Joey Bahlsen

Sorry, this entry is only available in German.

Das Berliner Literaturmagazin Berlin.Berega und sein Chefredakteur Grigorii Arosev, geschätzte Partner der Parataxe und des stadtsprachen magazins und Experten für russische Gegenwartsliteratur aus Berlin im Gespräch mit der stadtsprachen Redaktion.

Wie kam es zur Gründung von Berlin.Berega? Was ist die Grundidee der Zeitschrift?

Ich bin ja selbst Autor. Als ich noch in Moskau lebte, wurde ich oft von Moskauer Literaturzeitschriften kontaktiert. Daher lernte ich, wie eine organisierte Redaktion arbeiten muss, was gut und was schlecht ist. Später zog ich nach Deutschland. Die russische Literatur hat eine vielfältige und bunte Geschichte im Land von Goethe, Tucholsky und Grass. Ich stellte aber sofort fest, dass es in Deutschland keine russischsprachige Literaturzeitschrift gibt, die sich mit den Literaturen der zwei Länder Deutschland und Russland beschäftigt.

Das ist unsere Grundidee und unser Grundsatz. Wir veröffentlichen russischsprachige Autoren, die in Deutschland leben. Wir veröffentlichen Beiträge über die Verbindungen der russischen und deutschen Literaturen. Wir veröffentlichen Übersetzungen aus dem Deutschen ins Russische.

Wir versuchen, die zwei Literaturen einander nahezubringen.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit als Chefredakteur aus?

Eigentlich ist “Berlin.Berega” keine Haupttätigkeit von uns allen. Das Projekt “Berlin.Berega” ist nichtkommerziell. Wir alle haben unsere beruflichen Aufgaben und Verpflichtungen – die Redaktion von “Berlin.Berega” besteht aus professionellen Journalisten, Grafikern, Lehrern, Erziehern und Übersetzern.

Wir geben zwei Hefte pro Jahr heraus. Das bedeutet, dass wir jährlich zwei aktive Phasen haben: von März bis April und von September bis Oktober. Dann arbeiten alle Redakteure fast täglich: Wir diskutieren, redigieren und beschließen. Als Chefredakteur trage ich die Verantwortung, stets darüber nachzudenken, was wir künftig besser machen können.

Wie sehen Sie die Rolle der klassischen Print-Literaturmagazine im Zeitalter des Internets?

Meiner Meinung nach darf man diese Literaturmagazine auf keinen Fall verschwinden lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Nachrichten, Lehrbücher und Fachliteratur in Zukunft nur im Internet bzw.
mit Geräten lesen wird
. Aber Prosa? Poesie? Die verliert dadurch ihre Seele. Viele von unseren AbonnentInnen und LeserInnen freuen sich, dass “Berlin.Berega” gedruckt wird. Es gefällt ihnen, durch die Seiten zu blättern, den “Buchduft” zu riechen. Am wichtigsten ist es, gute Texte zu liefern. Die Form spielt aber auch eine große Rolle.

Wie spiegelt sich die Stadt Berlin in den Werken der russischsprachigen Berliner Autoren wieder?

Fast alle Autoren versuchen, die Erlebnisse in Berlin in Worte zu fassen. Berlin ist nicht für alle gleich, weil sie auf eigene Art und Weise schreiben. Alle sehen die Stadt unterschiedlich, aber niemand bleibt Berlin gegenüber gleichgültig. In unserer Literaturzeitschrift kann man verschiedene Texte über Berlin finden: sowohl begeisterte und romantische als auch kritische.

Übrigens hat unsere junge Autorin Darja Benert in ihrem Beitrag in “Berlin.Berega” N2/2017 darüber geschrieben. Sie verwendet den Begriff „Interkulturelle Literatur” als Gegensatz zur veralteten „Migrationsliteratur”. Ihrer Meinung nach wenden die neuen “interkulturellen” Autoren sich regionalen und lokalen Themen zu. Im Fokus stehen dann konkrete Städte, Bezirke und Orte – sie sind nicht nur ein Hintergrund, sondern auch wichtige Teile von Sujets. Das fühle ich selbst auch als Autor.

Was können wir tun, um ausländische Autoren mehr ins Licht der deutschen Literaturöffentlichkeit zu rücken?

Ganz einfach: mehr Aufmerksamkeit. Das große Hindernis ist, dass ausländische Autoren nicht auf Deutsch schreiben. Um die Autoren ins Licht zu rücken, müssen ihre Werke ins Deutsche übersetzt werden. Dafür braucht man aber viel Geld, Zeit und Ausdauer. Die anderen Möglichkeiten sind Interviews, Beiträge, Besprechungen, Podiumsgespräche, …

Was können Sie uns zur neuesten Ausgabe des Berlin.Berega Magazins erzählen? Wo und wann ist sie erhältlich?

Wie üblich geben wir verschiedene Gedichte, Erzählungen und Beiträge heraus. Ich möchte besonders zwei Texte hervorheben: die für uns geschriebene Erzählung von Olga Breininger, die in Russland eine sehr populäre Schriftstellerin ist, und die russische Übersetzung der Erzählung “Liebe auf Israelisch” von Maxim Biller, begleitet von einem Interview mit der Übersetzerin Olga Radetzkaja.
Der schnellste und einfachste Weg zur neuesten Ausgabe ist eine Internet-Bestellung. Über unsere Webseite kann man in ein paar Tagen das gewünschte Heft bekommen.

Herzlichen Dank an Grigorii Arosev und die Berlin.Berega Redaktion!

***

Weitere Informationen unter http://berlin-berega.de/


INK – THE STADTSPRACHEN PORTRAITS

7 February 2018, 2:20 pm - Blog - Joey Bahlsen

On the 16th of February 2018, preceding the Literaturport-Hafenrevue, the photo exhibition “INK – The Stadtsprachen Portraits” will open its doors to the public.

Presented by stadtsprachen magazin and the Literarischen Colloquium Berlin, the exhibition will feature portraits of Berlin’s international authors, exclusively shot by award-winning, Australian photography-artist Graham Hains. Since 2015, following an invitation by the literary festival Stadsprachen and the stadtsprachen magazin, Hains has portrayed Berlin’s international poets and authors in his trademark idiosyncratic style, and now for the first time his photos are presented to the public, in an arrangement meant to formally evoke the “Petersburg hanging” style. Should be a blast.

We do hope to see you there.

The exhibition will open at this year’s HAFENREVUE on 16 February 2018 from 18:30. Before and after the evening events or by appointment (under 030-8169960) the exhibition can be seen in the LCB until May 25th. Presented by the Literary Colloquium Berlin and the stadtsprachen magazin.


On meeting Kaurismäki

16 January 2018, 1:41 pm - Blog - Joey Bahlsen

A text by Elsye Suquilanda

Creatures of Kaurismäki, on the side of Hope

The Andalusian Chicho dog, on the dining room table, looks with certainty, a halo of light illuminates his face in the facilities of the “Kollektiv Dunckerstraße” in the city of Berlin, while an Amasauna prepares for the polar temperatures of papaya vodka Latin poetry.

It was the year 2013 when Tatyana’s scarf began to shelter us gently, we became a man without a past, as a Leningrad Cowboy who had lived in the United States, lately I have adopted his peculiar style of wearing hair as the members of this troop with Pointy boots. When I came to Europe for the first time I woke up in the port of Le Havre, the Bohemian life; it reminded me that in my house we are four members who have come from different latitudes of the planet, with different histories.

I see a man knitting a large cloak, cooking a supportive soup, letting us know that you cannot live with your eyes closed before a world full of injustices. Natural histories like the one that we live every day; Families, mechanics, factory workers, musicians, bohemians, farmers, writers. Dogs have a small role and great turn, because they connect immensely to the characters of the movie called life, Varpu – Koira (dog Varpu) points us with a kiss that exists on the other side of hope.

Pastel blue colors painted a Berlin sky, December 16, 2016, on a red carmine sofa, leaning on it, was Boo Julian, a loving Andalusian puppy with the appearance of a beach fox, the brother of Maestro Chicho, for whom on his behalf We have created the project Chichoismo (egalitarian love and respect to all living creatures).

 

I heard my name from the second floor of my home, with great emotion came the news:

 

– Guess who is nominated for the Golden Bear at the Berlinale 2017?

 

This time, a great dream, permanent work and consistency would come true …

As a silent film like Juha, I began to transport myself, at great speed, within my emotions and realism that this news caused me.

It was the great director and script writer of Finnish cinema Aki Kaurismäki that would arrive at these German lands. I did not imagine that our meeting would be so soon.

Aki is a person with a tremendously wide heart, with a lot of human warmth, humor, love for animals, full of stories of humility and respect for the less favored people of society. He is not a person who usually goes to presentations of his films, perhaps, because he is not interested in “the glamour” of the big film festivals, or as in the case of his Oscar nomination for the film: “The man without a past”, Kaurismäki said in an interview the he did not accept the award because the day after the nomination, the United States attacked Iraq and also the oil issue. Contrary to the Berlinale festival, of which it was a part, this year the aforementioned festival was dedicated to Mexico, to refugees, not walls, not wars, through art to teach us to love and to be united in a world without frontiers, headed by Dieter Kosslick, the much appreciated director of the festival.

 

Creatures of Kaurismäki

 

Why the Finns look so much like the Ecuadorians ?, question born in the highlands of the Andes of Prenzlauerg Berg

 

We will go back to the year 754

The Finns arrived in South America

Before the Vikings?

 

The Incas found the white gods

Who lived in “floating houses”

Which they would call “white gods”

By his white complexion and golden hair.

 

The Chachapoyas man!

Let’s investigate !!!!

 

With the valves pumping at a thousand per hour,

Words with the same meaning

In Quichua and Finnish:

 

 

Ayayai ayayai = pain

Otavalo Ota valo = light of day

Guagua guagua = child

Yucschi suksi = out of here

 

They celebrate the feast of the sun

Juhannus, like us the Inti Raymi

 

They have shamans,

The color of their typical costumes,

Typical music and even food!

 

Aki Kaurismäki / famous Finnish film director

 

Aki = name in Finnish, in Quichua = man

Kauris = as Tauris = white grain

Mäki in Quichua = hand, without dieresis

 

To which the sum of all gives:

Aki Kaurismäki

“The man with white hands“

 

The people of the Sierra as well as the Finns,

They open up like a flower in spring

Drinking a strong drink

We like to drink pure alcohol

We are pure people!

 

Taken from the book: “Agua de Mono Eau de Toilette Spree”

From Elsye Suquilanda

We packed Chicho and Boo Julian in their blue and mustard pullovers, an impressive sun accompanied us on a winter morning in the German capital. Very early the four immigrants went out to meet our character.

The complicity of cosmic energy was on our side. The poster of Toivon Tuolla Poulen (the other side of Hope) told me yes, the big day had arrived.

 

The press conference began at 9 am local time, a completely crowded room; photographers, journalists of all nationalities had gathered to attend an epic moment of the festival. There was Aki with his actors Sakari Kuosmanen and Shervan Haji. With his typical humor, full of life, he answered questions of the public, all his comments so human, without fancy words, brought us closer to that Chichoista man by nature. A delight, an air of freshness sneaking into the room, of laughter and truth.

 

Aki:

– Do you want to hear a part of a tango solo?

Do you want to hear a part of a Finnish tango?

 

At that moment Aki asks Sakari Kuosmanen to sing, the actor said, that this is the part he was afraid of at the festival (laughs), and that’s how the audience was captured in a single of the Finnish tango “Siks oon mä suruinen” (That’s why I’m in mourning).

 

The questions continued. One of them, “What motivated him to make his last film?” To which he replied:

 

– I see everything that is happening in my country on refugee issues, I just can not let it pass, I can not put a blindfold on my eyes.

 

Thus the questions, and the sentences that would remain marked in history, or in the hearts of many, continued:

– “Do not forget, that tomorrow you could be a refugee”

– “With my films, I want to change the mentality of Europe and then Asia”

 

In the Berliner Palast about 2 pm we were in the outskirts, already changed clothes, with one of the small Andalusian dogs, part of the welcome cortege of Aki, who this time would pass by the red carpet, for the respective Photos of the festival, and to greet his audience, came the time of the world premiere of his new film.

The queue to enter was increasing minute by minute. We, full of surreal emotion, we were located to one side of all that sea of ​​people, waiting for Aki. Carriages were coming in, different personalities of the cinema were coming down, they did not seem to matter, time stopped cautiously, gave us wings and incorporated their particles. We headed to an area specially designated for “fans” and photographers, at the entrance we were told that Boo Julian could not enter, how?, If that was the biggest surprise for Aki! … Then we took it easy, It was me who entered, Jasu and Boo stayed outside.

The moment arrived: Aki entered with a group of people, immediately called his attention with a: “Aki, greetings from Ecuador!” In the corner where the photo shoot begins. Immediately he turned his torso and walked to the place where I was, signed a couple of autographs, then approached me, I brought with me a diploma where Chichoism certified that Aki Kaurismäki had been illuminated by the philosophy of four-legged angels “Continue your example of protection and respect for all living creatures”. I thanked him for his magnificent work, I also told him, that they had not let my dog ​​Boo Julian enter, to which Aki commented: – I love dogs, if dogs are not allowed here, I should go, and made the gesture of leaving , then smiled, hugged me. This moment caused a lot of fraternity between the present, when Aki, retired from the place, the reactions of those who were there, were of smiles, of hugs for me, a photo polaroid was given to me, a girl excited about what had happened, had taken it with her camera.

I went out happily to tell the boys, a photographer was following me, excited. Jasu and Boo had found Aki at the entrance, the loving Kaurismäki without a second thought, hugged and kissed the little andalus.

At a ceremony closing the festival on February 18, he was awarded the Silver Bear as best director. A very characteristic performance of his personality: this time he did not go on stage, he did not dance rock and roll, he did not dance tango. The presenters gave the Bear to him in the place where he was with his crew, his immediate reaction was to deliver the trophy to his actors while he made gestures of a bear.

Meanwhile in the news, the world is more concerned with “performance” on nominations day, than with details such as him giving way to a woman in a wheelchair, lovingly embracing people, his wonderful work of years, of that hope, which his last film shares with us through humor and a deep message.

This has only been the beginning of these creatures of Kaurismäki.

And an Amasauna cooking slowly in a pressure cooker about to explode!

 

 

 

 

 

 

 

 


PARATAXE ft Pisa Book Festival with Rasha Abbas and Eugene Ostashevsky

27 November 2017, 4:30 pm - Blog - Anna Giannessi

On November 11th, PARATAXE travelled to Italy along with Rasha Abbas and Eugene Ostashevsky to participate in the Pisa Book Festival. The festival celebrated its 15th edition this year and it has grown to become a focal point of the exchange between Italian independent publishing houses; national and international writers; as well as translators and illustrators.

To mark this occasion, the Berliner Literarische Aktion organized a reading and discussion with the Russian poet Eugene Ostashevsky and the Syrian writer Rasha Abbas, hosted by Martin Jankowski and Anna Giannessi. Characterized by multilingualism, the PARATAXE project and stadtsprachen magazin were presented to the wider public of the festival in English, Italian and Arabic. The two Berlin authors discussed their texts and their future works and read in their original language, while Italian translations were provided for the first time for this occasion.

The event has once again indicated people’s interest into the multitude of multilingual literature, migration, the wonders of translation, and other topics that have been dear to us since the STADTSPRACHEN festival in 2016. We want to thank the Pisa Book Festival, the participants and the Italian public!

 

The reading has been filmed and can be seen here:

 

 


Der EHEMALIGE Osten?

14 November 2017, 11:12 am - Blog - Martin Jankowski

Sorry, this entry is only available in German.

Die nach wie vor sehr verbreitete Redensart vom “ehemaligen” Osten spricht Bände kulturkolonialen Denkens, gerade auch, wenn Berliner so sprechen. Zur Klärung der Tatsache, dass Berlin wie eh und je komplett im Osten liegt und gerade deshalb seit Jahrhunderten über eine reiche, hochkomplexe und faszinierende Gegenwartsliteratur in allen nur denkbaren osteuropäischen Sprachen verfügt, haben wir Autor*innen, Expert*innen und Literaturaktivist*innen all dieser Szenen für einen ganzen Tag ins LCB eingeladen, um gemeinsam eine wissenschaftliche, literarische und atmosphärische Bestandsaufnahme zu starten, die Impulse für eine andere, realistischere Wahrnehmung des Ostens für die Literatur Berlins setzen könnte. 30 aktiv Beitragende aus 11 Sprachkreisen (darunter 22 Frauen) haben wir zu Panels und Lesungen eingeladen, damit Perspektiven und Kontakte ausgetauscht werden können, die uns vielleicht zu neuen Erkenntnissen, Projekten und Kooperationen führen…

Die vielsprachige Berliner Buchhandlung ostpost ergänzt das OSTPOL BERLIN Programm durch einen Büchertisch der literarischen Entdeckungen; der vielfältige Streetfood-Meister Mr P versorgt uns einen Tag lang mit östlichen Köstlichkeiten, und abends lesen drei großartige, auch international reüssierende Berliner Schriftstellerinnen, die nicht auf Deutsch schreiben, in ihren Literatursprachen sowie in deutscher Übersetzung! Der Eintritt für das Symposium-Tagesprogramm ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter: mail@lcb.de. Dieses Symposium erhebt keine Teilnahmegebühr, nur der Eintritt zur Abendlesung kostet 8/erm. 5 €. Herzlich willkommen im GEGENWÄRTIGEN Osten!

Witaj! Добро пожаловать! გამარჯობა! Добре дошли! Vítejte …


… & WHAT HAPPENED THEN

26 October 2017, 2:17 pm - Blog - Martin Jankowski

Almost exactly one year ago, on October 28th 2016, after many years of preparation, our city-wide STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins began in Pfefferberg with a remarkable speech held by Ingeborg Bachmann Prize winner Sharon Dodua Otoo as well as contributions from (among others) the Serbian-speaking author Bora Ćosić and the Hungarian poet Kinga Tóth. For the first time we explicitly drew Berlin’s writers, who don’t compose their texts in German, into the focus of the cultural public and with actions, performances, workshops and presentations in more than 30 different languages over ten days render the multilingual, contemporary literature of the city visible and audible. In a hitherto unparalleled cooperation, the most diverse actors of Berlins literary scene were active with us among others: alba. Lateinamerika lesen e.V.auslandkook e.V.La mer geléeLatinaleLettrétagemikrotextSAND und The Reader Berlin. With more than 100 Berliner authors, translators und cultural creators spanning 42 different languages, we celebrated ten days together, in the most diverse of ways, the multilingualism of Berlins contemporary literature.

Today, a year later, we can only be pleased with the grand success of this festival and its persistent effects: All of the big literary houses and several festivals of the city (and occasionally beyond) were made aware of the STADTSPRACHEN-authors and meanwhile present them frequently in their programs. Translations, book projects and invitations to projects and readings were the lasting consequences of our project for many participants. A diverse network formed and steadily grows, which links Berlins literary scene in a new way through mutual regard, solidarity and cooperation. The attention brought to the contemporary, multilingual literature of Berlin has exceeded all expectations. With support of the Berliner Senat, the city-wide reading series PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins has arisen from the one-time festival, with which we still present the new non-German writers of Berlin at alternating locations and with an ever-expanding circle of partners. With our project as paragon, a thematically similar project was held at the London Book fair and at LCB our symposium for the Latin-American literatures of Berlin turned into an enthusiastic “alumni reunion” of authors and experts. In June Basel hosted our Afroberlin “division” as idea export; with our partners from the Osteuropatagen we travelled last weekend to Stettin und at the beginning of November there will be a complete PARATAXE-reading at the Pisa Book fair before we head into the end of November with the symposium for east European literature in Berlin at LCB. Newly translated non-German authors found an eager audience at LettrétageEnglish Theatre BerlinPanda TheaterMaschinenhausausland and Brotfabrik, and numerous installments are in the works. In fall the Berliner Senat, not unimpressed by the developments, announced for the first time writers grants exclusively for non-German Authors of Berlin.

Since January 2017 our stadtsprachen magazine, realized unfortunately without a budget so far, ensures that all our discoveries, contacts and literary treasures aren’t lost, rather made permanently accessible to the public. Our editors Joey Bahlsen and Birger Hoyer dedicatetly take care of the multilingual biographies for all participating Authors, translators, moderators, and experts whose circles happily grow weekly – Berlin’s literary scenes are an inexhaustible fountain of creativity – they take care of professional translations and the publication of literary contributions in all thinkable languages. This innovative Online magazine of Berlins contemporary literature contains information and links to 121 Authors, 40 translators as well as 127 literary essays, stories and poem cycles in 15 different languages (as of issue #3). The stadtsprachen magazine has at present an average 5000 monthly readers.

All of this is cause for great joy, therefore, at this point, I’d like to thank the many passionately contributing participants and partners from the depths of my heart – and wish for us all that these positive developments persist and may bring us to new lands and possibilities.

Martin Jankowski

Blog

Editorial no. 3

15 September 2017, 1:00 pm - Blog - Joey Bahlsen

The stories & poems we’ve collected, edited and presented for this, our third release, seem to have nothing much in common. 25 texts, by 24 authors (21 different translators), in more than 10 languages. They’re political & poetic, mystic and mischievous, vague and specific. They include all or none of these characteristics.

We’ve gathered tales of blossoming and withering things. Blooming hibiscus’, swarming bougainvillea weave through the paragraphs and sentences of our newest release. Liquid stories. That spill, stain, spray, splash, cloud and uncloud. Poems that puzzle, poems that illuminate and dissolve.

The one thing these texts have in common is a distinctness of voice. A note, unlike one another. A scent of their own, if you will.

Ideally, we endeavour that these unique voices help epitomise the aesthetic conscience of the literary city Berlin.

 

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Editorial office stadtsprachen magazin

 

 

 


GRANTS for “non-German” Berlin-based authors …

22 August 2017, 8:35 pm - Blog - Martin Jankowski

Sorry, this entry is only available in German.

GOOD NEWS: Dear friends of STADTSPRACHEN, PARATAXE & Co: For the first time the senate of Berlin tenders grants for officially Berlin-based (fiction) authors of “non-German” languages (meaning: other languages than German) for 2018.

They offer six annual grants for professional literary writers of up to 24,000,- € (12 x 2000,- €).  This is a great chance for all of you with grand plans and great literary skills. And it is the long-awaited result of our long struggle for equal rights for all the languages Berlin writes in.

Application form and exposé must be given in German language, the extract of the manuscript can be in ANY language! Details see link below. Fun fact: The Berlin senate of culture published the official text with a download link of the detailed conditions in German HERE and now also IN ENGLISH. Deadline is Oct 19 until 6 pm latest.

In case you need support and advice for your application or the application process, please send us your questions via e-mail or try to appoint a counseling interview with our office via info@stadtsprachen.de


VIMU

9 August 2017, 4:00 pm - Blog - Joey Bahlsen

Stadtsprachen-friends Elsye Suquilanda and Jarno Eerola introduce the new iOS app VIMU.

In their own words:

“Vimu is a free video app for iOS that translates the camera view into music.

You can record 16 second videos with music included and share them instantly on Facebook and Twitter.

Vimu has three visual filters (black and white, old school and alien).

Vimu detects the mood of the scene and creates unique music free for you to share anywhere!

You don’t need to narrate or edit your videos with Vimu – they are as good as they can get, ready for exposure!

You can create musical flyers or promotions of your performance and events. You can make videos of you working and it will sound great! You can easily get creative and come up with new stories to catch your audience.”

VIMU on Itunes
How to use VIMU

 

filmed at the PARATAXE presentation on the 8th of june 2017


Puerto Berlín, dokumentiert

14 July 2017, 10:32 am - Blog - Joey Bahlsen

Sorry, this entry is only available in German.

Die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen einst und jetzt wurde am 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium I “Puerto Berlín” im LCB mit fast dreißig Autoren und wissenschaftlichen Experten sowie mehr als siebzig interessierten Besuchern aus verschiedensten Blickwinkeln erstmals überhaupt dargestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Berliner Literarische Aktion, das Literarische Colloquium Berlin und das Webportal Literaturport unter der Leitung der Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte von der Latinale präsentierten erstmalig einen vielstimmigen Tag lang Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin. Links zu den aufschlussreichsten Beiträgen und Ergebnissen des Symposiums finden sich ab sofort als Texte, Videos oder Audioaufnahmen (ggf. auch mehrsprachig) in unserer Programmdokumentation. Hochinteressant beispielsweise die Keynote von Patricia Cerda über die Geschichte der chilenischen Exilautoren in Berlin Ost wie West, die Panel-Beiträge von Susanne Klengel und Monika Walter oder auch Ricardo Domenecks im abendlichen Lesungsgespräch ausgeführte These, dass Lateinamerika eine europäische Fiktion sei, die es so in der Realität gar nicht gäbe.

Bitte beachten: Die deutschen Versionen einiger Beiträge, die derzeit noch nicht verlinkt sind, werden zunächst als Prints in der Septemberausgabe 2017 der Zeitschrift  Sprache im Technischen Zeitalter erscheinen (und zu gegebener Zeit ebenfalls verlinkt). Dennoch können alle Beiträge des Symposiums ab sofort vollständig als Audioaufnahmen nachgehört werden, unter den bei uns (s.o.) dokumentierten Audiolinks finden sich die einzelne Programmabschnitte jeweils so aufgeführt, dass man sich bestimmte Passagen ggf. auch heraussuchen kann.

Die Ergebnisse unserer Parataxe Symposien werden demnächst zudem auch auf writers@berlin dargestellt, dem neuen Bereich des LCB-Webportals Literaturport, unserem Parataxe-Kooperationspartner.


Milenko Goranovič liest aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”

3 July 2017, 1:47 pm - Blog - Joey Bahlsen

Milenko Goranovič liest in dem Berliner Buchladen ‘Another Country’ aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”. Violin played by Leo Clemens. Camera and editing by Graham Hains.


Editorial no. 2

14 June 2017, 8:00 pm - Blog - Birger Hoyer

What constitutes the fascination of Berlin as literary city? What attracts literatures from all over the world? These among other questions will be examined by the new edition of the stadtsprachen magazin. 25 authors write in and about Berlin, in languages such as Spanish, English, French, German, Arabic, Bosnian, Portuguese, Italian and Polish. Thus, German contemporary literature is by no means confined to the German language. Berlin is the city of multitudinous languages and cultures, as shown by the poems, tales, novel excerpts, non-fictions and illustrations on this site. Many of the texts are first publications, especially the translations.

The light of the languages illuminates the dark contours of Berlin’s cityscape and brings to life the narratives of this city. In the stadtsprachen magazin, the poeticity of translation appears in a new light, the borders between original and translated texts are blurred. The languages of the world effervesce from every nook, along every crack in the asphalt, and together form a literary reservoir from which authors draw their ideas. In its language-euphony, reading the stadtsprachen magazin is not unlike a stroll through the city of Berlin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Editorial staff stadtsprachen magazin

 


Dämonen der Poesie

9 June 2017, 2:30 pm - Blog - Martin Jankowski

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Am kommenden Mittwoch, den 14. Juni 2017, gibt es die einmalige Gelegenheit, eine der erstaunlichsten lyrischen Traditionen unseres Planeten kennenzulernen: Der balinesische Dichter-Brahmane SAMAR GANTANG kommt in Begleitung von Indonesiens wichtigster Gegenwartslyrikerin, DOROTHEA ROSA HERLIANY, für einen Abend nach Berlin, wo wir die beiden Poeten und ihre ungewöhnlichen Werke ab 20 Uhr bei freiem Eintritt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vorstellen: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens
.. Besonders die Vortragskunst von Samar Gantang dürfte für alle, die noch nie bei einer balinesischen Lesung oder Zeremonie dabei waren, etwas beeindruckend Neues und Ungewöhnliches sein. Er beherrscht die Kunst der balinesischen Mantra-Chanten, Modre genannt und ist dafür vor allem auf Bali und Java populär: Sprituelle balinesisch-hinduistische Tradition trifft hier auf postmoderne Dichtkunst und extatische Beat-Poetry-Techniken. Obwohl sehr spektakulär, sind seine Auftritte, die tief in der balinesischen Tradition verwurzelt sind, nicht ursprünglich für die Bühne entworfen, sondern gewissermaßen spirituelle Akte: Die Balinesen und vor allem ihre spirituellen Führer halten einen Dialog mit bösen und guten Geistern gleichermaßen sowie mit der Außenwelt und dem spirituellen Bereich. Die Mischung aus Gebet und Dialog soll für den Menschen eine reinigende Wirkung haben. Gantang hat viele Poesiebände und Kurzgeschichten in Balinesisch und Indonesisch veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Um seine Bedeutung zu ehren, hat der staatliche Fernsehsender Balis TVRI ein spezielles Programm für ihn eingerichtet, genannt Gatra Bali, in dem er täglich eines seiner Gedichte für „fünf Minuten jeden Tag“ vorträgt. Erstmals überhaupt ist Samar Gantang in Berlin zu Gast, eigens für seinen Besuch liegen auch deutsche Übertragungen seiner ungewöhnlichen Poesie vor.
.. Auch die Gedichte von DOROTHEA ROSA HERLIANY haben es in sich: Vielfach preisgekrönt, widmet sich diese Dichterin vor allem weiblichen Themen und hat mit ihrer wenig romantischen, eindringlichen Lyrik Maßstäbe für die Dichtkunst Südostasiens gesetzt: Nachzulesen in den hervorragenden Übersetzungen ihrer Gedichte im Band “Hochzeit der Messer” (übersetzt von Brigitte Oleschinski und Ulrike Draesner), aus denen an diesem Abend zweisprachig gelesen wird.

Ein mehrsprachiger Abend mit Performance, Lesung und Gesprächen – mit Übersetzung. Eintritt frei! Selamat datang – herzlich willkommen!


PARATAXE Presentation in the PANDA Theatre

31 May 2017, 12:00 pm - Blog - Theresa Rüger

The location: a „not only Russian theatre”; add to that the poetry of the Colombian founder of the first all-women salsa band in Berlin and a tale from the Canadian-born son of Ecuadorian and Irish parents – to celebrate the launch of the second edition of the stadtsprachen magazin, Parataxe – the international literary scenes of Berlin.  We invite our guests to the PANDA Theatre: At 8pm on Thursday, 8th June 2017. Sonia Solarte Orejuela and Ian Orti will read from their texts in the original languages; in addition, German translations, prepared exclusively for this occasion, will be presented. Together with their translators, Christiane Quandt (Sonia S.) and Joey Bahlsen (Ian O.), the authors will answer questions about their literary creations and their personal experiences as authors in Berlin in a familiar atmosphere. Martin Jankowski, author and Parataxe project-head, leads through the multilingual evening (German, English, Spanish) with surprises – and translations.

Solarte Orejuela’s variously published and prizewinning poems radiate energy: rhythm constitutes a fundamental characteristic of her texts; all along, uniting word and song has been a crucial objective for the Colombian.

Ian Orti writes because he can’t help it – and his writing has earned him both awards and recognition for his fascinating style – as well as comparison with names such as Ondaatje and Cohen. Linearity plays a minor role in his complex worlds, imaginative and labyrinthine in character. Orti’s short stories were published in various North American and European magazines – and are now available for the first time in German, during our Parataxe evening and in our stadtsprachen magazin.

So, folks, come join us: These texts are definitely something new and the authors are a real discovery…


Am Freitag im LCB …

23 May 2017, 3:47 pm - Blog - Joey Bahlsen

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© Graham Hains

Gibt es Lateinamerika überhaupt? Wie diskutiert man die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen, ohne sie auf ihre Herkunft zu reduzieren? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Freitag, den 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium “Puerto Berlín” im LCB ausgiebig beleuchtet. Mehr als siebzig Besucher und fast dreißig aktive Teilnehmer trugen erstmals systematisch zusammen, was Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin bedeuten.

Wunderschöne, gelassene Stimmung hatten wir am sonnigen Wannsee: Es wurde diskutiert, gelacht und gelernt, zwischendurch gab es leckere Empanadas zur Stärkung (dank Ramon Cuello alias Pichi). Sogar das Wetter war irgendwie lateinamerikanisch. Das Who’s Who der Lateinamerikanistik verschiedenster Generationen fand sich unter einem Dach ein, dazu die unterschiedlichsten Berliner Autor*innen spanischer und portugiesischer Sprache. Ein reger Austausch entstand von morgens bis abends, sowohl in den Panels als auch am Rande der offiziellen Gespräche – auf der Terrasse, am Büchertisch (Andenbuch) im schattigen Foyer oder auch auf den frühlingsgrünen Wiesenhängen zum Wannsee hin. (Fotos von Graham Hains.)

Die chilenische Autorin Patricia Cerda aus Berlin referierte zum Thema der lateinamerikanischen Literatur des Booms, der 60er und 70er in Ost und West. Später folgten die Literaturwissenschaftlerinnen Monika Walter (Ostberlin) und Susanne Klengel (Westberlin) sowie Herausgeber Jorge Locane (Argentinien) und Verleger Juan Sanz (Spanien) mit Beiträgen in Spanisch und Deutsch, sowie eine doppelbödige (und bilinguale) Poesie-Intervention der brasilianischen Berlinerin Érica Zíngano. Zwischendurch bereicherten Videobeiträge von Michi Strausfeld, Berthold Zilly und Ethel Barja das Programm mit fundierten Auskünften und Berichten. Die argentinische Berlinerin Esther Andradi brachte ihre Sicht ein und die Redakteure des Magazins “Alba – Lateinamerika lesen” zeichneten ein differenziertes Bild der Berliner Lateinamerikaszene von heute.

Auf der abendlichen Lesung las der Brasilianer Ricardo Domeneck aus seinen Gedichten, die Chilenin Patricia Cerda aus ihrem noch unveröffentlichten Roman “Luz en Berlín” und die vielfach preisgekrönte Argentinierin Samanta Schweblin stellte ihren im Herbst erscheinenden neuen Erzählungsband vor. Die deutschen Übersetzungen der Texte wurden mit beeindruckendem Verve performt von Schauspieler Denis Abrahams.

Alle Beiträge des Puerto Berlín wird man demnächst hier bei uns auch online nachlesen, nachsehen und nachhören können; alle Beitragenden werden in unserem WHO?-Lexikon (siehe button in der Kopfleiste) ausführlich mehrsprachig vorgestellt. Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich bei allen Mitwirkenden und Unterstützern für dieses rundum gelungene, ergebnisreiche Symposium  – vor allem auch bei unseren Fachkuratoren Rike Bolte und Timo Berger (von der Latinale) sowie dem wunderbaren Team des LCB mit Jürgen Becker, Marie Schöck & Co! Und natürlich bei den Parataxe-Förderern der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

***

Weiter geht es mit der Parataxe am 8. Juni mit Ian Orti und Sonia Solarte um 20 Uhr im Panda Theater! (Siehe hier.)

Außerdem präsentieren die Nächte des Ramadan & Berliner Literarische Aktion e.V. am 14. Juni um 20 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei gemeinsam einen PARATAXE Weltliteratursalon extra: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens mit Dorothea Rosa Herliany und Samar Gantang.

Am 23. und 24. Juni ist Stadtsprachen Afroberlin dann zu Gast in der Schweiz beim Image Afrique Festival in Basel! Unter anderem mit Henri-Michel Yéré, Steve Mekoudja und Wilfried N’Sondé. Eintritt frei! Moderationen: Acèle Nadale und Martin Jankowski.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Autor*innen auf unserer Terminseite.

Gerne veröffentlichen wir multilinguale literarische Berliner Termine.
Schickt sie uns an info@stadtsprachen.de !


PUERTO BERLÍN – die lateinamerikanischen Autor*innen Berlins

9 May 2017, 10:33 am - Blog - Martin Jankowski

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Im Rahmen unseres Projektes PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins findet am Freitag, den 19. Mai 2017 einmalig das Symposium “Puerto Berlín – Lateinamerikanische Autor*innen in Berlin” statt. Das Literarische Colloquium Berlin, Literaturport, die Berliner Literarische Aktion und die Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte präsentieren Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur Berlins. Keine Teilnahmegebühr, um Anmeldung wird gebeten unter: mail@lcb.de ! (Mittags und abends sind Pausen mit einem Imbissangebot  vorgesehen. Eintritt zur abendlichen Lesung: 8/5 €.)

>> Ab 10.30 Uhr setzen sich im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin) zahlreiche Wissenschaftler*innen, Autor*innen und Übersetzer*innen mit den Themen Exil, Migration und Literatur zwischen Lateinamerika und Berlin auseinander:

DAS detaillierte TAGESPROGRAMM FINDET SICH: HIER!

Um 20.00 Uhr findet abschließend die multimediale, mehrsprachige Lesung Briefe an die Amphibien statt: Rike Bolte und Timo Berger fassen die Beiträge und Diskussionen des Tages zusammen. Dann lesen zweisprachig: Ricardo Domeneck (Brasilien/Berlin), Samanta Schweblin (Argentinien/Berlin) und Patricia Cerda (Chile/Berlin). Durch den Abend führt Tobias Kraft (AdW/BB). Dazu werden Berlin-Poetryfilme lateinamerikanischer Dichter*innen gezeigt.

HERZLICH WILLKOMMEN.

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PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarische Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Parataxe Symposien finden in Kooperation mit dem LCB und Literaturport statt.

 


Editorial

7 April 2017, 10:36 am - Blog - Joey Bahlsen

Berlin is the city of myriad languages and stories. A literary tension, previously captured by Isherwood and Nabakov, comparable to Kafka’s Prague, Joyce’s Dublin and Pessoa’s Lisbon, haunts the streets of Berlin. For centuries the city has been home to people who speak languages other than German. The multilingual, contemporary Berlin literature, this one-of-a-kind mesh of voices, is now being publicly commended with the literary magazine stadtsprachen. A magazine that captures and celebrates the unique Berlin feeling.

The diverse, vibrant literary scenes of the city aren’t merely presented but furthermore invited to dialogue with one another. It is additionally an attempt to do justice to the perpetually shifting Berlin cityscape: a city, as ambivalent as it is multifaceted, in which languages other than just English and German have always been spoken. A new language is always an entry into another culture, another world.

The art of language(s) is what is central to the premise of the stadtsprachen magazin. The multilingual individuals of the Berlin literary world, who have long enriched Berlin with their prose, poetry, translations and publications will finally find their deserved place in the public spotlight. We see it as our duty and privilege to intertwine the multilingual threads of the swarming Berlin. Literary connections are found and nourished. Berlin gets to know itself. It celebrates its literary diversity. In the stadtsprachen magazin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Editorial staff stadtsprachen magazin


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