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AFROBERLIN am 24. Mai!

1 mayo, 13:06 - Blog - Martin Jankowski

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Is there an African literary scene in Berlin? Is there any African literature at all? (No, says Taiye Selasi.) And if so, what do we have to do with it? Such questions have led us to highly interesting texts, books and great writers and activists all over Berlin: On May 24th we invite you all together to our PARATAXE Symposium III AFROBERLIN! For a wonderful May day we will go on a truly amazing discovery tour by the shores of Lake Wannsee – including a party…. And you’re invited, too: Please SAVE THE DATE.

http://stadtsprachen.de/wp-content/uploads/2018/02/afrologo.jpg-300x261.png
Gibt es eine afrikanische Literaturszene in Berlin? Gibt es überhaupt eine afrikanische Literatur? (Nein, sagt Taiye Selasi.) Und falls doch – was haben wir damit zu tun? Derlei Fragen haben uns zu hochinteressanten Texten, Büchern und großartigen Autorinnen und Aktivisten überall in Berlin geführt: Am 24. Mai laden wir sie alle zusammen zu unserem derzeit in Planung befindlichen PARATAXE Symposium III AFROBERLIN ein! Einen wunderbaren Maientag lang werden wir an den Ufern des Wannsees gemeinsam auf eine wahrhaft erstaunliche Entdeckungstour gehen – inklusive Party… Sie sind/Ihr seid auch eingeladen: SAVE THE DATE.

 


Interview mit Grigorii Arosev, Chefredakteur von Berlin.Berega

11 abril, 16:30 - Blog - Joey Bahlsen

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Das Berliner Literaturmagazin Berlin.Berega und sein Chefredakteur Grigorii Arosev, geschätzte Partner der Parataxe und des stadtsprachen magazins und Experten für russische Gegenwartsliteratur aus Berlin im Gespräch mit der stadtsprachen Redaktion.

Wie kam es zur Gründung von Berlin.Berega? Was ist die Grundidee der Zeitschrift?

Ich bin ja selbst Autor. Als ich noch in Moskau lebte, wurde ich oft von Moskauer Literaturzeitschriften kontaktiert. Daher lernte ich, wie eine organisierte Redaktion arbeiten muss, was gut und was schlecht ist. Später zog ich nach Deutschland. Die russische Literatur hat eine vielfältige und bunte Geschichte im Land von Goethe, Tucholsky und Grass. Ich stellte aber sofort fest, dass es in Deutschland keine russischsprachige Literaturzeitschrift gibt, die sich mit den Literaturen der zwei Länder Deutschland und Russland beschäftigt.

Das ist unsere Grundidee und unser Grundsatz. Wir veröffentlichen russischsprachige Autoren, die in Deutschland leben. Wir veröffentlichen Beiträge über die Verbindungen der russischen und deutschen Literaturen. Wir veröffentlichen Übersetzungen aus dem Deutschen ins Russische.

Wir versuchen, die zwei Literaturen einander nahezubringen.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit als Chefredakteur aus?

Eigentlich ist “Berlin.Berega” keine Haupttätigkeit von uns allen. Das Projekt “Berlin.Berega” ist nichtkommerziell. Wir alle haben unsere beruflichen Aufgaben und Verpflichtungen – die Redaktion von “Berlin.Berega” besteht aus professionellen Journalisten, Grafikern, Lehrern, Erziehern und Übersetzern.

Wir geben zwei Hefte pro Jahr heraus. Das bedeutet, dass wir jährlich zwei aktive Phasen haben: von März bis April und von September bis Oktober. Dann arbeiten alle Redakteure fast täglich: Wir diskutieren, redigieren und beschließen. Als Chefredakteur trage ich die Verantwortung, stets darüber nachzudenken, was wir künftig besser machen können.

Wie sehen Sie die Rolle der klassischen Print-Literaturmagazine im Zeitalter des Internets?

Meiner Meinung nach darf man diese Literaturmagazine auf keinen Fall verschwinden lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Nachrichten, Lehrbücher und Fachliteratur in Zukunft nur im Internet bzw.
mit Geräten lesen wird
. Aber Prosa? Poesie? Die verliert dadurch ihre Seele. Viele von unseren AbonnentInnen und LeserInnen freuen sich, dass “Berlin.Berega” gedruckt wird. Es gefällt ihnen, durch die Seiten zu blättern, den “Buchduft” zu riechen. Am wichtigsten ist es, gute Texte zu liefern. Die Form spielt aber auch eine große Rolle.

Wie spiegelt sich die Stadt Berlin in den Werken der russischsprachigen Berliner Autoren wieder?

Fast alle Autoren versuchen, die Erlebnisse in Berlin in Worte zu fassen. Berlin ist nicht für alle gleich, weil sie auf eigene Art und Weise schreiben. Alle sehen die Stadt unterschiedlich, aber niemand bleibt Berlin gegenüber gleichgültig. In unserer Literaturzeitschrift kann man verschiedene Texte über Berlin finden: sowohl begeisterte und romantische als auch kritische.

Übrigens hat unsere junge Autorin Darja Benert in ihrem Beitrag in “Berlin.Berega” N2/2017 darüber geschrieben. Sie verwendet den Begriff „Interkulturelle Literatur” als Gegensatz zur veralteten „Migrationsliteratur”. Ihrer Meinung nach wenden die neuen “interkulturellen” Autoren sich regionalen und lokalen Themen zu. Im Fokus stehen dann konkrete Städte, Bezirke und Orte – sie sind nicht nur ein Hintergrund, sondern auch wichtige Teile von Sujets. Das fühle ich selbst auch als Autor.

Was können wir tun, um ausländische Autoren mehr ins Licht der deutschen Literaturöffentlichkeit zu rücken?

Ganz einfach: mehr Aufmerksamkeit. Das große Hindernis ist, dass ausländische Autoren nicht auf Deutsch schreiben. Um die Autoren ins Licht zu rücken, müssen ihre Werke ins Deutsche übersetzt werden. Dafür braucht man aber viel Geld, Zeit und Ausdauer. Die anderen Möglichkeiten sind Interviews, Beiträge, Besprechungen, Podiumsgespräche, …

Was können Sie uns zur neuesten Ausgabe des Berlin.Berega Magazins erzählen? Wo und wann ist sie erhältlich?

Wie üblich geben wir verschiedene Gedichte, Erzählungen und Beiträge heraus. Ich möchte besonders zwei Texte hervorheben: die für uns geschriebene Erzählung von Olga Breininger, die in Russland eine sehr populäre Schriftstellerin ist, und die russische Übersetzung der Erzählung “Liebe auf Israelisch” von Maxim Biller, begleitet von einem Interview mit der Übersetzerin Olga Radetzkaja.
Der schnellste und einfachste Weg zur neuesten Ausgabe ist eine Internet-Bestellung. Über unsere Webseite kann man in ein paar Tagen das gewünschte Heft bekommen.

Herzlichen Dank an Grigorii Arosev und die Berlin.Berega Redaktion!

***

Weitere Informationen unter http://berlin-berega.de/


INK – THE STADTSPRACHEN PORTRAITS

7 febrero, 14:20 - Blog - Joey Bahlsen

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Am 16. Februar 2018 öffnete die Fotoausstellung “INK – Die Stadtsprachen-Porträts” ihre Pforten für die Öffentlichkeit.

Die Ausstellung, die vom stadtsprachen magazin und dem Literarischen Colloquium Berlin präsentiert wird, zeigt Porträts der internationalen Autoren Berlins, die exklusiv vom preisgekrönten australischen Fotokünstler Graham Hains realisiert wurden. Seit 2015 porträtiert Hains auf Einladung des Literaturfestivals Stadsprachen und des stadtsprachen magazins die internationalen Dichter und Autoren Berlins in seinem unverwechselbaren Stil. Hains nimmt sich Zeit für die Personen, die er in Ganzkörperbildern ablichtet und lässt seine Portagonisten die Orte für die Porträts stets selbst wählen. Nun werden diese Fotos erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, in einem Arrangement, das formal an die “Petersburger Hängung” erinnert: Hains beeindruckende Bilder sind eine echte Entdeckung. (Hintergründe seiner Arbeit HIER.)

Wir würden uns freuen Sie dort zu sehen.

Vor und nach den Abendveranstaltungen oder nach Terminvereinbarung (unter 030-8169960) ist die Ausstellung noch bis zum 25. Mai im LCB zu sehen.


On meeting Kaurismäki

16 enero, 13:41 - Blog - Joey Bahlsen

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A text by Elsye Suquilanda

Creatures of Kaurismäki, on the side of Hope

The Andalusian Chicho dog, on the dining room table, looks with certainty, a halo of light illuminates his face in the facilities of the “Kollektiv Dunckerstraße” in the city of Berlin, while an Amasauna prepares for the polar temperatures of papaya vodka Latin poetry.

It was the year 2013 when Tatyana’s scarf began to shelter us gently, we became a man without a past, as a Leningrad Cowboy who had lived in the United States, lately I have adopted his peculiar style of wearing hair as the members of this troop with Pointy boots. When I came to Europe for the first time I woke up in the port of Le Havre, the Bohemian life; it reminded me that in my house we are four members who have come from different latitudes of the planet, with different histories.

I see a man knitting a large cloak, cooking a supportive soup, letting us know that you cannot live with your eyes closed before a world full of injustices. Natural histories like the one that we live every day; Families, mechanics, factory workers, musicians, bohemians, farmers, writers. Dogs have a small role and great turn, because they connect immensely to the characters of the movie called life, Varpu – Koira (dog Varpu) points us with a kiss that exists on the other side of hope.

Pastel blue colors painted a Berlin sky, December 16, 2016, on a red carmine sofa, leaning on it, was Boo Julian, a loving Andalusian puppy with the appearance of a beach fox, the brother of Maestro Chicho, for whom on his behalf We have created the project Chichoismo (egalitarian love and respect to all living creatures).

 

I heard my name from the second floor of my home, with great emotion came the news:

 

– Guess who is nominated for the Golden Bear at the Berlinale 2017?

 

This time, a great dream, permanent work and consistency would come true …

As a silent film like Juha, I began to transport myself, at great speed, within my emotions and realism that this news caused me.

It was the great director and script writer of Finnish cinema Aki Kaurismäki that would arrive at these German lands. I did not imagine that our meeting would be so soon.

Aki is a person with a tremendously wide heart, with a lot of human warmth, humor, love for animals, full of stories of humility and respect for the less favored people of society. He is not a person who usually goes to presentations of his films, perhaps, because he is not interested in “the glamour” of the big film festivals, or as in the case of his Oscar nomination for the film: “The man without a past”, Kaurismäki said in an interview the he did not accept the award because the day after the nomination, the United States attacked Iraq and also the oil issue. Contrary to the Berlinale festival, of which it was a part, this year the aforementioned festival was dedicated to Mexico, to refugees, not walls, not wars, through art to teach us to love and to be united in a world without frontiers, headed by Dieter Kosslick, the much appreciated director of the festival.

 

Creatures of Kaurismäki

 

Why the Finns look so much like the Ecuadorians ?, question born in the highlands of the Andes of Prenzlauerg Berg

 

We will go back to the year 754

The Finns arrived in South America

Before the Vikings?

 

The Incas found the white gods

Who lived in “floating houses”

Which they would call “white gods”

By his white complexion and golden hair.

 

The Chachapoyas man!

Let’s investigate !!!!

 

With the valves pumping at a thousand per hour,

Words with the same meaning

In Quichua and Finnish:

 

 

Ayayai ayayai = pain

Otavalo Ota valo = light of day

Guagua guagua = child

Yucschi suksi = out of here

 

They celebrate the feast of the sun

Juhannus, like us the Inti Raymi

 

They have shamans,

The color of their typical costumes,

Typical music and even food!

 

Aki Kaurismäki / famous Finnish film director

 

Aki = name in Finnish, in Quichua = man

Kauris = as Tauris = white grain

Mäki in Quichua = hand, without dieresis

 

To which the sum of all gives:

Aki Kaurismäki

“The man with white hands“

 

The people of the Sierra as well as the Finns,

They open up like a flower in spring

Drinking a strong drink

We like to drink pure alcohol

We are pure people!

 

Taken from the book: “Agua de Mono Eau de Toilette Spree”

From Elsye Suquilanda

We packed Chicho and Boo Julian in their blue and mustard pullovers, an impressive sun accompanied us on a winter morning in the German capital. Very early the four immigrants went out to meet our character.

The complicity of cosmic energy was on our side. The poster of Toivon Tuolla Poulen (the other side of Hope) told me yes, the big day had arrived.

 

The press conference began at 9 am local time, a completely crowded room; photographers, journalists of all nationalities had gathered to attend an epic moment of the festival. There was Aki with his actors Sakari Kuosmanen and Shervan Haji. With his typical humor, full of life, he answered questions of the public, all his comments so human, without fancy words, brought us closer to that Chichoista man by nature. A delight, an air of freshness sneaking into the room, of laughter and truth.

 

Aki:

– Do you want to hear a part of a tango solo?

Do you want to hear a part of a Finnish tango?

 

At that moment Aki asks Sakari Kuosmanen to sing, the actor said, that this is the part he was afraid of at the festival (laughs), and that’s how the audience was captured in a single of the Finnish tango “Siks oon mä suruinen” (That’s why I’m in mourning).

 

The questions continued. One of them, “What motivated him to make his last film?” To which he replied:

 

– I see everything that is happening in my country on refugee issues, I just can not let it pass, I can not put a blindfold on my eyes.

 

Thus the questions, and the sentences that would remain marked in history, or in the hearts of many, continued:

– “Do not forget, that tomorrow you could be a refugee”

– “With my films, I want to change the mentality of Europe and then Asia”

 

In the Berliner Palast about 2 pm we were in the outskirts, already changed clothes, with one of the small Andalusian dogs, part of the welcome cortege of Aki, who this time would pass by the red carpet, for the respective Photos of the festival, and to greet his audience, came the time of the world premiere of his new film.

The queue to enter was increasing minute by minute. We, full of surreal emotion, we were located to one side of all that sea of ​​people, waiting for Aki. Carriages were coming in, different personalities of the cinema were coming down, they did not seem to matter, time stopped cautiously, gave us wings and incorporated their particles. We headed to an area specially designated for “fans” and photographers, at the entrance we were told that Boo Julian could not enter, how?, If that was the biggest surprise for Aki! … Then we took it easy, It was me who entered, Jasu and Boo stayed outside.

The moment arrived: Aki entered with a group of people, immediately called his attention with a: “Aki, greetings from Ecuador!” In the corner where the photo shoot begins. Immediately he turned his torso and walked to the place where I was, signed a couple of autographs, then approached me, I brought with me a diploma where Chichoism certified that Aki Kaurismäki had been illuminated by the philosophy of four-legged angels “Continue your example of protection and respect for all living creatures”. I thanked him for his magnificent work, I also told him, that they had not let my dog ​​Boo Julian enter, to which Aki commented: – I love dogs, if dogs are not allowed here, I should go, and made the gesture of leaving , then smiled, hugged me. This moment caused a lot of fraternity between the present, when Aki, retired from the place, the reactions of those who were there, were of smiles, of hugs for me, a photo polaroid was given to me, a girl excited about what had happened, had taken it with her camera.

I went out happily to tell the boys, a photographer was following me, excited. Jasu and Boo had found Aki at the entrance, the loving Kaurismäki without a second thought, hugged and kissed the little andalus.

At a ceremony closing the festival on February 18, he was awarded the Silver Bear as best director. A very characteristic performance of his personality: this time he did not go on stage, he did not dance rock and roll, he did not dance tango. The presenters gave the Bear to him in the place where he was with his crew, his immediate reaction was to deliver the trophy to his actors while he made gestures of a bear.

Meanwhile in the news, the world is more concerned with “performance” on nominations day, than with details such as him giving way to a woman in a wheelchair, lovingly embracing people, his wonderful work of years, of that hope, which his last film shares with us through humor and a deep message.

This has only been the beginning of these creatures of Kaurismäki.

And an Amasauna cooking slowly in a pressure cooker about to explode!

 

 

 

 

 

 

 

 


PARATAXE ft Pisa Book Festival with Rasha Abbas and Eugene Ostashevsky

27 noviembre, 16:30 - Blog - Anna Giannessi

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On November 11th, PARATAXE travelled to Italy along with Rasha Abbas and Eugene Ostashevsky to participate in the Pisa Book Festival. The festival celebrated its 15th edition this year and it has grown to become a focal point of the exchange between Italian independent publishing houses; national and international writers; as well as translators and illustrators.

To mark this occasion, the Berliner Literarische Aktion organized a reading and discussion with the Russian poet Eugene Ostashevsky and the Syrian writer Rasha Abbas, hosted by Martin Jankowski and Anna Giannessi. Characterized by multilingualism, the PARATAXE project and stadtsprachen magazin were presented to the wider public of the festival in English, Italian and Arabic. The two Berlin authors discussed their texts and their future works and read in their original language, while Italian translations were provided for the first time for this occasion.

The event has once again indicated people’s interest into the multitude of multilingual literature, migration, the wonders of translation, and other topics that have been dear to us since the STADTSPRACHEN festival in 2016. We want to thank the Pisa Book Festival, the participants and the Italian public!

 

The reading has been filmed and can be seen here:

 

 


Der EHEMALIGE Osten?

14 noviembre, 11:12 - Blog - Martin Jankowski

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Die nach wie vor sehr verbreitete Redensart vom “ehemaligen” Osten spricht Bände kulturkolonialen Denkens, gerade auch, wenn Berliner so sprechen. Zur Klärung der Tatsache, dass Berlin wie eh und je komplett im Osten liegt und gerade deshalb seit Jahrhunderten über eine reiche, hochkomplexe und faszinierende Gegenwartsliteratur in allen nur denkbaren osteuropäischen Sprachen verfügt, haben wir Autor*innen, Expert*innen und Literaturaktivist*innen all dieser Szenen für einen ganzen Tag ins LCB eingeladen, um gemeinsam eine wissenschaftliche, literarische und atmosphärische Bestandsaufnahme zu starten, die Impulse für eine andere, realistischere Wahrnehmung des Ostens für die Literatur Berlins setzen könnte. 30 aktiv Beitragende aus 11 Sprachkreisen (darunter 22 Frauen) haben wir zu Panels und Lesungen eingeladen, damit Perspektiven und Kontakte ausgetauscht werden können, die uns vielleicht zu neuen Erkenntnissen, Projekten und Kooperationen führen…

Die vielsprachige Berliner Buchhandlung ostpost ergänzt das OSTPOL BERLIN Programm durch einen Büchertisch der literarischen Entdeckungen; der vielfältige Streetfood-Meister Mr P versorgt uns einen Tag lang mit östlichen Köstlichkeiten, und abends lesen drei großartige, auch international reüssierende Berliner Schriftstellerinnen, die nicht auf Deutsch schreiben, in ihren Literatursprachen sowie in deutscher Übersetzung! Der Eintritt für das Symposium-Tagesprogramm ist frei, um Anmeldung wird jedoch gebeten unter: mail@lcb.de. Dieses Symposium erhebt keine Teilnahmegebühr, nur der Eintritt zur Abendlesung kostet 8/erm. 5 €. Herzlich willkommen im GEGENWÄRTIGEN Osten!

Witaj! Добро пожаловать! გამარჯობა! Добре дошли! Vítejte …


… & was dann geschah

26 octubre, 14:17 - Blog - Martin Jankowski

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Vor ziemlich genau einem Jahr, am 28. Oktober 2016, startete nach mehrjähriger Vorbereitung unser stadtweites STADTSPRACHEN – Festival der internationalen Literaturen Berlins im Pfefferberg mit  einer bemerkenswerten Rede der Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo sowie Beiträgen des serbischsprachigen Schriftstellers Bora Ćosić und der ungarischen Dichterin Kinga Tóth (u.a.m.). Erstmals rückten wir mit diesem Projekt explizit die in Berlin lebenden Literaten in den Fokus der kulturellen Öffentlichkeit, die ihre Texte nicht auf Deutsch verfassen, und machten mit Aktionen, Performances, Workshops und Präsentationen in mehr als 30 verschiedenen Sprachen zehn Tage lang die multilinguale Gegenwartsliteratur der Stadt sichtbar und hörbar. In einer bislang einmaligen Zusammenarbeit verschiedenster Akteure der Berliner Literaturszene mit uns aktiv waren u.a. die Literaturaktivist*innen von alba. Lateinamerika lesen e.V., ausland, kook e.V., La mer gelée, Latinale, Lettrétage, mikrotext, SAND und The Reader Berlin. Mit mehr als 100 Berliner Autor*innen, Übersetzer*innen und Kulturschaffenden und 42 verschiedenen Sprachen feierten wir zehn Tage lang gemeinsam und auf vielfältigste Weise die Multilingualität der Berliner Gegenwartsliteratur.

Heute, ein Jahr später, können wir uns über den großen Erfolg dieses Festivals und seine anhaltende Wirkung nur freuen: Alle großen Literaturhäuser und zahlreiche Festivals der Stadt (und nicht selten auch darüber hinaus) wurden auf die STADTSPRACHEN-Autor*innen aufmerksam und präsentieren sie inzwischen vielfach in ihren Programmen. Übersetzungen, Buchprojekte und neue Einladungen zu Projekten und Lesungen wurden für viele Teilnehmende zur nachhaltigen Folge unseres Projektes. Ein vielsprachiges Netzwerk wurde geknüpft und wächst beständig weiter, das die internationale Literaturszene Berlins auf ganz neuartige Weise durch gegenseitige Beachtung, Solidarität und Kooperation verbindet. Und mehr als wir erhofft hatten rückte die multilinguale Gegenwartsliteratur Berlins in den Fokus der Aufmerksamkeit. Aus dem einmaligen Festival erwuchs die vom Berliner Senat geförderte zweijährige, stadtweite Veranstaltungsreihe PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins, mit der wir monatlich an wechselnden Orten und mit erweitertem Partnerkreis weiterhin neue nichtdeutsche Literaten Berlins präsentieren. Im Frühjahr wurde unser Projekt zur Matrix für ein thematisch vergleichbares auf der London Bookfair, und im LCB geriet unser Symposium zu den lateinamerikanischen Literaturen Berlins zu einem begeisternden “Klassentreffen” der Autor*innen und Expert*innen. Im Juni gastierte unsere Afroberlin-“Abteilung” als Ideenexport in Basel; mit unseren Partnern von den Berliner Osteuropatagen reisen wir an diesem Wochenende nach Stettin und Anfang November gibt es eine komplette PARATAXE-Lesung auf der Pisa Bookfair, bevor Ende November im LCB das Symposium zu den osteuropäischen Literaturen Berlins steigt. In der Lettrétage, dem English Theatre Berlin, dem Panda Theater, dem Maschinenhaus, im ausland und der Brotfabrik fanden neu übersetzte nichtdeutsche Autor*innen ein interessiertes Publikum, zahlreiche Fortsetzungen sind in Arbeit. Und der Berliner Senat schrieb, nicht unbeeindruckt von der Entwicklung, in diesem Herbst tatsächlich erstmals Schriftstellerstipendien explizit auch für nicht auf Deutsch schreibende Berliner*innen aus.

Dafür, dass all unsere Entdeckungen, Kontakte und literarischen Schätze nicht verloren gehen, sondern dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden, sorgt seit Januar 2017 das von uns weitgehend leider noch ohne Budget realisierte stadtsprachen magazin. Unsere Redakteure Joey Bahlsen und Birger Hoyer kümmern sich engagiert um mehrsprachige Biografien für alle beteiligten Autor*innen, Übersetzer*innen, Moderator*innen und Expert*innen – deren Kreis erfreulicherweise wöchentlich wächst, Berlins internationale Literaturszenen sind ein unerschöpflicher Brunnen an Kreativität! – sie kümmern sich um professionelle Übersetzungen und die Veröffentlichung literarischer Beiträge in allen nur denkbaren Sprachen. Dieses neuartige Online-Magazin der Berliner Gegenwartsliteraturen enthält derzeit Informationen und Links zu 121 Berliner Autor*innen, 40 Übersetzer*innen – sowie momentan 127 literarische Essays, Erzählungen oder Gedichtzyklen in 15 Sprachen (Stand Ausgabe #3). Etwa 5000 Leser hat das stadtsprachen magazin derzeit monatlich im Durchschnitt.

All dies ist Grund zu großer Freude, deswegen danke ich an dieser Stelle den vielen, leidenschaftlich beitragenden Mitwirkenden und Partnern von ganzem Herzen – und wünschen uns allen, dass diese positive Entwicklung anhalten und uns gemeinsam zu neuen Ufern und Möglichkeiten bringen möge.

Martin Jankowski

Blog

Editorial no. 3

15 septiembre, 13:00 - Blog - Joey Bahlsen

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Die Erzählungen und Gedichte, die wir für unsere dritte Ausgabe gesammelt, bearbeitet und übersetzt haben, scheinen wenig gemeinsam zu haben. 25 Texte von 24 Autoren (und 21 verschiedenen Übersetzern) in mehr als 10 Sprachen. Sie sind politisch und poetisch, mystisch und schelmisch, vage und spezifisch. Sie besitzen alle oder keine dieser Eigenschaften.

Wir haben Geschichten von blühenden und verwelkenden Sachen gesammelt. Blühender Hibiskus, schwärmende Wunderblumen durchweben die Zeilen und Absätze unserer neuesten Magazinausgabe. Flüssige Geschichten, die verschütten, beflecken, spritzen, sprudeln, verhüllen und aufklaren. Gedichte, die verwirren, Gedichte, die beleuchten und auflösen.

Was die Texte verbindet, ist die Verschiedenheit der Stimmen. Jede anders anders als die andern. Mit je eigenem Duft, wenn man so will.

Idealerweise, darum waren wir bemüht, sollen diese einzigartigen Stimmen das ästhetische Gewissen der Literaturstadt Berlin verkörpern.

 

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redaktion stadtsprachen magazin

 


GRANTS for “non-German” Berlin-based authors …

22 agosto, 20:35 - Blog - Martin Jankowski

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GOOD NEWS: Dear friends of STADTSPRACHEN, PARATAXE & Co: For the first time the senate of Berlin tenders grants for officially Berlin-based (fiction) authors of “non-German” languages (meaning: other languages than German) for 2018.

They offer six annual grants for professional literary writers of up to 24,000,- € (12 x 2000,- €).  This is a great chance for all of you with grand plans and great literary skills. And it is the long-awaited result of our long struggle for equal rights for all the languages Berlin writes in.

Application form and exposé must be given in German language, the extract of the manuscript can be in ANY language! Details see link below. Fun fact: The Berlin senate of culture published the official text with a download link of the detailed conditions in German HERE and now also IN ENGLISH. Deadline is Oct 19 until 6 pm latest.

In case you need support and advice for your application or the application process, please send us your questions via e-mail or try to appoint a counseling interview with our office via info@stadtsprachen.de


VIMU

9 agosto, 16:00 - Blog - Joey Bahlsen

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Stadtsprachen-friends Elsye Suquilanda and Jarno Eerola introduce the new iOS app VIMU.

In their own words:

“Vimu is a free video app for iOS that translates the camera view into music.

You can record 16 second videos with music included and share them instantly on Facebook and Twitter.

Vimu has three visual filters (black and white, old school and alien).

Vimu detects the mood of the scene and creates unique music free for you to share anywhere!

You don’t need to narrate or edit your videos with Vimu – they are as good as they can get, ready for exposure!

You can create musical flyers or promotions of your performance and events. You can make videos of you working and it will sound great! You can easily get creative and come up with new stories to catch your audience.”

VIMU on Itunes
How to use VIMU

 

filmed at the PARATAXE presentation on the 8th of june 2017


Puerto Berlín, dokumentiert

14 julio, 10:32 - Blog - Joey Bahlsen

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Die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen einst und jetzt wurde am 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium I “Puerto Berlín” im LCB mit fast dreißig Autoren und wissenschaftlichen Experten sowie mehr als siebzig interessierten Besuchern aus verschiedensten Blickwinkeln erstmals überhaupt dargestellt und gemeinsam diskutiert.

Die Berliner Literarische Aktion, das Literarische Colloquium Berlin und das Webportal Literaturport unter der Leitung der Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte von der Latinale präsentierten erstmalig einen vielstimmigen Tag lang Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin. Links zu den aufschlussreichsten Beiträgen und Ergebnissen des Symposiums finden sich ab sofort als Texte, Videos oder Audioaufnahmen (ggf. auch mehrsprachig) in unserer Programmdokumentation. Hochinteressant beispielsweise die Keynote von Patricia Cerda über die Geschichte der chilenischen Exilautoren in Berlin Ost wie West, die Panel-Beiträge von Susanne Klengel und Monika Walter oder auch Ricardo Domenecks im abendlichen Lesungsgespräch ausgeführte These, dass Lateinamerika eine europäische Fiktion sei, die es so in der Realität gar nicht gäbe.

Bitte beachten: Die deutschen Versionen einiger Beiträge, die derzeit noch nicht verlinkt sind, werden zunächst als Prints in der Septemberausgabe 2017 der Zeitschrift  Sprache im Technischen Zeitalter erscheinen (und zu gegebener Zeit ebenfalls verlinkt). Dennoch können alle Beiträge des Symposiums ab sofort vollständig als Audioaufnahmen nachgehört werden, unter den bei uns (s.o.) dokumentierten Audiolinks finden sich die einzelne Programmabschnitte jeweils so aufgeführt, dass man sich bestimmte Passagen ggf. auch heraussuchen kann.

Die Ergebnisse unserer Parataxe Symposien werden demnächst zudem auch auf writers@berlin dargestellt, dem neuen Bereich des LCB-Webportals Literaturport, unserem Parataxe-Kooperationspartner.


Milenko Goranovič liest aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”

3 julio, 13:47 - Blog - Joey Bahlsen

Milenko Goranovič liest in dem Berliner Buchladen ‘Another Country’ aus seinem Roman “Vom Winseln der Hunde”. Violin played by Leo Clemens. Camera and editing by Graham Hains.


Editorial no. 2

14 junio, 20:00 - Blog - Birger Hoyer

¿Qué constituye la fascinación de la ciudad literaria de Berlín? ¿Qué atrae las literaturas del mundo entero? La edición nueva de la revista stadtsprachen magazin examina esta y otras preguntas. 25 autores escriben sobre y de Berlín; en español, inglés, francés, alemán, árabe, bosnio, portugués, italiano y polaco, entre otros. La literatura contemporánea alemana no se reduce a alemán de ningún modo. Berlín es la ciudad de la plentitud de idiomas y culturas. Eso se muestra en las consiguientes poemas, cuentos, extractos de novelas, no ficción y ilustraciones. Muchos de los textos son primeras publicaciones, las traducciones en particular.

La luz de los idiomas ilumina los contornos obscuros del paisaje urbano de Berlín y da vida a las historias de la ciudad. En la revista stadtsprachen, la poesía de la traducción se presenta de manera nueva, los márgenes entre textos originales y traducidos se desvanecen. Los idiomas del mundo brotan de cada angular, cada rasgón en el asfalto, forman aglutinadamente un reservorio literario de lo cual los autores pueden sacar ideas. En su eufonía lingüística, la lectura de la revista stadtsprachen es parecida a un paseo por la ciudad Berlín.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
editorial stadtsprachen magazin

 


Dämonen der Poesie

9 junio, 14:30 - Blog - Martin Jankowski

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Am kommenden Mittwoch, den 14. Juni 2017, gibt es die einmalige Gelegenheit, eine der erstaunlichsten lyrischen Traditionen unseres Planeten kennenzulernen: Der balinesische Dichter-Brahmane SAMAR GANTANG kommt in Begleitung von Indonesiens wichtigster Gegenwartslyrikerin, DOROTHEA ROSA HERLIANY, für einen Abend nach Berlin, wo wir die beiden Poeten und ihre ungewöhnlichen Werke ab 20 Uhr bei freiem Eintritt im Maschinenhaus der Kulturbrauerei vorstellen: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens
.. Besonders die Vortragskunst von Samar Gantang dürfte für alle, die noch nie bei einer balinesischen Lesung oder Zeremonie dabei waren, etwas beeindruckend Neues und Ungewöhnliches sein. Er beherrscht die Kunst der balinesischen Mantra-Chanten, Modre genannt und ist dafür vor allem auf Bali und Java populär: Sprituelle balinesisch-hinduistische Tradition trifft hier auf postmoderne Dichtkunst und extatische Beat-Poetry-Techniken. Obwohl sehr spektakulär, sind seine Auftritte, die tief in der balinesischen Tradition verwurzelt sind, nicht ursprünglich für die Bühne entworfen, sondern gewissermaßen spirituelle Akte: Die Balinesen und vor allem ihre spirituellen Führer halten einen Dialog mit bösen und guten Geistern gleichermaßen sowie mit der Außenwelt und dem spirituellen Bereich. Die Mischung aus Gebet und Dialog soll für den Menschen eine reinigende Wirkung haben. Gantang hat viele Poesiebände und Kurzgeschichten in Balinesisch und Indonesisch veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Um seine Bedeutung zu ehren, hat der staatliche Fernsehsender Balis TVRI ein spezielles Programm für ihn eingerichtet, genannt Gatra Bali, in dem er täglich eines seiner Gedichte für „fünf Minuten jeden Tag“ vorträgt. Erstmals überhaupt ist Samar Gantang in Berlin zu Gast, eigens für seinen Besuch liegen auch deutsche Übertragungen seiner ungewöhnlichen Poesie vor.
.. Auch die Gedichte von DOROTHEA ROSA HERLIANY haben es in sich: Vielfach preisgekrönt, widmet sich diese Dichterin vor allem weiblichen Themen und hat mit ihrer wenig romantischen, eindringlichen Lyrik Maßstäbe für die Dichtkunst Südostasiens gesetzt: Nachzulesen in den hervorragenden Übersetzungen ihrer Gedichte im Band “Hochzeit der Messer” (übersetzt von Brigitte Oleschinski und Ulrike Draesner), aus denen an diesem Abend zweisprachig gelesen wird.

Ein mehrsprachiger Abend mit Performance, Lesung und Gesprächen – mit Übersetzung. Eintritt frei! Selamat datang – herzlich willkommen!


Parataxe presentación

31 mayo, 12:00 - Blog - Theresa Rüger

Un „teatro no solamente russo“ como lugar, la poesía de una fundadora colombiana de la primera banda de salsa de mujeres en Berlín, y un cuento de un hijo de padres ecuatorianos e irlandeses nacido en Canadá – en el marco del lanzamiento de la segunda edición de la revista stadtsprachen magazin, Parataxe – las escenas internacionales de Belín invita en esta ocasion al teatro PANDA: El jueves, 8 de junio 2017 a las 20.00 horas, Sonia Solarte Orejuela e Ian Orti leen sus textos en los idiomas originales, así como traducciones alemanas preparadas exclusivamente para esta ocasión. En un ambiente familiar, dan respuesta a preguntas sobre su trabajo literario y sus experiencias personales como autores en Berlín, en conjunto con sus traductores, Christiane Quandt (Sonia S.) y Joey Bahlsen (Ian O.). Martin Jankowski, autor y director del proyecto Parataxe, moderará la noche (alemán, inglés, español) con sorpresas – y con traducciones.

Los poemas de Solarte Orejuela, publicados y premiados en muchas ocasiones rebosan de energia. Para la colombiana el ritmo constituye una característica fundamental de sus textos. Desde siempre el lazo entre la palabra y la musica ha sido su fuerte.                                                                                                    

Ian Orti escribe porque no puede sino escribir – y lo que ha escrito le ha aportado premios así como reconocimiento para su estilo fascinante – y también comparaciónes con nombres como Ondaatje y Cohen. La linealidad desempeña un papel subordinado en sus mundos complejos, de carácter imaginativo y laberíntico. Los cuentos breves de Orti fueron publicados en varias revistas norteamericanas y europeas – y ahora son disponibles por primera vez en alemán, durante la noche Parataxe y en la revista stadtsprachen.

Queridos amigos, sean cordialmente invitados! Estos textos son definitivamente una emocionante novedad y los autores un verdadero descubrimiento…


Am Freitag im LCB …

23 mayo, 15:47 - Blog - Joey Bahlsen

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© Graham Hains

Gibt es Lateinamerika überhaupt? Wie diskutiert man die sich wandelnde Lage der Berliner lateinamerikanischen Literat*innen, ohne sie auf ihre Herkunft zu reduzieren? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Freitag, den 19. Mai 2017 beim Parataxe Symposium “Puerto Berlín” im LCB ausgiebig beleuchtet. Mehr als siebzig Besucher und fast dreißig aktive Teilnehmer trugen erstmals systematisch zusammen, was Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur in und aus Berlin bedeuten.

Wunderschöne, gelassene Stimmung hatten wir am sonnigen Wannsee: Es wurde diskutiert, gelacht und gelernt, zwischendurch gab es leckere Empanadas zur Stärkung (dank Ramon Cuello alias Pichi). Sogar das Wetter war irgendwie lateinamerikanisch. Das Who’s Who der Lateinamerikanistik verschiedenster Generationen fand sich unter einem Dach ein, dazu die unterschiedlichsten Berliner Autor*innen spanischer und portugiesischer Sprache. Ein reger Austausch entstand von morgens bis abends, sowohl in den Panels als auch am Rande der offiziellen Gespräche – auf der Terrasse, am Büchertisch (Andenbuch) im schattigen Foyer oder auch auf den frühlingsgrünen Wiesenhängen zum Wannsee hin. (Fotos von Graham Hains.)

Die chilenische Autorin Patricia Cerda aus Berlin referierte zum Thema der lateinamerikanischen Literatur des Booms, der 60er und 70er in Ost und West. Später folgten die Literaturwissenschaftlerinnen Monika Walter (Ostberlin) und Susanne Klengel (Westberlin) sowie Herausgeber Jorge Locane (Argentinien) und Verleger Juan Sanz (Spanien) mit Beiträgen in Spanisch und Deutsch, sowie eine doppelbödige (und bilinguale) Poesie-Intervention der brasilianischen Berlinerin Érica Zíngano. Zwischendurch bereicherten Videobeiträge von Michi Strausfeld, Berthold Zilly und Ethel Barja das Programm mit fundierten Auskünften und Berichten. Die argentinische Berlinerin Esther Andradi brachte ihre Sicht ein und die Redakteure des Magazins “Alba – Lateinamerika lesen” zeichneten ein differenziertes Bild der Berliner Lateinamerikaszene von heute.

Auf der abendlichen Lesung las der Brasilianer Ricardo Domeneck aus seinen Gedichten, die Chilenin Patricia Cerda aus ihrem noch unveröffentlichten Roman “Luz en Berlín” und die vielfach preisgekrönte Argentinierin Samanta Schweblin stellte ihren im Herbst erscheinenden neuen Erzählungsband vor. Die deutschen Übersetzungen der Texte wurden mit beeindruckendem Verve performt von Schauspieler Denis Abrahams.

Alle Beiträge des Puerto Berlín wird man demnächst hier bei uns auch online nachlesen, nachsehen und nachhören können; alle Beitragenden werden in unserem WHO?-Lexikon (siehe button in der Kopfleiste) ausführlich mehrsprachig vorgestellt. Wir bedanken uns sehr, sehr herzlich bei allen Mitwirkenden und Unterstützern für dieses rundum gelungene, ergebnisreiche Symposium  – vor allem auch bei unseren Fachkuratoren Rike Bolte und Timo Berger (von der Latinale) sowie dem wunderbaren Team des LCB mit Jürgen Becker, Marie Schöck & Co! Und natürlich bei den Parataxe-Förderern der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

***

Weiter geht es mit der Parataxe am 8. Juni mit Ian Orti und Sonia Solarte um 20 Uhr im Panda Theater! (Siehe hier.)

Außerdem präsentieren die Nächte des Ramadan & Berliner Literarische Aktion e.V. am 14. Juni um 20 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei gemeinsam einen PARATAXE Weltliteratursalon extra: Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens mit Dorothea Rosa Herliany und Samar Gantang.

Am 23. und 24. Juni ist Stadtsprachen Afroberlin dann zu Gast in der Schweiz beim Image Afrique Festival in Basel! Unter anderem mit Henri-Michel Yéré, Steve Mekoudja und Wilfried N’Sondé. Eintritt frei! Moderationen: Acèle Nadale und Martin Jankowski.

Weitere Infos zu allen teilnehmenden Autor*innen auf unserer Terminseite.

Gerne veröffentlichen wir multilinguale literarische Berliner Termine.
Schickt sie uns an info@stadtsprachen.de !


PUERTO BERLÍN – die lateinamerikanischen Autor*innen Berlins

9 mayo, 10:33 - Blog - Martin Jankowski

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Im Rahmen unseres Projektes PARATAXE – die internationalen Literaturszenen Berlins findet am Freitag, den 19. Mai 2017 einmalig das Symposium “Puerto Berlín – Lateinamerikanische Autor*innen in Berlin” statt. Das Literarische Colloquium Berlin, Literaturport, die Berliner Literarische Aktion und die Gastkuratoren Timo Berger und Rike Bolte präsentieren Geschichte und Gegenwart der lateinamerikanischen Literatur Berlins. Keine Teilnahmegebühr, um Anmeldung wird gebeten unter: mail@lcb.de ! (Mittags und abends sind Pausen mit einem Imbissangebot  vorgesehen. Eintritt zur abendlichen Lesung: 8/5 €.)

>> Ab 10.30 Uhr setzen sich im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin) zahlreiche Wissenschaftler*innen, Autor*innen und Übersetzer*innen mit den Themen Exil, Migration und Literatur zwischen Lateinamerika und Berlin auseinander:

DAS detaillierte TAGESPROGRAMM FINDET SICH: HIER!

Um 20.00 Uhr findet abschließend die multimediale, mehrsprachige Lesung Briefe an die Amphibien statt: Rike Bolte und Timo Berger fassen die Beiträge und Diskussionen des Tages zusammen. Dann lesen zweisprachig: Ricardo Domeneck (Brasilien/Berlin), Samanta Schweblin (Argentinien/Berlin) und Patricia Cerda (Chile/Berlin). Durch den Abend führt Tobias Kraft (AdW/BB). Dazu werden Berlin-Poetryfilme lateinamerikanischer Dichter*innen gezeigt.

HERZLICH WILLKOMMEN.

***

PARATAXE ist ein Projekt der Berliner Literarische Aktion e.V. und wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Die Parataxe Symposien finden in Kooperation mit dem LCB und Literaturport statt.

 


Editorial

7 abril, 10:36 - Blog - Joey Bahlsen

Berlín es la ciudad de varios idiomas e historias. Un suspenso literario, ya retomado por Isherwood y Nabakov, comparable con la Praga de Kafka, el Dublín de Joyce y la Lisboa de Pessoa, ronda por las calles de Berlín. Durante siglos, esta ciudad ha constituido una patria de gente hablando una multitud de idiomas además del alemán. La literatura multilingüe del presente de Berlín, esta polifonía única, ahora es valorizada públicamente por la revista literaria stadtsprachen. Una revista que sirve para capturar y celebrar el sentimiento especial de Berlín.

Es un objetivo presentar las diferentes escenas literarias de lenguas diferentes de la ciudad y estabelecer un diálogo entre ellas. Es también una tentativa de pagar tributo al paisaje urbano de Berlín constantemente en transformación: una ciudad, en la cual se hablan más lenguas que el alemán e inglés, desde los orígines. Es una ciudad que es ambivalente y diversa. Otras lenguas constituyen la entrada a otras culturas, a otro mundo.

Es el arte de la lengua (y lenguas) lo principal a ser tratada en la stadtsprachen magazin. Es elemental exponer a la luz del público los individuos multilingües del mundo literario berlinense que hace ya mucho tiempo enriquecen literariamente la ciudad con su prosa, sus poemas, traducciones y mundo editorial. Una revista que liga todas las fibras multilingües del hervidero que es Berlín. Ligazónes literarias son estabelecidas y conservadas. Berlín se conoce a si mismo. Celebra su diversidad literaria. En la stadtsprachen magazin.

Joey Bahlsen & Birger Hoyer
Redacción de la stadtsprachen magazin


alba – una revista literaria internacional de Berlín

4 abril, 13:33 - Blog - Martin Jankowski

La revista literaria alba.lateinamerika lesen está celebrando la publicación de su décimo número, razón suficiente para preguntar a nuestras compañeras – expertas en literatura contemporánea, sobre todo de Latinoamérica – acerca de su trabajo.

 

-¿Cómo se fundó la revista alba? ¿Cuál es la idea central del proyecto?

 

alba.lateinamerika lesen se fundó en el año 2011 gracias a la revista homóloga de París. El objetivo de ambas – así como el de alba Londres y alba Pekín – es sondear las literaturas de América Latina y darle visibilidad en otros espacios lingüísticos. Lxs redactorxs de alba en Berlín, que entretanto nos hemos registrado como asociación sin fines de lucro, investigamos los mercados editoriales de América Latina – especialmente los que están fuera del mainstream – en busca de textos literarios actuales de gran valor y en busca también de autorxs que puedan volverse más visibles en un futuro próximo. Además de poesía y prosa latinoamericanas, la revista incluye secciones de ensayos sobre cuestiones específicas – por ejemplo sobre figuras que desarrollan una labor importante de mediación entre ambos hemisferios, sobre movimientos de vanguardia o sobre autorxs y grupos literarios injustamente olvidados. Lo especial de la revista es que todos los textos se publican en su lengua original acompañados de una traducción al alemán. Vienen además ilustrados por artistas latinoamericanxs, inspiradxs por los propios textos. Junto a la publicación de la revista desarrollamos una intensa actividad de difusión cultural: organizamos performances, lecturas y talleres de traducción con autorxs de América Latina; generamos contactos que les permiten venir a Berlín (algunxs se quedan aquí) y ya hemos curado una exposición con ilustraciones de alba; presentamos además la revista en las Ferias del libro de Frankfurt y Leipzig; mantenemos un intenso contacto con autorxs, instituciones culturales y editoriales independientes, tanto en Berlín como en América Latina, y seguimos de cerca el acontecer literario.

 

– ¿Quién hace alba y cómo se financia la revista?

 

alba vive gracias a la iniciativa voluntaria de la redacción, compuesta por filólogas, juristas, traductorxs, diseñadoras gráficas, y por entusiastas de América Latina, así como de nuestrxs autorxs, traductorxs, ilustradorxs y otrxs colaboradorxs externxs. Como asociación sin fines de lucro, alba.lateinamerika lesen e.V. obtiene la mayor parte de su presupuesto de patrocinadores como las embajadas latinoamericanas y otras instituciones; sólo en menor medida nos financiamos con subscripciones y aportaciones de miembros de la asociación. En estos momentos estamos buscando posibilidades de financiación más constantes y a largo plazo.

 

– ¿Qué relevancia tienen las traducciones en alba.lateinamerika lesen?

 

Por un lado, alba tiene una sección dedicada a la traducción como práctica cultural, que rinde homenaje a importantes traductorxs y donde tienen cabida ensayos sobre la traducción. Por otro lado está nuestra permanente labor como traductorxs: nuestras lecturas son en su mayoría bilingües, nuestra página web es en parte incluso trilingüe y la propia revista contiene textos en cuatro idiomas cuando publicamos a autorxs indígenas. Sin este énfasis en la práctica de la traducción, la revista apenas tendría sentido. alba se dirige en primer lugar al público de lengua alemana, pero hay también muchxs latinoamericanxs en Berlín y en toda Alemania a quienes la revista puede proporcionar una buena visión de conjunto del panorama literario actual.

 

– ¿Qué descubrimientos ha aportado alba al ámbito de lengua alemana?

 

alba ha tenido la oportunidad de sacar a la luz muchos textos inéditos de autorxs excepcionalxs en prosa y poesía, como sucedió con varios poemas del colombiano Tomás González o un relato hasta entonces inédito de Cristina Peri Rossi, la Grande Dame de la prosa feminista en América Latina. Por la revista han pasado muchxs de lxs jóvenxs autorxs en alza, que con el paso del tiempo son cada vez más reconocidxs y galardonadxs también en Berlín y en Alemania, entre ellxs Luis Cháves, Nona Fernández, Andrea Jeftanovic, Valeria Luiselli o Samanta Schweblin.

 

¿Cuál es la situación de la literatura latinoamericana en Berlín?

 

En general, Berlín tiene una escena literaria amplia y diversa, incluso en lenguas aparte del alemán. Aquí viven muchxs latinoamericanxs, entre las que hay muchxs escritorxs. Berlín es, además, un destino muy solicitado por investigadorxs de doctorado y becarixs del DAAD u otras instituciones procedentes de todo el mundo: muchxs vienen aquí a terminar su proyecto de investigación y luego se quedan; otrxs, por decirlo así, están de paso: se quedan aquí un semestre, un año o un par de meses, aparecen en alguna que otra lectura y por lo demás son prácticamente invisibles. Pero también hay quienes fundan una revista como alba, o quienes al llegar aquí logran desarrollar realmente el proyecto de su obra poética, como es el caso del argentino Cristian Forte. En este contexto, los lugares de referencia “oficiales” para investigadorxs de América Latina son el Instituto Ibero-Americano (IAI) con su biblioteca extraordinariamente dotada en el ámbito ibérico y latino además del Instituto de Estudios Latinoamericans de la Freie Universität Berlin. Por otro lado, hay muchas instituciones más o menos “underground”, que forman parte de la escena cultural latinoamericana y ofrecen otro tipo de espacios. Entre ellas está el festival móvil de poesía Latinale, que fue el primero en ofrecer un escenario a figuras como Ricardo Domeneck, Alan Mills o el ya mencionado Cristian Forte. Hay también muchos bares que organizan actividades culturales, además del maravilloso Lettrétage, y existe, finalmente, nuestra revista.

 

– Se ha publicado recientemente el décimo número de alba ¿A qué temas está dedicada esta nueva entrega?

 

alba10 se enmarca en el Año Dual México-Alemania y hemos podido publicarla gracias a la ayuda de la Embajada de México en Berlín. México tiene un papel central en este número, aunque no exclusivo, como ya sucedió con alba04 (América central y el Caribe), alba05 (Brasil) y alba08 (Chile). Para esta entrega hemos podido conseguir autorxs importantes como Yuri Herrera y Guadalupe Nettel, galardonadxs con el premio Anna Seghers en 2016 y 2009 respectivamente; también a las poetas Rocío Cerón, Maricela Guerrero, Paula Abramo y Xitlalitl Rodríguez Mendoza. Están presentes, además, el mexicano Ignacio Padilla, miembro del grupo literario “Crack” y fallecido trágicamente en 2016, así como la renombrada autora Ana García Bergua. Como siempre, los textos han sido cuidadosamente seleccionados y trasladan a lxs lectorxs a otros mundos, desdibujando parcialmente realidad y percepción. Algunos perturban o quiebran las superficies, remiten a lo animal, nos ponen un espejo delante o explicitan la relación entre literatura y cuerpo, literatura y realidad. Todos tienen algo especial que nuestrxs lectorxs podrán disfrutar.

 

Muchas gracias a la redacción de alba – ¡les deseamos lo mejor en los próximos diez números!

 

***

www.albamagazin.de

http://www.albamagazin.de/archivo.php


stadtsprachen EXPORT = AFROBERLIN zu Gast in Basel

30 marzo, 16:35 - Blog - Martin Jankowski

Disculpa, pero esta entrada está disponible sólo en Alemán.

Am 23. und 24. Juni 2017 wird das Stadtsprachen-Programm “Afroberlin” für zwei Abende zu Gast beim IMAGE AFRIQUE Festival in Basel sein. Gemeinsam mit dem Literaturhaus Basel und dem Theater Basel gestalten wir zwei Literaturabende, für die wir eigens neue Texte übersetzt und weitere afrikanische Autoren aus der deutschsprachigen Schweiz dazu geladen haben. Mit dabei sein werden: Jùmọké Bọlanle Adéyanju (Nigeria/Berlin), Mohomodou Houssouba (Mali/Basel), Steve Mekoudja (Kamerun/Berlin), Fistan Mwanza Mujila (Kongo/Graz), Goitseone Montosho (Südafrika/Berlin), Wilfried N’Sondé (Kongo/Berlin/Paris/Bern) und Henri-Michel Yéré (Elfenbeinküste/Basel). Die Autoren werden vorgestellt und lesen – bzw. performen – Auszüge aus ihren Originaltexten, bekannte Baseler Schauspieler werden die deutschen Übersetzungen lesen. Moderiert werden die Abende von der Literaturwissenschaftlerin Acele Nadale (Kamerun/Berlin) und Martin Jankowski (Autor, Berliner Literarische Aktion).
Wir freuen uns auf diesen interessanten Export unserer Stadtsprachen-Idee und bedanken uns bei den Festivalmachern Livia Rutishauser und Benjamin Füglister von IMAGE AFRIQUE im Namen der Autoren sehr herzlich für die Einladung.


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