Langues
Contenu Qui ? À propos Événements Submissions Sous-menu
« retour

Um Dich Selbst

Maroula Blades (2017)

Désolé, cet article est seulement disponible en Allemand et Anglais Américain. Pour le confort de l’utilisateur, le contenu est affiché ci-dessous dans la langue par défaut du site. Vous pouvez cliquer l’un des liens pour changer la langue du site en une autre langue disponible.

Dein ganzes Leben umkreiselt den Irrgarten in dir,
reißt Löcher in die Börse nachts in den Kneipen.
Jeder Schritt schläfrig, ein Stern wird dunkel, der Mond zerbricht.
Erneut verlierst du dich im Nachtnebel des wieder zu viel.

Einsam treibst du ohne Kraft, das Jetzt zu sieben, nach dem Was
und Wer du bist, für dich selbst haust du sie raus,
deine alten Geschichten, gefühlskalt, ganz ohne Höhen und Tiefen,
nur so dahin gelallt, verwirbelst Kneipenluft,
wo die schlaffen Ohrläppchen der Stammgäste an den Rändern der Biergläser lecken
und matte Augen in Ritzen glotzen.

Bei zu Vielen in Schulden, Tränen geweint und getrocknet unter
den Rudeln der räudigen Wölfe, deren graue abgetragene Mäntel
und schäbiges Schuhwerk den Eindruck des Scheiterns besiegeln.
Das Ätzen der Zeit dringt aus ranzigen Kleidern und fahler, verfärbter,
ungewaschener Haut, auf der der Suff seine Spur hinterlässt.

Der dunkle, feuchtkalte Staub auf Allem, darunter das Grübeln,
das sich vom Aufschieben nährt. Die Welt ist eine eklige Blase,
sie sollte platzen, in einen kosmischen Abfluss versickern.
Dir würden die Fetzen keine leuchtenden Schilde sein
für den Kampf, auf zu viele Schlachten eingelassen, verloren.

Du wünschst, du würdest in einem Wunder geschossen zu einem neuen Beginn,
auf das silbrige Ziel ausgerichtet wie ein Projektil,
vorbei an schmerzenden Sternen auf einen neuen Planeten aus Wasser,
Grün und Luft, dort wärst du König,
befehlen würdest du dem eifrigen Ehrgeiz ein Übergewicht zu schaffen
gegen die hart treffende, schmerzgeplagte Wahrheit des Versagens.

Einst warst du Wunderkind, mit Geistesblitzen so scharf
wie die Krallen des Adlers. Nun wankst du durch bittere Nebel,
überzeugt, dich halte der Böse Blick des Lebens gebannt und begraben,
ein Opfer am falschen Ort.
Zweimal zehn Jahre später fragst du ein Bäumchen,
während du seine feinen Wurzeln wässerst, „Wie konnte es nur dazu kommen?“

 

Aus dem Englischen von Erwin Kraut

≡ Menu ≡
Page d'accueil Contenu
Événements Submissions
Auteurs Traducteurs Présentateurs
À propos Partenaires Galerie
Contact Blog Facebook
Festival 2016 Événements Presse