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Ein Kuß den ich munde

Claudia Sierich (2018)

Die schönen, fremden
Worte sind wie Oasen,
wie Stufen.

Julio Cortázar, Rayuela

   

Ein Kuß den ich munde

heißt so was wie eine ganze Welt erschaffen, selbst Mundus werden

: zum Substantiv wandelt das Verb und es ist

wie wenn von der Welt geküßt. Eine ganze Welt sich zu erküssen

heißt so kosten und wer mal Spanisch bereist hat

weiß, daß mundo Welt heißt, ganz nah bei munden liegt und schmeckt

, sehr schmeckt, mein Häppchen. Mit dem Mund, Omphalos

: sagen, kopulieren – Himmel, oh Gaumen! – und auf der Zunge zergehen.

 

[dies ein gefundener Happen aus dem maßgeblichen Traktat über den Nabel der Dinge]

Aus dem Spanischen von Claudia Sierich

Aus: Claudia Sierich: dicha la dádiva, Ed. Equinoccio, Caracas, 2012.

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