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Für

Marek Maj (2017)

Für deine Alltäglichkeit und die Musik,
Wahre Tränen und süßen Likör,
Für deinen schlaftrunkenen Morgenanblick,
Für Ausmaß und Habgier deiner Träume,
Für das Glühen des Nackten,
Würde und Wärme der Kleider,
Und die ungetrübte Weisheit,
Für jegliche Kraft,
Für dein Image und den Geschmack deiner Salate,
Für die Zeit, die ganz nebenbei verging,
Zu guter Letzt für die Zanksucht
Und für dich.

Zwischen Himmel und Dächern, irgendwo,
Hebe ich dich hoch, weg von hier,
Mozart und Bach erklingen für uns,
Die Strömung fließt quer durch die Galaxis
Enthüllend dir das Weltall
Erfüllt von weißer Pracht wie die Nacht,
Für die Umarmung reichen deine Arme nicht,
Auch der Mund nicht für die Worte …
Zwischen Himmel und Stadt, irgendwo,
Spielt sich unser Leben in einem Rhythmus ab,
Den guten Folgen dieser Winterzeit,
Es werden die Schneeglocken blühen
Und das Jahr nimmt wieder Abschied mit einem Kuss
Gut, wie du, als du hergekommen bist,
Die Unbekannte, auf diesem Wegesrand,
Vielleicht hätte ich gern auch einen Hund gehabt.
Zwischen Himmel und Wahrheit, irgendwo,
Entdecke ich dich endgültig,
Auf heimliche Weise verehrend.
Unseriöse Worte über Träume,
Deshalb begegne ich dir und dem Himmel,
Immer wieder, wenn ich hochschaue,
Und meine Gedanken sich zerstreuen,
Sogar dann, wenn du ganz im Schlafe bist …

 

Aus den Polnischen übersetzt von Dorota Kot sowie Irena Mitrega, Anna Hetzer, Joanna Trümner, Brigitte Ungern-Sternberg, Katarzyna Kafel und Helmut Wiench.

Diese Übersetzung entstand im Übersetzungsworkshop “Parataxe goes Osteuropa” am 8. und 9. Juli 2017 im Rahmen der “Osteuropa-Tage Berlin 2017”. 

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