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Geschichte einer Krankheit

Ekaterina Vassilieva (2018)

 

(Auszug, gelesen von Denis Abrahams)

Großvater erzählte mir, er habe erst im Lazarett, in das man ihn während des Zweiten Weltkriegs beordert hatte, wirklich gelernt, Stille zu schätzen. Denn ganz gleich, wann du ein Krankenzimmer betrittst, und sei es mitten in der Nacht, es stöhnt, ächzt oder flucht immer einer der Verwundeten. Wenn aber plötzlich alle still sind, bedeutet es, dass der allgemeine Schmerz wie durch ein Wunder abgeklungen ist und es keine Beschwerden mehr gibt. In solchen Momenten schlich sich Großvater auf Zehenspitzen in den Flur hinaus und freute sich über die unerwartet eingetretene Wohltat, die in keiner Weise von den Fähigkeiten eines Arztes abhing. Allerdings konnte es auch vorkommen, dass einer der Kranken am nächsten Morgen nicht mehr erwachte, aber daran wollte er in diesem Augenblick nicht denken.

Er war der einzige gesunde Mann im ganzen Krankenhaus und trotzdem fühlte er sich wie ein Krüppel neben all den versehrten Helden und verzieh den weiblichen Angestellten ihre kurzangebundene Gleichgültigkeit nur zu gern. Den Großteil der Frauen, insbesondere die Witwen und die Unverheirateten, zog es instinktiv zu den Beschützern des Vaterlandes, die nun selbst schutzbedürftig geworden waren. In manchen Fällen war so gut wie nichts vom Menschen übrig: Arme und Beine amputiert, das Gesicht voller Verbrennungen, und dennoch standen die Frauen Schlange, um sich zu ihm zu setzen und ihn irgendwo zwischen all den Verbänden zu streicheln. Innere Werte haben natürlich alle, aber je weniger Körper um die Seele ist, desto sichtbarer scheint sie zu werden.

Kurz vor Ende des Krieges tauchte im Lazarett eine neue Sanitäterin auf: Galja. Niemand wusste etwas über sie, nur, dass sie von weit weg gekommen war und keinerlei Erfahrung hatte. Doch sie erfüllte alle Anweisungen, ohne zu widersprechen, und erlaubte sich nicht den geringsten Ekel. Zugegebenermaßen gab sie sich ausgesprochen streng, prüde – könnte man fast sagen. Vor Dienstbeginn, tummelten sich alle Krankenschwestern immer vor dem Spiegel, voller Eifer, ihre Kopftücher besonders hübsch zu binden, aber sie warf nicht einmal einen Blick hinein, zurrte blind den Knoten am Hinterkopf fest und ging an die Arbeit. Vermutlich wusste sie auch so, wie wunderschön sie war. Doch auch im Vorbeigehen schaute sie nie in einen Spiegel, ganz so als würde sie ihr Spiegelbild meiden. Großvater hat einmal beobachtet, wie sie sich im Schwesternzimmer über einer Schüssel mit klarem Wasser beugte, aber sofort besann sie sich und schleuderte einen Lappen hinein – mitten ins eigene Gesicht.

Den Kittel wählte Galja nicht in ihrer Größe – immer etwas zu weit. Wenn Großvater ihr mit dem Blick durch den Krankenhausflur folgte, bemühte er all seine anatomischen Kenntnisse, um anhand des zufällig an der Hüfte gespannten Stoffes den Rest zu erahnen. Aber jedes Mal kam etwas Anderes heraus, dass er schließlich aufgab und sie ihm fortan gänzlich körperlos erschien.

Der Sieg stand kurz bevor, als ein erblindeter Offizier ins Lazarett eingeliefert wurde. Sein allgemeiner Zustand hatte sich rasch gebessert, aber seine Verzweiflung war nicht zu übersehen, denn vor Kriegsausbruch war er Künstler gewesen, ein recht bekannter obendrein. Sogar im Schützengraben hatte er den Bleistift nie aus der Hand gelegt: Nach einem Jahr an der Front hatte er trotz katastrophalem Zeit- und Kraftmangel einen ganzen Block mit Skizzen aus dem Kriegsalltag, den er nun immer wieder tastend aus seinem Militärsack holte und allen zeigte. Galja interessierte sich ganz besonders für die Bilder. Jede freie Minute nutze sie, um sie mit ihm zusammen zu betrachten und ihn nach irgendwelchen Details auszufragen. Dieses Flugzeug da, welche Funktion hat es? Ist es ein Aufklärungsflugzeug oder ein Bomber? Und hier ein Mittagessen in der Feldküche, mit allen Einzelheiten. Welchen Dienstgrad haben diese Menschen? Wie erkennt man das an den Abzeichen? Der Künstler zog sie damit auf, dass sie die einfachsten Dinge nicht wisse, aber es war nicht zu übersehen, dass er sich über ihre Aufmerksamkeit freute und sogar zornig wurde, wenn sie mal eine Weile nicht zu ihm kam.

Der Großvater lauschte ihren Gesprächen mit Schwermut. Auch er wusste viel Interessantes zu berichten, allerdings nicht von Panzern und Flugzeugen. Kürzlich hatte er zum Beispiel bei Nietzsche vom Übermenschen gelesen. Aber darüber durfte er, Gott bewahre, nicht ein Wort verlieren! Tagsüber versteckte er das Buch in einer Ritze seiner Matratze und nachts las er mucksmäuschenstill unter der Bettdecke im Licht einer Taschenlampe darin. Von der zusammengekauerten Haltung schliefen ihm Arme und Beine ein, dafür wurde es in seinem Inneren immer weiter. Könnte er diesen beiden doch nur andeuten, dass es Texte gibt, die weitaus mächtiger sind als Panzer!

In der Tat wurde es auch dem Künstler bald zu langweilig, immer nur von Truppenbewegungen zu erzählen. Er schlug vor, zu zeigen, womit er sich vor dem Krieg beschäftigt hat. Nachdem er etwas länger als gewöhnlich in seiner Tasche gewühlt hatte, zog er einen Bildband hervor, den er offenbar den ganzen Krieg bei sich getragen hatte. Das Buch war etwas in Mitleidenschaft gezogen, doch schon der Einband verriet einen hochwertigen Druck, sodass sich schnell eine Gruppe Neugieriger um ihn versammelte, darauf erpicht, sich unterhalten zu lassen. Der Blinde schlug liebevoll den Buchdeckel auf, als wäre das ein kostbares Schmuckkästchen, und begann die Bilder vorzuzeigen. Offenbar hatte er so oft darin geblättert, dass er ihre Reihenfolge auswendig kannte, denn er verwechselte kein einziges. Die Hälfte des Bandes füllten Szenen aus dem Fabrikalltag, danach folgten offizielle Portraits und am Schluss kamen ein paar Aktbilder. Die Aktbilder sorgten im Krankenzimmer für Furore. An die Bettlägerigen wurde der Bildband von Hand zu Hand weitergereicht.

„Hast du etwa die Statuen im Museum abgemalt?“, fragte der Gefreite vom Nachbarsbett und schlug sich auf den Schenkel, mit dem sein rechtes Bein jetzt endete.

„Nein, ich male nur nach dem Leben.“

„Was für ein Weib wird sich denn freiwillig so zeigen? Das kann man doch bestenfalls durch einen Türspalt in der Banja erspähen!“

„Es gibt solche speziellen Frauen. Aktmodelle nennt man sie. Die machen das für Geld.“

„Huren meinst du?“

„Nicht ganz. Huren ziehen sich für alle aus, Aktmodelle nur für Künstler.“

Die Soldaten brachen in Lachen aus, das immer wieder durch Hustenanfälle und Stöhnen unterbrochen wurde, und sogar die Krankenschwestern kicherten. Nur Galjas Augen füllten sich mit Tränen, sie saß, den Kopf nach oben gereckt, reglos da, um keine davon zu verschütten. Man drehte sich neugierig nach ihr um, bis alle plötzlich begriffen, dass sie das Aktmodell auf den Gemälden war, mal mit Hut, mal mit einem Fächer posierend oder einfach nur zwischen Kissen langgestreckt. Es war so offensichtlich, dass niemand nachzufragen brauchte. Im Gegenteil, ganz ohne Absprache beschlossen alle zu schweigen – allzu bemitleidenswert wirkte das Bild, das die ertappte Galja in dem Augenblick abgab.

Nur der Künstler blieb als einziger im Krankenzimmer ahnungslos. Nach wie vor führte er mit seiner Lieblingssanitäterin vertrauensvolle Gespräche und senkte die Stimme dabei immer häufiger zu einem Flüstern. Galja versuchte anfangs, sich strenger mit ihm zu halten, wurde letzten Endes aber nur noch sanfter. Großvater hörte, wie sie einmal ihren Kolleginnen gestand:

„Ich war damals frisch nach Moskau gekommen, um zu studieren, habe aber die Aufnahmeprüfungen nicht geschafft. Zurück nach Krasnodar wollte ich nicht mehr. Also machte ich mich auf die Suche nach Arbeit. In der Fabrik war es zu schwer für mich, außerdem blieb da keine Zeit, um für die Prüfungen zu lernen. Ein Bekannter schlug mir vor, täglich für ein paar Stunden an der Akademie der Künste Modell zu stehen. Anfangs habe ich mich geschämt, und kalt war es auch, vor allem im Winter, aber irgendwann habe ich mich daran gewöhnt. Später luden mich einige verdiente Künstler in ihre Ateliers zu Hause ein. Da waren die Honorare natürlich schon höher. Ich hatte einen guten Ruf bei denen: Ich wusste immer auf Anhieb, was sie wollten. Ein Bildhauer meinte mal zu mir: ‚Würde mein Gips so auf mich hören wie du, ich hätte längst Michelangelo übertrumpft.‘ Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich von klein auf Gymnastik gemacht habe, ich war es gewohnt, auf Kommando verschiedene Posen einzunehmen. Etwas, das für mich unmöglich gewesen wäre, gab es nicht. Aber ich bin nie über das Berufliche hinausgegangen. Angebote gab es natürlich genug…“

„Auch von dem da?“

„Nein“, seufzte Galja, „er hat immer nur ein paar Worte mit mir gewechselt. Ich war nicht anders als irgendein Krug für ihn, ein unbeseelter Gegenstand. Wenn ich im Gehen „auf Wiedersehen“ sagte, nickte er nicht mir zu, sondern der Frau auf seiner Staffelei. Einmal sind wir uns auf einem Bankett begegnet, da hat er so getan, als würde er mich nicht kennen.“

„Angezogen hast du ihn offenbar nicht interessiert“, kicherte eine Krankenschwester.

„Nein, es war etwas Anderes“, schüttelte Galja den Kopf. „Für ihn bedeutete Nacktheit Reinheit. Das hat er selbst mal in der Zeitung erzählt, als eine Ausstellung von ihm eröffnet wurde. Und ich wirkte auf ihn wahrscheinlich wie eine Gefallene, vor allem auf diesem fürchterlichen Bankett in der Akademie: Paillettenkleid, roter Lippenstift und auch noch Arm in Arm mit diesem halbfertigen Michelangelo. Ich will gar nicht mehr daran denken! Aber das alles ist jetzt Vergangenheit. Im Krieg ist mir klargeworden, dass ich mehr kann, als mich von verschiedenen Seiten ins beste Licht zu rücken. Aber wie soll er das verstehen! Für ihn wird jene Galja immer ein Stück Fleisch auf einem Sofa bleiben, aus dem nur der Pinsel eines Künstlers einen Menschen machen kann. Gott sei Dank gibt es jetzt die Möglichkeit, von vorn anzufangen!“

„Und was, wenn sich jemand verplappert?“, äußerten die Kolleginnen ihre Zweifel. „Wir schweigen natürlich wie ein Grab, aber das Krankenhaus ist voller Leute: Nicht jeder kann den Mund halten.“

„Er wird niemandem außer mir glauben!“, sagte Galja bestimmt. „Und ich werde behaupten, es seien nur Gerüchte und dreckige Phantasien. Für mein eigenes Glück könnte ich nie lügen, aber für uns beide werde ich es tun!“

Der Großvater bat den Künstler oft, sich den Bildband ansehen zu dürfen. Er blätterte lange darin, verweilte ausführlich bei den Arbeitern an den Werkbänken, las die dreizeiligen Bildunterschriften unter den Portraits der Parteifunktionäre, nur um dann, im letzten Teil angekommen, Galja länger bewundern zu können, so wie sie keiner der Sehenden hier je zu Gesicht bekommen hat. Einmal nahm er sich den Bildband sogar ohne Erlaubnis, als der Besitzer schlief, aber er konnte sich nicht konzentrieren, denn er hatte zu große Angst, erwischt zu werden. Bekanntermaßen ist der Schlaf der einzige Zustand, in dem die Blinden ihre Sehkraft wiedererlangen können.

Schon bald war die Liebe zwischen dem Künstler und seinem ehemaligen Aktmodell nicht zu übersehen. Galja schmiedete bereits Pläne, wie die beiden nach Moskau zurückkehren würden, dass er eine andere Arbeit finden und auch sie natürlich nie wieder einen Fuß über die Schwelle von verrauchten Ateliers setzen würde. Von Zeit zu Zeit würden sie Museen und Kunstausstellungen besuchen, denn die Neigung zur Kunst verschwindet ja nicht mit der Sehkraft, vielleicht wird sie sogar noch stärker. Natürlich müsste er die großen Meister jetzt mit Galjas Augen sehen, weil er keine anderen mehr hatte, aber für Liebende ist das ganz natürlich. Womöglich ist der wahre Zusammenschluss zum Paar sogar nur möglich, wenn Mann und Frau zwei Augen haben, oder wenigsten drei Hände für beide? Andernfalls könnten sie sich immerzu lediglich an ein und derselben Stelle verbinden, an der die Natur im Voraus für Ungleichheit gesorgt hat.

Jeden Morgen und jeden Abend machte die Oberschwester ihre Runde durch alle Flure und klimperte mit unzähligen Schlüsseln. Ein großer Bund hing an ihrem Bauch, während kleine Schlüsselchen wie Glöckchen an ihrem Handgelenk läuteten. Alle wussten, dass auch der Schlüssel zum „Paradies“ darunter war, so nannte man im Lazarett das kleine Zimmerchen, in dem das frische Verbandszeug und die Laken aufbewahrt wurden. Dorthin konnten sich Krankenschwestern und Sanitäterinnen zurückziehen, wenn sie mit einem der genesenden Soldaten allein sein wollten. Ein Vorgehen, das geduldet wurde, denn man wusste um die Bedeutung solcher verborgenen Inseln des Glücks, den kleinen Abstellkammern, wo inmitten des Todes das Leben verwahrt werden konnte.

Niemand bekam mit, wie Galja den Künstler ins Paradies geführt hatte. Vermutlich war es am Vorabend seiner Entlassung. Morgens packte er schweigend seine Sachen und machte sich, den Stock vor sich haltend, mit dem er die Dinge aus Mangel an Gewohnheit eher wegschieben wollte, statt ihre Umrisse damit abzutasten, auf den Weg nach draußen, wo ihn bereits ein Wagen erwartete. Galja ging nicht hinaus, um sich zu verabschieden, sondern rannte in die Küche, wo man wegen der vielen dampfenden Töpfe sofort ins Schwitzen geriet und die Tränen nicht gleich auffielen.

„Was heulst du denn?“ wiesen die Schwestern sie zurecht. „Ihr seht euch doch bald wieder! Hast du die Meldungen nicht gehört? Der Krieg ist fast vorbei!“

„Nein, nein“, unterbrach Galja sie ängstlich. „Das werden wir nicht, nie wieder!“

Als sie sich ausgeweint hatte, erhob sie sich, zog ihr Kopftuch tiefer in die Stirn, bezog das Bett neu, in dem soeben noch ihr Geliebter gelegen hatte, wechselte jemandem den Nachttopf aus und alles war wieder wie vorher.

Kurze Zeit später fuhr sie tatsächlich fort, nach Moskau oder zu Verwandten nach Krasnodar. Erst da erfuhr Großvater, was im Paradies vorgefallen war. Eine Krankenschwester, die Galja Stillschweigen versprochen hatte, erzählte es ihm, denn durch Galjas Abreise fühlte sie sich von ihrem Gelübde entbunden, außerdem rückte der Abschied immer näher und in solchen Fällen will man immer Geheimnisse teilen, eigene wie fremde.

Wie sich herausstellte, hat der Künstler, als er den Körper der jungen Frau zum ersten Mal in seinen Armen hielt, sein Aktmodell wiedererkannt. Anfangs konnte er es nicht glauben und tastete mit wachsender Aufmerksamkeit alle Wölbungen und Winkel ab, an denen sein Pinsel und Stift längst gewesen waren. Doch schließlich hatte er nicht die geringsten Zweifel und machte ihr eine Szene, sie habe seine Behinderung ausgenutzt, ihn belogen und vor dem ganzen Lazarett zum Narren gehalten. Er sagte, er habe keine Zukunft mit einer Frau, die es gewohnt sei, immer etwas vorzuspielen, damit es besser ins Bild passt. Erst recht jetzt, wo er seine Sehkraft verloren hatte, braucht er Gewissheit, absolute Sicherheit, dass die Person neben ihm nicht täglich ihre Masken wechselt und ihn in eine Komödie verwickelt, in der er nichts weiter ist als ein Requisit. Und wie soll man das von einem Aktmodell erwarten? Einer Frau, die in ihrem Leben so viel offenbart hat, dass sich fortan immer etwas zu verbergen findet!

Großvater schrieb sich Galjas Adresse aus der Akte heraus und beschloss, sie unbedingt zu kontaktieren, sobald die Gelegenheit günstig ist. Aber vorher wollte er noch den Übermenschen in sich entdecken. Ihm setzte nur zu, dass einigen alles im Leben einfach zufällt – der Kampf, die Liebe, die Kunst. Er aber musste bei Null anfangen. Der Krieg war vorbei, vom Kampf konnte also keine Rede mehr sein. Die Liebe erschien ihm zu unvorhersehbar. Und so widmete er sich vorerst der Kunst. Zurück in seinem Heimatort belegte er Abendkurse im Zeichnen. An der der Staffelei sitzend, träumte er davon, wie er Galja schreiben und sie um ein berufliches Treffen bitten würde. Sie wäre überrascht und schriebe ihm, dass sie schon lange nichts mehr mit der Medizin zu tun habe. Da würde er ihr im nächsten Brief seine Zeichnungen schicken und alles würde sich aufklären.

Aus dem Russischen von Maria Rajer

Aus: Ekaterina Vassilieva: Der Schlaf des Hermaphroditos.

 

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