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Mandala

Maroula Blades (2013)

Ich choreographiere mich in die Gegebenheiten,

erschaffe Pläne innerer und äußerer Welten,

Pentagramme, Kreise, kompakte Gebilde,

Häuser aus purer Luft, dass der Geist aufatme.

Keine Käfige.

Freidenkende und moralisch Bankrotte: Sie sind willkommen.

Keine schmerzhaften Extraktionen aus dem Geist.

Sanft trete ich dahinter, berühre die Tiefe,

den unbekannten Faktor,

wo Dämonen die Details fliehen, den gelben Nebel.

Meditative Kunst.

Wie eine Batterie verarbeite ich das Positive und das Negative,

jede Nuance enthält ein Grundgeheimnis des Lebens.

Eine Herrschaft der Zeiten,

ein Universum,

den dunklen und hellen Tönen lauschend

den Sklavensee des Lebens beruhigend.

Ich wische Spinnweben aus den Ecken der Gedanken,

gespeichert in eisigen Kammern auf dem Grund des Gedächtnisses.

Wate in meinem mütterlichen Frieden,

male die Freuden und die Schmerzen,

nutze die Räume in meinem Bereich;

schwängere meinen Körper mit Farbe.

Lasst die Farben bluten, es ist mein Wunsch,

denn jeder Farbton ist gewaltig und schön,

jede Linie unendlich,

erklimmt die Rahmen, führt hinauf und hinaus.

Wo ich bin hat Freiheit einen Platz zu wachsen,

ohne gekrümmten Rücken

um gleitend zurückzufließen zur Quelle, zum Licht.

 

Übersetzung von Xóchil A. Schütz & Martin Jankowski

 

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